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Das Hochbeet sackt mit der Zeit ab und kann nachgefüllt werden

Absacktes Hochbeet nachfüllen – So geht’s

Da das Füllmaterial eines herkömmlichen Kompost-Hochbeetes im Laufe des Gartenjahres verrottet - also aus groben Materialien erst Kompost und später feine Komposterde wird - verliert das Beet durchschnittlich zwischen 20 und 30 Zentimeter Höhe. In der Folge steht das Gemüse anschließend so tief im Beetkasten, dass nicht mehr genug Licht und Luft darankommt. Üblicherweise wird zum rechtzeitigen Nachfüllen geraten.

Ist das Nachfüllen tatsächlich nötig?

So soll der Gärtner im Herbst frisches Kompostmaterial in das abgesackte Hochbeet einfüllen, so dass bis zum Frühjahr wieder der ursprüngliche Stand erreicht ist. Manche füllen auch einfach frische Komposterde aus dem Gartenfachmarkt oder dem eigenen Komposter nach. Tatsächlich ist diese Maßnahme jedoch nur aus ergonomischen Gründen – sprich: für die bequeme Arbeitshaltung am Hochbeet – sinnvoll. Für die Bepflanzung und die Pflanzen selbst ist das Nachfüllen jedoch nicht unbedingt notwendig – Nährstoffe sind in der komprimierten Füllung immer noch reichlich vorhanden.

Hochbeet nachfüllen – Schritt-für-Schritt Anleitung

Wenn Sie Ihr Hochbeet nachfüllen wollen, haben Sie zwei Möglichkeiten. Die einfache ist, fertige Komposterde zu nehmen und diese einfach als oberste Schicht auf dem Beet zu verteilen. Gängiger ist allerdings die folgende Methode, die nach dem Beräumen des Beetes im Herbst durchgeführt wird:

  • Schieben Sie mit einem Rechen die feine Pflanzerde auf dem Hochbeet beiseite.
  • Füllen Sie als darunter liegende Schicht kompostierbares Material ein.
  • Geeignet sind vor allem Grasschnitt, Rasensoden (umdrehen!), Stallmist (besonders Pferdemist) und grober Kompost.
  • Verteilen Sie darüber wieder die Pflanzerde und mulchen Sie das Beet, beispielsweise mit Laub.

So kann das Hochbeet bis zum Frühjahr ruhen und anschließend neu bepflanzt werden. Damit es über die Vegetationsperiode nicht zu sehr an Höhe verliert, sollten Sie es während der Sommermonate regelmäßig mulchen – so füllt es sich praktisch von selbst wieder nach.

Alternative zum Nachfüllen

Anstatt das Hochbeet alljährlich nachzufüllen, können Sie auch einfach den Dingen ihren Lauf lassen – und stattdessen den Hochbeetkasten so bauen, dass Sie bei Bedarf einfach von oben beginnend einzelne Holzlatten entfernen. Auf diese Weise passen Sie die Höhe des Hochbeets dessen Füllstand an. Besonders praktisch ist die Variante, einfach zwei solcher Hochbeet-Kästen nebeneinander zu stellen und abwechselnd zum Bepflanzen und Befüllen zu nutzen. So wird ein Kasten ein Jahr lang als Kompostierer genutzt, während der andere – gefüllte – bepflanzt wird. Im Folgejahr schließlich wird getauscht.

Tipps

Ganz gleich ob Sie das Hochbeet regelmäßig nachfüllen oder nicht: Alle vier bis fünf Jahre müssen ist der Inhalt vollständig kompostiert und Sie müssen es von Grund auf neu aufsetzen.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: Basti_Pictures/Shutterstock

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