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Ein Hochbeet aus Holz sieht schick aus und ist praktisch

Ein klassisches Hochbeet aus Holz selber bauen – Geeignete Holzarten

Wahrscheinlich ist Holz das am häufigsten verwendete Baumaterial für Hochbeete. Es ist in Baumärkten, im Fachhandel oder auch in Forstbetrieben leicht zu beschaffen und hinsichtlich Transport und Verarbeitung sehr leicht zu handhaben. Außerdem ist Holz ein nachwachsender Rohstoff und als solcher ökologisch - vorausgesetzt, Sie kaufen keine mit giftigen Farben lasierten Bretter.

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Welche Holzarten eignen sich zum Hochbeetbau?

Sie haben die Auswahl zwischen Weich- und Harthölzern, die jede spezifische Vor- und Nachteile aufweisen. Weichhölzer wie beispielsweise Fichte, Kiefer, Douglasie oder Pappel ist in der Anschaffung meist ausgesprochen günstig. Dafür aber verrotten diese Holzarten insbesondere bei Kontakt mit feuchter Erde (wie es nun einmal in einem Hochbeet unvermeidbar ist) innerhalb weniger Jahre. Unbehandeltes Fichtenholz beispielsweise muss bereits nach etwa drei bis vier Jahren ersetzt werden. Sie können die Haltbarkeit jedoch durch Schutzmaßnahmen wie etwa das innenseitige Anbringen von Noppen- oder Teichfolie sowie eine Schutzlasur verlängern. Am widerstandsfähigsten gegenüber Feuchtigkeit und Verrottung ist jedoch Hartholz wie Lärche, Robinie, Schwarzkiefer oder Eiche. Allerdings haben diese Hölzer ihren Preis und sind damit in der Anschaffung deutlich teurer.

Imprägniertes Holz nur für Zierpflanzen-Hochbeete verwenden

Die Haltbarkeit insbesondere von Weichhölzern lässt sich durch eine Lasur oder Imprägnierung etwas verlängern. Diese jedoch eignen sich nur für Zierpflanzen-Hochbeete. Für Gemüse- und Kräuterhochbeete sollten Sie derart behandelte Materialien jedoch nicht benutzen, da die Chemikalien ins Erdreich und damit auch in die Gemüse und Früchte übergehen können. Stattdessen können Sie jedoch auf ungiftige technische Maßnahmen wie beispielsweise das Ausschlagen des Hochbeetes mit Folie, zurückgreifen.

Geeignete Materialien aus Holz

Neben verschiedenen Holzarten gibt es natürlich auch unterschiedliche Formen des Materials, die sich nicht nur im Preis, sondern auch in Praktikabilität und Optik stark unterscheiden. Durch die Verwendung differierender Materialien schaffen Sie eine abwechslungsreiche Gartengestaltung, die sowohl klassisch-elegant, aber auch sehr rustikal wirken kann.

Leimholzplatten

Hierbei handelt es sich um fertig zugesägte und glatt gehobelte Platten aus Fichten- oder Tannenholz, die für gewöhnlich zum Regalbau verwendet werden. Es gibt sie in unterschiedlichen Standardmaßen von 20, 30 und 40 Zentimeter Breite sowie 60, 80, 100 und 120 Zentimeter Länge. Damit eignen sie sich auch ohne große Zuschneidearbeiten ausgezeichnet für Hochbeete in unterschiedlichen Größen, die zudem mit wenigen Handgriffen fertiggestellt werden. Leider sind die daraus gebauten Hochbeetkästen nur wenige Jahre haltbar.

Bauholz und Bretter

Kanthölzer, Bretter und Dielen gibt es ebenfalls in vielen verschiedenen Maßen, wobei Sie sich diese im Baumarkt auf die gewünschten Längen passgenau zuschneiden lassen können. So lassen sich mit wenig Aufwand, schnell und preiswert Hochbeet-Varianten in unterschiedlichen Höhen und Breiten errichten. Besonders gut passen solche Hölzer in kleine Gärten, wo massiveres Material wie beispielsweise Palisaden, einfach zu wuchtig wirkt. Im Gegensatz zum Leimholz haben Sie bei Bauholz und Brettern die Auswahl zwischen verschiedenen Holzarten und können sich so für Ihr Wunschholz entscheiden.

Palisaden, Rundholz, Stangen

Wenn es etwas rustikaler sein soll, können Sie auch ungeschälte Fichtenrundhölzer oder -stangen für den Bau des Hochbeets verwenden. Hier ist allerdings etwas handwerkliches Geschick notwendig, denn diese Hölzer müssen in Blockbauweise aufeinandergesetzt werden. Dazu werden die Rundhölzer an den Ecken passgenau ausgekehlt, so dass stabile Verbindungen entstehen. Alternativ können Sie für ein niedriges Hochbeet aber auch einigermaßen gleich starke Rundhölzer zwischen seitlichen Haltepfosten positionieren. Die Haltepfosten sollten mindestens 25 Zentimeter tief im Boden versenkt werden, außerdem ist eine zusätzliche innenseitige Sicherung mittels Spanndraht sinnvoll. Einfacher lässt sich dagegen ein Hochbeet aus fertigen Palisadenwänden bauen, die entweder waagerecht oder senkrecht stehend als Wände verwendet werden können.

Paletten und Transportkisten

Besonders unkompliziert, schnell und günstig lassen sich Hochbeete aus Europaletten bauen, wobei diese in der Regel sogar länger haltbar sind als herkömmliche Leimhölzer bzw. Bretter aus Weichholz. Derartige Paletten bekommen Sie günstig beim Möbelhändler, in Handwerksbetrieben oder bei Firmen im Industriegebiet. Sie können Sie auch für ein kleines Geld im Baumarkt kaufen oder im Internet bestellen, denn die Firmen sind aufgrund der in den letzten Jahren stark gewachsenen Nachfrage nicht immer froh, die Paletten wieder loszuwerden. Europaletten erfreuen sich aufgrund ihrer vielseitigen Verwendbarkeit nämlich großer Beliebtheit. Aus hölzernen Transportkisten können Sie dagegen mobile Hochbeete gestalten, die sich wunderbar für den Balkon oder die Terrasse eignen und etwa mit Kräutern gut bepflanzt werden können.

Holz gegen Fäulnis und Pilzbefall effektiv schützen

Damit das verwendete Holz nicht schon nach zwei Wintern morsch wird und ersetzt werden muss, sollten Sie es vor Feuchtigkeit schützen. Dazu können Sie die Innenseite des Hochbeets mit Teich- oder Noppenfolie auskleiden. Diese wird mit Dachpappennägeln oder mit Hilfe eines Tackers am Rahmen befestigt, wobei Sie den Boden des Hochbeets natürlich frei lassen. Anderenfalls kann das Gieß- und Regenwasser nicht abfließen mit dem Ergebnis, dass das Hochbeet regelrecht in Staunässe ertrinkt.

Tipps

Besonders interessant wirkt ein niedriges Hochbeet aus so genannten „Rundlingen“, worunter ein mehrfach zerteilter, starker Baumstamm verstanden wird. Aufrecht stehend und mindestens 20 bis 30 Zentimeter tief eingegraben, geben sie eine stabile Hochbeeteinfassung ab, die gleichzeitig als Sitzgelegenheit genutzt werden kann.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: Bildagentur Zoonar GmbH/Shutterstock

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