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Ein fester Untergrund schützt das Hochbeet vor gefräßigen Eindringlingen

Beim Hochbeet kommt es auf die richtige Konstruktion an

Holz, Stein, Metall oder doch lieber Kunststoff? Für den Bau eines Hochbeetes kommen viele verschiedene Materialien in Frage. Einige davon sind sehr haltbar, andere wiederum müssen vor schädigenden äußeren Einflüssen geschützt werden. Mit einer durchdachten Konstruktion jedoch erhöhen Sie die Lebenserwartung eines Hochbeetes beträchtlich.

Holz immer vor Feuchtigkeit schützen

Holz etwa ist extrem empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und beginn schnell zu faulen, sobald sich einmal Nässe darin festgesetzt hat. Ein chemischer Holzschutz zur Prävention ist allerdings gerade für ein Gemüse-Hochbeet keine gute Idee – die darin enthaltenen Giftstoffe würden in die Nutzpflanzen und deren Früchte übergehen und somit von Ihnen verspeist werden. Besser ist es dagegen, auf diese Maßnahmen zurückzugreifen:

  • Verkleiden Sie das Innere eines hölzernen Hochbeets immer mit Noppen- oder Teilfolie.
  • Bauen Sie die Hochbeet-Wände leicht schräg und die Latten überlappend.
  • Dadurch kann Regenwasser schneller ablaufen – und Schnecken kommen dann auch nicht ins Beet.
  • Stellen Sie das Hochbeet nicht direkt auf die Erde – das Holz saugt sich mit Feuchtigkeit aus der Erde voll.
  • Stellen Sie die Eckpfosten bzw. Kanten lieber auf Pflastersteine o. ä.
  • Alternativ können Sie die Eckpfosten auch einbetonieren.
  • Die oberen Kanten sollten ebenfalls leicht abgeschrägt werden, damit Regenwasser ablaufen kann.

Die Wahl der richtigen Holzart

Auch die Wahl der richtigen Holzart kann die Lebensdauer des Hochbeets beträchtlich erhöhen. Harthölzer wie Eiche, Douglasie, Lärche etc. sind extrem robust und haben zudem die nützliche Eigenschaft, nur wenig Feuchtigkeit aus der Umgebung aufzunehmen.

Stein-Hochbeete: Trockenmauer oder gemörtelte Mauer?

Hochbeete aus Stein bestehen grundsätzlich schon einmal aus einem sehr robusten und langlebigen Material. Dennoch bedarf es hier einer sorgfältigen Konstruktion, damit Sie auch wirklich lange Freude an Ihrem Mini-Garten haben werden. So können Steinmauern etwa in Trockenbauweise (also ohne verbindenden Mörtel) als auch in Form einer gemörtelten Mauer errichtet werden. Insbesondere bei letzterem ist es wichtig, dass Sie keinerlei Lücken im Mörtel sowie in den verwendeten Steinen belassen: Hier kann Feuchtigkeit eindringen, die während der kalten Jahreszeit gefrieren und so den Stein allmählich zerstören kann.

Tipps

Kein noch so stabil konstruiertes Hochbeet bleibt lange bestehen, wenn der Untergrund nicht stimmt. Ein gutes, festes Fundament ist die Grundlage jeden langlebigen Hochbeets. Für Holzhochbeete genügen in der Regel feste, ebene (und gegebenenfalls mit Kies aufgeschüttete) Untergründe – Stein-Hochbeete benötigen dagegen oft ein betoniertes Fundament.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: Manfred Ruckszio/Shutterstock

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