Weiße Beläge auf dem Kirschlorbeer – was tun?

Ein weißer Belag auf dem Laub oder Geäst des Kirschlorbeer stellt nicht nur ein optisches Problem dar. Ausgelöst durch Pilze oder Schädlinge wird der Stoffwechsel des Gehölzes beeinträchtigt und die Lorbeerkirsche auf lange Sicht massiv geschädigt.

Kirschlorbeer weißer Belag

Abwischbarer, weißer Belag auf oder unter dem Laub

Echten Mehltau erkennen Sie an dem weißen, mehlartigen Belag, der sich ausschließlich auf der Blattoberseite ausbreitet. Beim falschen Mehltau zeigen sich auf der Oberseite der Blätter zunächst rötlich violette Flecken. Der schmutzig weißlich-grauen Pilzrasen ist nur auf der Blattunterseite zu finden.

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Mittel gegen Mehltau

Mehltau lässt sich umweltfreundlich mit Milch oder Essigspritzungen bekämpfen. Diese schonenden Methoden erfordern jedoch eine mehrmalige und konsequente Anwendung. Zusätzlich empfiehlt es sich, alle erkrankten Pflanzenteile auszuschneiden und im Hausmüll zu entsorgen. Bei sehr starkem Befall können Sie ein Fungizid einsetzen, das den Pilz wirkungsvoll abtötet.

Weißer Belag auf den Zweigen

Entdecken Sie einen weißen Belag auf den Ästen und Triebspitze handelt es sich häufig um einen Befall mit Schmierläusen. Die etwa zehn Millimeter großen Tiere aus der Gattung der Schildläuse sind mit einer hellen, schmierigen Behaarung bedeckt und bilden große Kolonien auf den Zweigen. Sie schaden dem Kirschlorbeer gleich dreifach:

  • Sie saugen den Lebenssaft aus und schwächen den Strauch.
  • Sie sondern ein Pflanzengift ab und scheiden Honigtau aus.
  • In den Wunden der Äste siedeln sich häufig Rußtaupilze an, welche die Pflanze zusätzlich schädigen.

Die Bekämpfung der Läuse

  • Läusemit einem mit Spiritus getränkten Tuch sorgfältig abwischen und das Tuch vernichten.
  • Schädlinge mit einem scharfen Wasserstrahl abspritzen.
  • Bei stärkerem Befall alle besiedelten Pflanzenteile ausschneiden.
  • Im Anschluss mit einem Insektenmittel behandeln, das gezielt gegen Schmierläuse wirkt.

Tipps & Tricks

Regelmäßige Spritzungen mit Schachtelhalm- oder Brennnesseltee beugen einer Neuinfizierung mit Schildläusen oder Mehltau vor.

Text: Sabine Kerschbaumer

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