Pfirsichbaum Spritzmittel

Welche Spritzmittel stehen für den Pfirsich zur Verfügung?

Bekanntermaßen sind Pfirsichbäume äußerst anfällig für Pilzerkrankungen, insbesondere für die weit verbreitete Kräuselkrankheit. Diese Infektion mit dem Pilz Taphrina deformans zeigt sich durch typische Blattveränderungen, führt schließlich zu einem Blattverlust und schwächt damit den Baum erheblich.

Vorbeugende Maßnahmen

Leider lässt sich die Kräuselkrankheit nicht mehr wirksam behandeln, sobald sie erst einmal ausgebrochen sind. Außerdem sind nach derzeitigem Stand (Juni 2015) lediglich zwei Spritzmittel für den Hausgebrauch zugelassen, im gewerblich betriebenen Pfirsichanbau sind es deutlich mehr. Deshalb sollten Sie verstärkt auf Vorbeugung setzen, die wie folgt aussehen kann:

  • Pflanzen Sie vor allem widerstandsfähige Pfirsichsorten an.
  • Im Allgemeinen sind weißfleischige unempfindlicher als gelbfleischige Sorten.
  • Der Erregerpilz verbreitet sich hauptsächlich bei Regen, deshalb pflanzen Sie Ihren Pfirsichbaum an eine möglichst geschützte Stelle.
  • Gut geeignet wäre etwa ein Standort mit einer Überdachung oder f der regenabgewandten Seite des Hauses.
  • Beschneiden Sie Ihren Pfirsichbaum regelmäßig und sorgen Sie für eine lichte Krone.

Vorbeugende Spritzungen

Außerdem können Sie – vornehmlich bei einem Befall im vorangegangenen Jahr, da der Pilz am Baum überwintert – spätestens im Februar / März mit einem pflanzlichen Stärkungsmittel spritzen und so die Infektionsgefahr erheblich verringern. Gespritzt wird, sobald es mehrere Tage hintereinander wärmer als 10 °C ist, was durchaus auch schon im Dezember vorkommen kann. Spritzen Sie das biologische Pflanzenstärkungsmittel Neudo-Vital Obst-Pilzschutz dann, wenn die Knospen zu schwellen beginnen. Die Behandlung sollte drei bis vier Mal im Abstand von etwa drei Wochen erfolgen. Dabei sollte die gesamte Krone behandelt werden.

Duaxo Universal Pilz-frei ist das einzige zugelassene chemische Mittel

Duaxo Universal Pilz-frei ist das einzige Pflanzenschutzmittel, das für den Hausgarten zugelassen ist. Auch dieses sollte noch vor dem Knospenaufbruch gespritzt werden, möglichst drei Mal hintereinander im Abstand von je 10 Tagen. Dabei gilt es jedoch folgende Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen:

  • Beim Spritzen Schutzkleidung (alte Kleidungsstücke, Gummistiefel, Handschuhe) tragen.
  • Schutzbrille aufsetzen.
  • Nicht gegen den Wind arbeiten. Bei stärkerem Wind überhaupt nicht spritzen.
  • Während des Spritzens nicht rauchen, essen oder trinken.
  • Niemals verstopfte Spritzdüsen mit dem Mund ausblasen.
  • Nach der Arbeit gründlich waschen.
  • Spritzmittelreste nicht über die Kanalisation entsorgen.

Biologische Bekämpfungsmittel

Da die genannten Spritzmittel erst seit 2009 zugelassen sind, haben findige Gärtner eine Reihe von biologischen Möglichkeiten gegen die Kräuselkrankheit entdeckt. Gegen diese Pilzinfektion helfen u. a.

  • eine Unterpflanzung mit Knoblauch, Meerrettich oder Kapuzinerkresse
  • das Einsprühen des Baumes mit Brennnessel-, Ackerschachtelhalm- oder Knoblauchbrühe

Tipps & Tricks

Entfernen Sie befallene Blätter und Zweige sofort und entsorgen Sie diese über den Hausmüll. Werfen Sie sie nicht auf den Kompost! Durch diese Maßnahme kann die Ausbreitung des Pilzes eingedämmt werden.

Text: Ines Jachomowski

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