Einen Kräutergarten im Topf richtig pflegen und überwintern

Nahezu alle Kräuter wachsen problemlos auch in Töpfen, Kübeln und anderen Pflanzgefäßen. Für einige Arten ist diese Kulturform sogar der im Freiland vorzuziehen: So entwickelt sich beispielsweise Basilikum im Topf meist wesentlich üppiger als im Garten. Hier machen ihm oft Schnecken bzw. widrige Wetterverhältnisse das Leben schwer.

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Kräuter lassen sich gut im Topf ziehen

Das passende Substrat für jedes Kraut

Verwenden Sie für die Topfkultur am besten handelsübliche Kräutererde. Normale Blumenerde ist immer aufgedüngt und damit zu nährstoffreich für die meisten Kräuter. Pur eignet sich diese höchstens für anspruchsvolle Kräuter wie Minze, Petersilie oder Schnittlauch. Sie können Sie jedoch auch im Verhältnis 2:1 mit Sand abmagern, dann fühlen sich auch asketischere Arten (beispielsweise die aus dem mediterranen Raum) wohl.

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Unbedingt für eine gute Drainage sorgen

Welche Kräuter Sie auch wählen: Alle Pflanzbehälter müssen Wasserabzugslöcher aufweisen – notfalls bohren Sie einfach selbst welche hinein. Auch Plastikfolie, die etwa Körbe auskleidet, mit ein paar Öffnungen haben. Nasse Füße sind für die meisten Kräuter tödlich. Deshalb sollten Sie Töpfe und Kübel übrigens auch auf Klötzchen stellen, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Achten Sie besonders auf Pflanzungen in Übertöpfen, diese saufen nach Regengüssen buchstäblich ab.

Topfkräuter regelmäßig gießen und düngen

Da das Erdvolumen im Topf nur sehr begrenzt ist, werden Wasser und Nährstoffe schneller aufgebraucht. Regelmäßiges Gießen ist also eine wichtige Pflegemaßnahmen. Die Düngung hängt dagegen erstens von der Pflanzenart und zweitens vom gewählten Substrat ab. Wurde im Frühjahr gerade erst frisch getopft, reicht die Vorratsdüngung bis in den Sommer hinein. Anspruchsvolle Arten können Sie dann ab Juni im Vier-Wochen-Rhythmus nachdüngen, am besten mit Flüssigdünger.

Kräuter im Topf richtig überwintern

Ausdauernde, frostfeste Kräuterarten können auch im Kübel draußen überwintern. Da das geringe Erdvolumen im Topf jedoch schnell durchfriert, stellen Sie als Frostschutzmaßnahmen die Gefäße auf isolierendes Styropor oder Holz und hüllen sie in Noppenfolie, Jutesäcke oder eine Laubpackung ein. Frostempfindliche Arten wie Rosmarin oder Duftpelargonien holen Sie dagegen noch vor den ersten Minusgraden in Haus, in den Keller oder die Garage. Der Winterplatz sollte kühl, aber hell und frostfrei sein.

Tipps

Kräuter mit langen Trieben wie beispielsweise kriechend wachsende Thymiane oder Oregano gedeihen hervorragend auch in Blumenampeln oder aufgehängten Körben. So lässt sich der begrenzte Platz auf dem Balkon oder der Terrasse optimal nutzen.

Text: Sara Müller
Artikelbild: Franz Peter Rudolf/Shutterstock

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