Hochbeet mit Komposterde – Tipps für die Befüllung

Mit einem Hochbeet gehören Rückenschmerzen nach der Pflanzenpflege endgültig der Vergangenheit an. Damit Gärtnern auf Tischhöhe zum Erfolgsprojekt wird, kommt es auf die richtige Füllung an. Komposterde nimmt dabei eine Schlüsselfunktion ein. Lesen Sie hier, wie Sie ein Hochbeet mustergültig befüllen.

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Komposterde ist ein wichtiger Bestandteil des Hochbeets

Hochbeet planvoll vorbereiten – so geht es

Fertig erworbene oder selbst hergestellte Komposterde entfaltet ihr volles Potenzial im Hochbeet, wenn wichtige Rahmenbedingungen herrschen. Es gilt, den wertvollen Humus vor Nässe und Fäulnis zu schützen. Fernerhin sollte gefräßigen Wühlmäusen der Zugang zum Hochbeet verwehrt werden. Nicht zuletzt ist es hilfreich für die spätere Befüllung, wenn Markierungen auf die Oberkante einer Schicht hinweisen. So bereiten Sie Ihr Hochbeet richtig vor:

  • Den Boden mit engmaschigem Wühlmausdraht auslegen
  • Wände des Hochbeets auskleiden mit Noppen- oder Teichfolie
  • Auf der Folie für jede Schicht der Befüllung eine Markierung anbringen

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Zum Schutz vor Witterungseinflüssen und für eine optische Note können Sie die Außenseiten der Hochbeet-Wände farbig lasieren. Greifen Sie bitte zu einem Produkt mit dem Umweltsiegel ‘Blauer Engel’, insbesondere dann, wenn Sie Gemüse und Kräuter anbauen.

Schicht für Schicht befüllen – Anleitung für Einsteiger

Die Füllung im Hochbeet folgt keinem fest zementierten Plan, sondern lässt dem Gärtner reichlich Spielraum für eigene Variationen. Folgende Zusammensetzung hat sich in der Gartenpraxis gut bewährt:

  • 1. Schicht (20 cm): grobe Materialien, wie Zweige, Äste, Wurzelstöcke
  • 2. Schicht (10-15 cm): gehäckselter Gehölzschnitt, Laub und Pflanzenreste
  • 3. Schicht (20 cm): halbreifer Kompost im frühen Rottestadium
  • 4. Schicht (30 cm): gesiebte, feinkrümelige Komposterde

Steigen Sie bitte nach jeder Schicht ins Hochbeet, um die Füllung festzutreten. Je verdichteter die unteren Lagen, desto weniger sackt später die Komposterde nach.

In den folgenden drei bis fünf Jahren verrottet das organische Material im unteren Bereich und verwandelt sich in Humus. Parallel zu diesem Prozess senkt sich die Beetoberfläche und erfordert regelmäßiges Nachfüllen mit gesiebter Komposterde.

Tipps

Im Hochbeet trocknet Komposterde rascher aus, als bei anderen Verwendungsvarianten. Kontrollieren Sie insbesondere zur Sommerzeit regelmäßig per Daumenprobe, wie es um den Feuchtigkeitsgehalt im Substrat bestellt ist. Bei angetrockneter Oberfläche gießen Sie die obere Erdschicht gleichmäßig mit feiner Brause.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Vintagepix/Shutterstock

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