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Kürbis wächst gut auf frischem Kompost

Ein Kompost-Hochbeet sinnvoll bauen und befüllen

Hochbeete sind besonders ertragreich (und natürlich praktisch), wenn Sie sie gleichzeitig zum Kompostieren nutzen. Dazu werden die Kästen nach dem so genannten Hügelbeetprinzip befüllt und nacheinander mit Gemüsen unterschiedlichen Nährstoffbedarfs bepflanzt.

So bauen Sie ein Kompost-Hochbeet

Da das Material in einem solchen Kompost-Hochbeet durch den Verrottungsprozeß stark zusammensackt, sollten Sie die Kästen am besten wie beschrieben konstruieren:

  • Verwenden Sie Bretter aus stabilen Harthölzern.
  • Ideal sind Eichen-, Douglasien- oder Lärchenholz.
  • Setzen Sie jeweils in die Ecken genutete Pfosten.
  • In diese passen Sie die haltbaren Bretter ein.
  • Diese sollten sich einzeln abnehmen lassen.
  • So lässt sich die Höhe der Seitenwände an die sich stetig verändernde Substrathöhe anpassen.
  • Es wird keine Folie im Inneren des Beetkastens eingesetzt.

Vergessen Sie nicht den Kaninchendraht am Boden!

Bei einem Hochbeet mit offenem Boden sollten Sie niemals den Kaninchendraht vergessen. Er muss an den Rändern hochgebogen und mit den untersten Brettern lückenlos mittels Krampen verbunden werden. Anderenfalls leben bald Wühlmäuse und Mäuse im Hochbeet und vergreifen sich an Ihren Pflanzen.

Kompost-Hochbeet nach dem Hügelbeetprinzip befüllen

Ganz „klassisch“ wird ein Hochbeet nach dem Hügelbeetprinzip mit eigenen Küchen- und Gartenabfällen gefüllt. Hierbei verrottet das gesamte Material innerhalb von wenigen Jahren so stark, dass die Pflanzen manchmal schon im zweiten Jahr tief im Kasten stehen und kaum noch Licht bekommen. Gleichzeitig verändert sich der Nährstoffgehalt von anfangs hoch über mittel bis schwach. Wie schnell die Rotte tatsächlich voranschreitet, hängt von Struktur, Mischung und Stickstoffgehalt der Ausgangsmaterialien ab. Sie sollten darauf achten, immer genügend Material zum Wiederauffüllen zur Verfügung zu haben.

Und so sehen die einzelnen Schichten eines „Hügelbeet“-Hochbeets aus:

  • zuunterst grober Holzabfall, dicht geschichtet und mit Häckselgut als Lückenfüller
  • darüber Zweige und grobes Häckselgut
  • als dritte Schicht angerottetes Laub oder verrotteter Stallmist oder umgedrehte Rasensoden
  • danach Grobkompost oder Rohkompost
  • als letzte, oberste Schicht schließlich Gartenerde oder Feinkompost

Fruchtfolge auf dem Kompost-Hochbeet

Kompost-Hochbeete werden in den ersten ein bis zwei Jahren (je nachdem, wie stark das Beet bereits zusammengesackt ist) zunächst mit Starkzehrern bepflanzt. Hierzu gehören Gemüsearten wie Kohl, Sellerie, Tomaten, Gurken, Porree, Kürbis, Zucchini oder auch Zuckermais. Ab dem zweiten bis dritten Jahr folgen dann Gemüsearten, die nicht mehr ganz so hungrig nach Nährstoffen sind. Optimal ist nun das Bepflanzen mit Mittelzehrern wie Mangold, Rote Bete, Salat, Kohlrabi, Chinakohl, Möhren, Zwiebeln und Knoblauch, Kartoffeln, Rettich, Pastinaken und Spinat. Ab dem dritten bis vierten Jahr ist das Kompost-Hochbeet schließlich perfekt für Schwachzehrer wie Feldsalat, Winterportulak, Rucola, Radieschen, Bohnen, Erbsen sowie Petersilie und anderen Küchenkräutern.

Tipps

Für eine gute Fruchtfolge wird jährlich auch die Pflanzenfamilie auf dem Beet gewechselt. Eine Gründüngung sowie eine Bodenabdeckung während der Wintermonate sind ebenfalls von Vorteil.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: Petra Schueller/Shutterstock

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