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Hochbeet ohne Bodenkontakt: Möglichkeiten & Vorteile

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Hochbeete erfreuen sich großer Beliebtheit, doch nicht jeder Garten bietet die optimalen Bodenbedingungen. Hochbeete ohne Bodenkontakt stellen eine praktische Alternative dar und ermöglichen selbst auf schwierigem Untergrund erfolgreiches Gärtnern.

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Tischhochbeete sind praktisch und sehr attraktiv

Aufbau und Befüllung eines Hochbeets ohne Bodenkontakt

Wenn Sie ein Hochbeet ohne Bodenkontakt aufbauen möchten, gibt es einige Besonderheiten zu berücksichtigen. So stellen Sie sicher, dass die Pflanzen optimal wachsen und gedeihen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Hochbeeten, die direkt mit dem Gartenboden in Kontakt stehen, ersetzen Sie diesen bei der bodenlosen Variante durch eine spezielle Schichtung. Diese bietet Ihren Pflanzen alles, was sie benötigen.

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Für den Rahmen des Hochbeets eignen sich verschiedene Materialien wie Holz, Stein, Metall oder Kunststoff. Achten Sie darauf, dass die Konstruktion stabil ist und das Gewicht der Befüllung sicher tragen kann.

Die Befüllung erfolgt in mehreren Schichten, die aufeinander abgestimmt sind. Dies sorgt für eine gute Drainage und versorgt die Pflanzen mit allen notwendigen Nährstoffen:

  • Drainageschicht: Als unterste Schicht dient eine Lage aus Blähton, Tonscherben oder Kies. Diese ermöglicht den Wasserabfluss und beugt Staunässe vor.
  • Trenn- und Schutzschicht (optional): Eine Lage aus Laub oder zerkleinertem Baum- und Strauchschnitt kann als zusätzlicher Filter dienen. Sie verhindert, dass die darüberliegenden Schichten in die Drainage gelangen und diese verstopfen.
  • Nährstoffschicht: Halbreifer Kompost, vermischt mit Küchenabfällen wie Eierschalen oder Gemüseabfällen, bildet eine nährstoffreiche Umgebung. Dies fördert das Pflanzenwachstum und regt die Bodenaktivität an.
  • Pflanzschicht: Die oberste Schicht besteht aus spezieller Anzuchterde oder Mutterboden. Wählen Sie diese entsprechend den Bedürfnissen der Pflanzen aus, die Sie kultivieren möchten. Hier findet die Aussaat oder Pflanzung statt.

Die richtige Befüllung und eine sorgfältige Pflege sind entscheidend für den Erfolg Ihres Hochbeets ohne Bodenkontakt. Mit den beschriebenen Schichten schaffen Sie eine optimale Basis, sowohl für Zierpflanzen als auch für den Gemüseanbau.

Vorteile eines Hochbeets ohne Bodenkontakt

  • Rückenschonendes Arbeiten: Die erhöhte Position des Hochbeets erleichtert die Gartenarbeit und schont Ihren Rücken sowie Ihre Gelenke.
  • Optimierte Wachstumsbedingungen: Durch die Verrottung des organischen Materials in den unteren Schichten entsteht Wärme. Diese erwärmt die Erde im Hochbeet schneller und ermöglicht eine frühere Aussaat und Ernte.
  • Flexibilität bei der Standortwahl: Hochbeete ohne Bodenkontakt können auch auf befestigten Flächen wie Terrassen oder Balkonen aufgestellt werden. So können Sie auch ohne Garten erfolgreich gärtnern.
  • Schutz vor Schädlingen und Unkraut: Die erhöhte Position und die Möglichkeit, eine Barriere einzubauen, reduzieren den Befall durch Wühlmäuse und Unkraut.
  • Unabhängig von der Bodenqualität: Da das Hochbeet keine Verbindung zum Gartenboden hat, können Sie selbst auf schlechten oder kontaminierten Böden erfolgreich gärtnern.
  • Dichtere Bepflanzung und höhere Erträge: Die reichhaltige Nährstoffversorgung und die gute Bodenqualität ermöglichen eine dichtere Bepflanzung. Dies führt zu üppigeren Ernten.
  • Einfache Pflege und Wartung: Der gezielte Einsatz von Erde und Kompost erleichtert die Pflege und das Management des Hochbeets. Düngung und Wasserversorgung sind besser kontrollierbar.

Nachteile eines Hochbeets ohne Bodenkontakt

Hochbeete ohne Bodenkontakt bringen aufgrund ihrer Konstruktion auch einige Herausforderungen mit sich:

  • Erhöhter Wasserverbrauch: Diese Hochbeete neigen dazu, schneller auszutrocknen als Beete mit Bodenkontakt. Sie haben keine Verbindung zum Grundwasser und benötigen daher eine regelmäßige und ausreichende Bewässerung.
  • Aufwendige Nährstoffversorgung: Da die Pflanzen keinen direkten Zugang zu den Nährstoffen im Boden haben, muss die Nährstoffversorgung sorgfältig geplant und regelmäßig ergänzt werden. Dies kann durch Kompostierung und die Zugabe von organischem Material erfolgen.
  • Regelmäßiges Nachfüllen des Substrats: Das organische Material im Hochbeet verdichtet und zersetzt sich mit der Zeit. Um optimale Wachstumsbedingungen zu erhalten, ist ein jährliches Auffüllen des Beetes notwendig.
  • Anfangsinvestition und Materialaufwand: Die Anschaffung oder der Bau eines Hochbeets ohne Bodenkontakt sowie das Befüllen mit geeignetem Substrat kann zunächst teurer sein als die Anlage eines einfachen Beetes im Garten.
Bilder: OhSurat / Shutterstock