Krankheiten an der Sauerkirsche – Übeltätern auf der Spur

Nicht nur Schädlinge, sondern auch Krankheiten können der Sauerkirsche zu schaffen machen. Verfärbte Blätter, die herunterfallen; Früchte, die faulen; Blüten, die abfallen,... Welche Krankheiten können die Sauerkirsche heimsuchen und woran sind sie zu erkennen?

Sauerkirsche Krankheiten
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Schäden am Holz: Gummifuß

Zu den häufigsten Schäden am Holz der Sauerkirsche zählt der so genannte Gummifuß. Er befällt mit einer Vorliebe die Äste und/oder den Stammbereich. Leider ist das Ende der Sauerkirsche beim Befall dieser Krankheit nahe…

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Sie erkennen den Gummifuß an hellbraun gefärbten und durchscheinenden Tropfen bis Klumpen, die sich direkt am Holz der Sauerkirsche befinden. Unter der Rinde befinden sich Gummiherde. Sie entstehen dadurch, dass sich Gewebe auflöst. Die langfristige Folge des Gummifußes ist ein komplettes Absterben der betroffenen Pflanzenareale.

Blattschäden: Monilia, Schrotschusskrankheit, Sprühfleckenkrankheit

Es gibt eine Reihe an Pilzerregern, die bei der Sauerkirsche vor allem die Blätter befallen. Auch vor anderen Pflanzenteilen machen sie nicht Halt. Doch an den Blättern erkennt man sie in der Regel am frühzeitigsten und besten.

Wenn sich die Blätter braun verfärben und vertrocknen, kann Monilia verantwortlich sein. Wenn die Blätter ab Juni rötliche bis violette Flecken bekommen, könnte es die Sprühfleckenkrankheit sein. Wirken die Blätter wie von Schrot durchlöchert, die Schrotschusskrankheit der Übeltäter. Durch alle dieser Pilzerreger bzw. Krankheiten fallen die Blätter am Ende ab.

Schäden an den Früchten

Der Sauerkirschbaum wirkt gesund und trägt eine Vielzahl an Früchten. Doch plötzlich vertrocknen einzelne Früchte und bleiben als ‘Mumien’ zurück am Baum. Die Ursache können Fruchtfäule, Monilia oder Bakterienbrand sein. Beim Bakterienbrand treten dunkle Flecken an den Früchten aus, die sich bis zum Steinkern hin vertiefen können.

Generell vorbeugende Maßnahmen

Sind solche Krankheiten aufgetreten, hilft nur noch das Entfernen der befallenen Teile oder Chemie. Von chemischen Keulen ist jedoch abzuraten, dass sie gern bis ins Grundwasser vordringen und dieses verseuchen.

Vorbeugende Maßnahmen zum Verhindern solcher Krankheiten sind unter anderen:

  • gute Standortwahl beim Pflanzen
  • regelmäßiger Schnitt bzw. Auslichten (Ziel: luftige Krone)
  • gut durchlüfteter und durchlässiger Boden
  • robuste Sorte wählen: ‘Morina’, ‘Karneol’ oder ‘Saphir’

Tipps & Tricks

Um eine Neuinfektion zu verhindern, sollten alle befallenen Pflanzenteile rigoros entfernt werden. Achtung: Nicht in den Kompost!

KKF

Text: Burkhard

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