Welche Krankheiten suchen die Japanische Zierkirsche heim?

Eine rosaweiße bis rosarote Blütenpracht im Frühjahr kann schnell zum Trauerspiel werden, wenn die Blüten vorzeitig abfallen. Doch auch andere Symptome können auftauchen, wenn die Japanische Zierkirsche von Krankheiten befallen wird...

Japanische Zierkirsche Krankheiten
Früher Artikel Ran an das Gehölz: Die Japanische Zierkirsche schneiden Nächster Artikel Die Pflege der Japanischen Zierkirsche – ein Prozedere?

Ein robustes Grundwesen kann erschüttert werden

Gewöhnlich ist die Japanische Zierkirsche robust. Doch herrschen Nährstoffmängel vor, steht sie unter Stress oder gefällt ihr ihr Standort nicht, wird sie anfällig für Krankheiten. Daher sollte bereits beim Anpflanzen alles genauestens durchdacht werden, um spätere Krankheiten vorzubeugen.

Lesen Sie auch

Potentielles Problem Nr. 1: Die Schrotschusskrankheit

Eine der am häufigsten bei der Japanischen Zierkirsche auftretenden Krankheiten stellt die Schrotschusskrankheit dar. Es ist der Pilzerreger namens Stigmina carpophila, der ihr das Leben schwer machen kann und zur Plage wird.

Zuerst tauchen helle Punkte an den Blätter auf. Sie werden wenige Tage später rötlich. Dann entstehen aus ihnen rot umrandete Löcher, bis die Blätter abfallen. Der Name der Krankheit rührt daher, dass die Blätter wie von Schrot durchlöchert wirken. Die Ursache dieser Krankheit können Pflegefehler sein sowie eine feuchte Witterung.

Was Sie tun können:

  • befallene Blätter entfernen
  • befallene Triebe bis ins gesunde Holz zurückschneiden
  • den Abfall verbrennen oder entsorgen (nicht auf den Kompost!)
  • ggf. mit einem Sud aus Ackerschachtelhalm besprühen und gießen
  • Vorsorge: Mulchschicht ausbringen, das Umfeld mit Zwiebeln und Knoblauch bepflanzen

Potentielles Problem Nr. 2: Monilia-Spitzendürre

Während und nach der Blütezeit kann es zum Befall von Monilia kommen. Die Folge: Die Blüten sterben ab und vertrocknen. Wenn die Blüte vorüber ist, geht der Pilz auf das Holz und die Blätter über… So gehen Sie vor:

  • alle befallenen Zweige abschneiden (bis circa 15 cm ins gesunde Holz)
  • Abfall verbrennen oder entsorgen

Andere Krankheiten

Neben der Spitzendürre und der Schrotschusskrankheiten gibt es weitere Krankheiten, die diese Pflanze bei mangelnder Pflege heimsuchen können. Doch dies geschieht in der Regel in den seltensten Fällen. Folgende Krankheiten können auftreten:

  • Bakterienbrand
  • Baumkrebs
  • Gnomonia
  • Schorf

Tipps & Tricks

Um das Risiko für Pilzerkrankungen gering zu halten, sollte die Japanische Zierkirsche regelmäßig ausgelichtet werden. Durch den geschaffenen Freiraum in der Krone, verdunstet Regenwasser auf dem Holz und den Blättern schneller und Pilze haben keine Chance.

Text: Anika Gütt

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.