Pfirsichbaum Krankheiten

Häufige Krankheiten des Pfirsichbaums und ihre Behandlung

Pfirsichbäume, vor allem wenn sie an weniger optimalen Standorten wachsen, sind recht empfindlichen gegenüber Schädlingsbefall und vielen Pilzerkrankungen. Lesen Sie, welche Krankheiten es gibt, wie Sie diese erkennen und behandeln.

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Pilzerkrankungen

Pilze können grundsätzlich alle Teile eines Baumes besiedeln und diesen so stark schädigen, dass er bei wiederholtem Befall abstirbt. Bei vielen Pilzerkrankungen hilft tatsächlich nur noch die chemische Keule, insbesondere bei der sehr häufig auftretenden Kräuselkrankheit. Das beste Mittel ist jedoch die Vorbeugung: Auswahl des richtigen Standortes, die regelmäßige Beschneidung des Baums und das maßvolle Düngen (insbesondere ausreichend, aber nicht übermäßig Stickstoff!).

Kräuselkrankheit

Vor allem die Blätter zeigen blasige Auftreibungen von weißgrüner bis roter Farbe und werden schließlich abgeworfen. Einzig wirksames Mittel ist eine Spritzung noch vor dem Aufbruch der Knospen. Derzeit gibt es zwei für den Hobbybereich zugelassene Mittel.

Schrotschusskrankheit

Auf den Blättern erscheinen kleine, rötliche Flecken, die später herausfallen. Die Blätter wirken wie durchlöchert. Auch Rinde und Früchte können betroffen sein. Eine Behandlung ist bei stärkerem Auftreten erforderlich, dabei werden bei Austrieb geeignete Fungizide gespritzt. Zudem sollten infizierte Stellen entfernt werden. Zur Vorbeugung sind Baumkronen möglichst licht zu halten.

Pfirsichmehltau

Mehltau wird durch den Pilz Podosphaera pannosa verursacht, der sich insbesondere bei sommerlichen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit ausbreitet. Der Pilz verursacht weißen Belag auf Trieben, Blättern und Früchten, zudem eine Deformation derselben. Bei geringem Befall genügt ein Ausschneiden, bei starkem muss mit Fungiziden gesprüht werden.

Triebspitzendürre

Die Triebspitzendürre wird auch als Zweigmonilia bezeichnet. Sie tritt während der Blütezeit vor allem bei Regenwetter auf. Plötzlich welken die Blüten und vertrocknen, auch Triebe und Blätter sterben ab. Vorbeugend sollte ein jährlicher Rückschnitt nach der Ernte erfolgen. Bei Auftreten sind befallene Triebe sofort bis 10 Zentimeter ins gesunde Holz zurückzuschneiden. Bei starkem Befall können Sie mit einem (bienenungefährlichen) organischem Fungizid direkt in die Blüten spritzen.

Monilia-Fruchtfäule

Der Monilia-Pilz befällt Früchte aller Kern- und Steinobstarten, darunter auch Pfirsiche. Sie weisen anfangs kleine Faulstellen auf, die sich rasch vergrößern. Um diese entstehen ringförmig angeordnete, graubraun gefärbte Fruchtkörper des Pilzes (so genannter Polsterschimmel). Die Krankheit wird während der Fruchtreife besonders von Wespen verbreitet. Bekämpfung: Abnehmen der befallenen Früchte, auch im Winter.

Pfirsichschorf

Schorf tritt bei allen Kern- und Steinobstarten auf und befällt vor allem Blätter und Früchte. Hier bilden sich dunkle Flecken, die rasch verhärten. Bei Schorfbefall bzw. zur Vorbeugung spritzen Sie vor und nach der Blüte mit einem organischen Pilzbekämpfungsmittel.

Schädlingsbefall

Blattläuse

Ein Blattlausbefall zeigt sich durch verkrüppelte und zusammengerollte Blätter und gestauchte Triebe. Die Behandlung erfolgt mit einem chemischen Insektenmittel oder aber biologisch durch Nützlinge wie z. B. Florfliegen. Allerdings ist eine solche Behandlung im Freiland nicht möglich, der Pfirsichbaum müsste zuvor in Folie verpackt werden.

Obstbaumspinnmilbe

Bei einem Befall durch Spinnmilben zeigen sich kleine, weißliche Flecken auf den Blättern, zudem sind die Blätter bleigrau bis bronzefarben gefärbt. Die Milben selbst sind beim genauen Hinsehen als sehr kleine, rötlich gefärbte Tiere zu erkennen. Die ebenfalls rötlichen Eier werden im Winter gelegt. Spinnmilben saugen der Pflanze den Saft aus und schädigen sie so.

Gemeine Napfschildlaus

Ein Schildlaus-Befall ist an einem (stark) geschwächten Pflanzenwachstum zu erkennen, zudem zeigt sich oft ein schwarzer Belag auf Blättern und Rinde (Rußtau). Die Schildläuse selbst sind oft als schwarzer Belag auf Blättern und Rinde sichtbar. Die Behandlung erfolgt ähnlich wie beim Olivenbaum.

Tipps & Tricks

Nach der „Verordnung über bienenschädliche Pflanzenschutzmittel“ ist es verboten, blühende Pflanzenbestände mit bienenschädlichen Mitteln zu behandeln. Auf den Packungen bienengefährlicher Pflanzenschutzmittel steht der Hinweis „Achtung! Bienengefährlich!“.

Beiträge aus dem Forum

  1. Moos kontra magere Blumenwiese als Bienenweide

    Hallo Leute, ihr schreibt, dass Moos auf schattigen und mageren Böden gut gedeiht. Diese Magerkeit brauche ich aber gerade für die Wildblumen, die auch magere Böden bevorzugen. Habe extra Rasenziegel abgetragen und Sand eingestreut. Und nun ist alles bedeckt mit Moos. Was soll ich tun? Ich muss dazu sagen, dass in den ersten 2 Jahren die Bienenweide wunderbar bunt vielfältig geblüht hat. Und jetzt nur noch Moos!

  2. Pilze im Haus (Keller) züchten ... Myzelvermehrung

    Hallo an alle Pilzfreunde! (Stachelbär, ich weiß inzwischen, Du bist nicht so der Pilzfan... hahaha) Folgender Sachverhalt: Habe im Januar Pilzmyzel gekauft um im Haus bzw. Keller meine eigenen Shitakes, Austernpilze und Kräuterseitlinge zu züchten bzw. vielmehr einfach wachsen zu lassen. Funktioniert super! (Pilzgerichte hängen uns schon zum Halse raus- haha) Hab alle Regeln des Myzel-Produzentens befolgt und die geimpften Ballen bei 11-13 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 75-90 Prozent gehalten, alle paar Tage mit Duschkopf abgebraust. Anbei ein Foto vom Kräuterseitling in der 3ten Wachtumsphase der Fruchtkörper. (heute aufgenommen) Laut Myzel-Züchter ist der Ballen, der die Nährstoffe liefert, []

  3. Heckenpflanzen

    Hallo, ich habe jetzt ein Haus mit Garten und möchte diesen neu gestalten. Derzeit stehen hier ganz viele Nadelgehölze. Ich möchte einige der Heckenpflanzen entfernen und das Ganze durch insekten- und vogelfreundliche Sträucher ersetzen. Gerade am Rand des Gartens möchte ich eine bunte Strauchreihe haben. Allerdings habe ich nicht sehr viel Platz. Ich mag Schlehe und Holunder sehr gern, aber diese wuchern leider sehr stark. Hat jemand eine Idee, welche Sträucher ich nehmen könnte? Ich habe schon an Sommerflieder gedacht. Danke im Voraus für eure Ratschläge.

  4. Basilikum MEHRJÄHRIGE Kultur (Hochstämmchen ziehen?)

    Hallo Ihr lieben Garten-Freunde! So, heute möchte ich mein mehrjähriges Basilikum-Saatgut aussähen. Nun habe ich mich ja über die Wintermonate schon etwas "schlau" gemacht. Der "Rote Genoveser" ist mein Saatgut und mehrjährig kultivierbar. (angeblich sind das alle rotgefärbten Sorten und z.T Kreuzungen davon) MEINE FRAGE an Euch: Kann man WIRKLICH ein Hochstämmchen aus Basilikum ziehen? (das habe ich nun schon öfters gehört, aber niemanden mit persönlichen Erfahrungen getroffen) gewönliches Küchen-Basilikum soll ja immer am obersten Trieb gekappt werden, damit es sich bestenfalls schön verzweigt und nicht gleich verreckt. Gegenteilig davon, zur Hochstämmchenkultur soll man alle Seitentriebe abzwicken. Meine persönliche Erfahrung []

  5. Winterheide

    Wenn ich im Frühjahr nach der Blühzeit meine Wh zurückschneide wird sie an der Stelle wo ich drauftreten muß braun. Ist das normal oder wie kann ich das vermeiden.