Krankheiten, die der Süßkirsche das Leben schwer machen

Ein Trauerspiel: Die Blätter vergilben, trocknen aus und fallen ab. Die Blüten sind verdorrt, eine reiche Ernte rückt in weite Ferne... Rasch kann aus der Vitalität ausstrahlenden Süßkirsche ein krankes Elend werden. In den meisten Fällen sind Pilze die Übeltäter.

Süßkirsche Krankheiten

Die Schrotschusskrankheit und die Sprühfleckenkrankheit

Die bei Süßkirschen am häufigsten auftretende Krankheit ist die Schrotschusskrankheit. Es kann bereits ab Mai beginnen, dass sich diese Krankheit, die durch Pilzerreger verursacht wird, äußert. Es tauchen rotbraune Flecken auf den Blättern auf. Schließlich werden aus den Flecken Löcher und die Blätter sehen aus wie von Schrot durchlöchert. Dann vertrocknen sie und fallen ab.

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Ähnlich der Schrotschusskrankheit ist die Sprühfleckenkrankheit. Hier sind es kleinere Flecken, die das Laub unansehnlich machen. Sie sind rötlich bis violett gefärbt. An der Blattunterseite können Sie die gelblichweißen Sporen des Pilzes erkennen. Diese Krankheit kann ebenfalls auf die Früchte der Süßkirsche übergehen.

Monilia – wieder ein böser Pilz

Monilia ist bekannt und tritt bei Süßkirschen ebenfalls gern auf. Hier werden die Blüten, Blätter, Triebe und/oder Früchte befallen. Die Blüten werden im Frühling braun und fallen ab. Die Neutriebe trocknen aus und die Blätter werden abgeworfen. Hier hilft ein radikaler Rückschnitt .

Andere Krankheiten bei Süßkirschen

Seltener treten Krankheiten wie Obstbaumkrebs, Bakterienbrand und Gummifuß auf. Der Obstbaumkrebs (ein Pilzerreger) befällt das Holz und die Rinde. Es bilden sich daraufhin Verdickungen. Durch Bakterienbrand, der sich in Einsenkungen an den Ästen äußern kann, kann es zum gefürchteten Gummifuß kommen (Gewebe löst sich auf und die Kirsche stirbt allmählich ab).

Wie kann man den Krankheiten vorbeugen?

Hauptsächlich gelten Stress und Nährstoffmangel als Ursache für das Entstehen von Krankheiten an der Süßkirsche. Geben Sie der Süßkirsche Gelegenheit, einen natürlichen Selbstschutz aufzubauen. Das heißt: Wählen Sie keine stark überzüchteten Sorten, keinen Kunstdünger und keine chemischen Fungizide etc.

Folgende Maßnahmen wirken vorbeugend gegen Krankheiten:

  • Krone regelmäßig auslichten
  • Süßkirsche an einen ihr zuträglichen Standort pflanzen
  • mit Kompost oder Effektiven Mikroorganismen düngen
  • Laub im Herbst liegenlassen (Humusbildung)
  • größere Schnittwunden mit Wundverschlussmittel versehen

Tipps & Tricks

Manche Sorten wie ‚Dönissens Gelbe Knorpel‘, ‚Maibigarreau‘ und ‚Tilgeners Rote Herzkirsche‘ sind besonders robust gegen Krankheiten.

KKF

Text: Burkhard

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