hochbeet-staunaesse
Staunässe ist unbedingt zu vermeiden

Wie Sie Staunässe im Hochbeet vermeiden

Staunässe entsteht immer dann, wenn der Boden zu viel Wasser speichert und dieses nicht abfließen kann. Das kann beispielsweise durch zu starkes Gießen oder durch einen heftigen Regenguss der Fall sein. Die wenigsten Pflanzen vertragen dauerhaft hohe Feuchtigkeit, in der Folge faulen zunächst die Wurzeln bis schließlich die ganze Pflanze eingeht.

Ohne Drainage geht es nicht

Aus diesem Grund ist nicht nur im Hochbeet eine effektive Drainage unbedingt notwendig – funktioniert der Wasserabfluss nicht, steht das Beet bald buchstäblich unter Wasser. Um dies zu verhindern, muss überschüssiges Wasser immer nach außen abfließen können – auch auf den Beeten ohne Bodenkontakt, wie sie beispielsweise auf einem Balkon oder auf der Terrasse stehen. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Staunässe in Hochbeeten mit Bodenkontakt verhindern

Hochbeete mit Bodenkontakt sind üblicherweise unten offene Beete, die lediglich durch einen Wühlmausdraht von der Gartenerde getrennt sind. Diese Beete sind in puncto Wasserabfluss völlig unproblematisch, sofern es sich um ein gut geschichtetes Aufsetzhochbeet handelt. Ein solches Komposthochbeet bekommt als unterste Schicht eine dicke Drainageschicht, die auf keinen Fall verkleinert oder gar weggelassen werden sollte. Auch wenn Sie ein großes Hochbeet nicht als Kompostbeet aufsetzen, sondern nur mit Erde füllen wollen, ist die Drainage unerlässlich. Hierfür kommen als unterste Schichten ins Beet:

  • dicke Holzklötze oder Stammstücke
  • grob zerkleinerte Äste und Reisig
  • Holzhäckselgut

Diese Schicht sollte möglichst dick sein – umso besser funktioniert die Drainage. Statt Holz können Sie auch Steine verwenden, beispielsweise Kiesel oder zerlöcherte Betonsteine (so genannte Lochziegel).

Staunässe in Hochbeeten ohne Bodenkontakt verhindern

Problematischer ist die Drainage in Hochbeeten ohne Bodenkontakt, beispielsweise ein auf dem Balkon stehenden Tischbeet. Auch hier muss das Wasser nach außen ablaufen können, wofür es verschiedene Methoden gibt. Die wohl einfachste ist die Installation eines oder mehrerer Drainagerohren, die bereits in kleinen Größen (ab DIN 50) erhältlich sind. Das ablaufende Wasser kann beispielsweise in einem extra Gefäß aufgefangen werden, etwa in einem darunter stehenden Eimer. Ein Drainagefilterschlauch sorgt dafür, dass das Abflussloch nicht verschlämmt und damit verstopft. Für kleine Hochbeete gibt es noch diese Möglichkeit:

  • Stellen Sie in das Hochbeet eine oder mehrere durchlöcherte Kisten.
  • Je nach Größe des Kastens eignen sich Einkaufskörbe oder Waschkörbe sehr gut.
  • Befüllen Sie diese Körbe mit Drainagematerial und Erde.
  • Bepflanzen Sie sie.
  • Heben Sie die Körbe regelmäßig heraus, um überschüssiges Wasser zu entfernen.

Tipps

Das aufgefangene, überschüssige Wasser lässt sich prima als Düngemittel verwenden, da es die Nährstoffe aus dem Beet ausgeschwemmt hat.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: Carmina_Photography/Shutterstock

Beiträge aus dem Forum