Mehltau Tomaten

Mehltau an Tomaten effektiv Einhalt gebieten

Im Anbau von Tomaten stellt Mehltau eine besondere Herausforderung dar, weil klassische Spritzmittel in der biologischen Krankheitsbekämpfung kontraproduktiv wirken. Warum das so ist und wie Sie trotzdem gegen die Pilzinfektion vorgehen können, erfahren Sie hier.

Spritzmittel an Tomaten – Übles mit Üblerem bekämpfen?

Breitet sich im Sommer auf den Blättern von Tomatenpflanzen eine mehlig-weiße Patina aus, hat die Pilzinfektion Mehltau zugeschlagen. Im Kampf gegen diese weit verbreitete Krankheit steht mittlerweile ein breit gefächertes Spektrum an biologischen Spritzmitteln zur Verfügung. Der Haken dabei ist, dass permanent das Damoklesschwert der Braunfäule über dem Tomatenbeet schwebt. Soll also der Teufel mit Beelzebub ausgetrieben werden?

Als oberste Prämisse in der Abwehr einer verheerenden Krautfäule, gilt der konsequente Schutz einer Tomatenpflanze vor Feuchtigkeit. Folglich macht es wenig Sinn, mit Milch, Schmierseifenlösung oder Pflanzenjauchen gegen vergleichsweise harmlosen Mehltau, die verhasste Kraut- und Braunfäule auszulösen. Gut zu wissen, dass es vernünftige Alternativen gibt. Im Einklang mit der Natur und ohne die chemische Keule hervorzuholen.

Mit Urgestein Mehltau entgegenwirken

Es ruht seit dem Erdaltertum im Boden und birgt zahlreiche Vorteile für den umweltbewusst bewirtschafteten Hobbygarten. Urgesteinsmehl enthält unter anderem Kieselsäure, die Pflanzenzellen gegen eine Infektion mit Mehltau schützt. So wenden Sie das Mittel an:

  • Urgesteinsmehl in eine Puderspritze füllen
  • am frühen Morgen auf die taunassen Blätter stäuben
  • alle 2-3 Tage wiederholen, bis der Befallsdruck nachlässt

Als positiven Nebeneffekt versorgt das Urgesteinsmehl die Starkzehrer mit zusätzlichen Nährstoffen, weil es wertvolle Mineralien und Spurenelemente enthält.

Diese Nützlinge weiden Pilzsporen einfach ab

Im biologisch bewirtschafteten Hobbygarten spielen Nützlinge mittlerweile eine zentrale Rolle. Das gilt nicht nur für die Vertreibung von Schädlingen. Die beiden folgenden Insekten haben die Sporen des Mehltaus zum Fressen gern:

  • Pilz-Marienkäfer (Psyllobora vigintiduopunctata): Die Larven dieser Marienkäfer ernähren sich überwiegend von Mehltau
  • Sechzehnfleckige Marienkäfer (Halyzia sedecimguttata): Die adulten Käfer vertilgen die Pilzsporen ebenso, wie ihr Nachwuchs
  • Totenkopfschwebfliege (Myathropa florea): Diese und weitere Blattwespen fressen unter anderem Mehltaupilze

Nützlinge lassen sich gerne im naturnah gestalteten Garten nieder. Bieten Sie Rückzugsorte an, wie ein Insektenhotel, morsche Baumstämme, Laub- und Reisighaufen. Darüber hinaus bietet der Fachhandel speziell gezüchtete Larven an, um die Insekten gezielt im Garten oder Gewächshaus auszubringen.

Tipps & Tricks

Pflanzen Sie Tomaten in Mischkultur mit Basilikum und Knoblauch, beugt diese Maßnahmen einem Befall mit Mehltau vor.

Text: Paula Jansen

Beiträge aus dem Forum

  1. Maxi
    Geranien...
    Maxi
    Zierpflanzen
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