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Niedrige Hochbeete sind z.B. dann sinnvoll, wenn man sie im Sitzen bearbeiten will

Wann sollte man ein Hochbeet eher niedrig halten?

Meist baut man ein Hochbeet so, dass man darin bequem im Stehen oder mit einer Stehhilfe arbeiten kann. Manche Menschen benötigen jedoch ein deutlich niedrigeres Hochbeet, beispielsweise weil sie im Rollstuhl sitzen oder eine geringe Körpergröße haben.

Höhe des Hochbeets hängt von der Körpergröße ab

Menschen haben sehr unterschiedliche Körpermaße, angefangen beim rund einen Meter hohen Kleinkind bis zu sehr groß gewachsenen Männern und Frauen. Daher sollte die Höhe eines Hochbeetes optimalerweise so geplant werden, dass der am häufigsten daran arbeitende Mensch bequem arbeiten kann. Dabei gilt die Faustregel, dass der obere Rand des Hochbeetes immer auf der Höhe des Beckenkamms ein, ergo bei rund 85 bis 100 Zentimetern.

Behalten Sie bei der Planung des Hochbeetes die Zukunft im Auge

Bedenken Sie beim Hochbeet auch, dass Sie – je nachdem, wie haltbar und stabil Sie Ihr Beet bauen – mit den Jahren wahrscheinlich kleiner werden und weniger gut stehen können. Für diesen Fall gibt es Konstruktionen, die sich leicht in der Höhe anpassen lassen und solche, die sich beliebig erweitern bzw. sogar abmontieren und an einer anderen Stelle wieder aufbauen lassen.

In welchen Fällen niedrige Hochbeete sinnvoll sein können

In manchen Fällen werden Hochbeete jedoch nicht in der üblichen Steh-Höhe errichtet, sondern deutlich niedriger. Hierfür gibt es verschiedene Gründe. Üblicherweise haben niedrigere Beete eine Höhe zwischen 50 und 65 Zentimetern, so dass die notwendigen Arbeiten sich bequem im Sitzen – beispielsweise von einer im Rand der Beetkonstruktion eingelassenen Sitzgelegenheit aus – erledigen lassen.

Niedrige Hochbeete als Gartenersatz

Manche Flächen eignen sich partout nicht zum Anbau von Gemüsen und / oder Zierflächen – sei es, weil der Boden zu schwer und lehmig bzw. aus anderen Gründen ungeeignet ist (beispielsweise zu feucht) oder weil Ihr Garten ein starkes Gefälle aufweist. In diesem Fall können niedrige Hochbeete dennoch ein Gärtnern ermöglichen, beispielsweise indem Sie sie als Kompostbeete anlegen, den Standort des Beetes alle ein bis zwei Jahre versetzen (und dabei neu auffüllen) und so selbst ganz nebenbei Ihren Garten allmählich mit selbst produziertem Humus aufwerten.

Niedrige Hochbeete für hohe Pflanzenkulturen

Auch eignen sich niedrige Hochbeete sehr gut für sehr hoch wachsende, aber pflegeintensive Pflanzenkulturen wie beispielsweise Stabtomaten, die Sie im Stehen rückenschonend gießen und beernten können. Nur die Bodenbereitung erledigen Sie im Sitzen. Auch Tischbeete sind üblicherweise mit einer Höhe zwischen rund 60 bis 70 Zentimetern deutlich niedriger als die klassischen Beete. Sie eignen sich besonders für Rollstuhlfahrer.

Tipps

Auch Hochbeete für Kinder sollten der Körpergröße des Kindes entsprechend niedriger gebaut werden. Hier eignen sich auch individuelle Formen wie beispielsweise Mini-Hochbeete in Obstkisten sehr gut.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: EQRoy/Shutterstock

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