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Welke und Triebsterben haben ähnliche Symptome

Auch die Welke bedroht den Buchsbaum

Schon im antiken Rom wurden Gartenbeete mit niedrigen Buchsbaumhecken eingefasst. Mit ihren Eroberungsfeldzügen verbreiteten die Römer den Buch schließlich in ganz Europa, von wo er verstärkt ab dem 16. Jahrhundert seinen Siegesfeldzug antrat. Seitdem ist das immergrüne Gehölz aus keinem Garten wegzudenken, wird allerdings seit einigen Jahren verstärkt durch pilzliche Erkrankungen wie etwa die Welke bedroht.

Verschiedene Formen der Welkekrankheit

Neben dem gefürchteten Triebsterben raffen auch Welkekrankheiten viele Buchsbäume dahin. Dabei ist das Schadbild oftmals sehr ähnlich zu dem des Triebsterbens und mit diesem leicht zu verwechseln, Erreger und Ursachen sind jedoch andere.

Phytophthora-Welke

Die Phytophthora-Welke zeichnet sich durch ein sehr schlechtes Wachstum erkrankter Pflanzen aus. Das Laub verfärbt sich hellgrün und rollt sich ein. Grund für dieses Schadbild ist eine Wurzelfäulnis, die durch Pilze aus der Phytophthora-Gruppe verursacht wird und fast ausschließlich in nassem Boden stehende Buchsbäume sowie auch andere Pflanzen befällt. Bei der Phytophthora-Welke handelt es sich um das charakteristische Schadbild eines infolge von Staunässe leidenden Buchsbaums.

Fusarium buxicola-Welke

Die Buchswelke, verursacht durch den Pilz Fusarium buxicola, führt wiederum vornehmlich an geschwächten Pflanzen zum Absterben von Blättern und Trieben. Dabei sind jedoch vielfach nur einzelne Partien der Pflanze betroffen.

Vorbeugung

Da pilzliche Erkrankungen sich nur schwer bekämpfen lassen und vor allem bei einem erst spät bemerkten Befall eine Rettung insbesondere bei der Phytophthora-Welke nicht mehr möglich ist, sollten Sie Ihr Augenmerk auf die Vorbeugung richten. Dafür geeignet sind etwa die folgenden Maßnahmen:

  • Sorgen Sie für einen humosen und gut durchlässigen Boden.
  • Liegt der pH-Wert unter sieben, sollten Sie diesen durch Aufkalken anheben.
  • Vermeiden Sie eine Stickstoffdüngung vermeiden.
  • Verwenden Sie bevorzugt organischen Dünger, beispielsweise Kompost.
  • Gießen Sie immer von unten.
  • Insbesondere bei warmer Witterung darf von oben keine Beregnung erfolgen.
  • Staunässe unbedingt vermeiden, etwa durch eine gute Drainage.
  • Schnittwerkzeug vor und nach jedem Gebrauch immer desinfizieren.
  • Niemals bei Regen schneiden.

Bekämpfung

Eine wirksame Bekämpfung der Welkekrankheiten ist umso erfolgreicher, je früher die Infektion entdeckt und behandelt wird. Dabei haben sich diese Maßnahmen als sinnvoll erwiesen:

  • Bei beginnendem Befall Buchsbaum kräftig bis ins gesunde Holz zurückschneiden.
  • Befallene Pflanzenteile unbedingt auch vom Boden aufsammeln und mit dem Hausmüll entsorgen.
  • Tauschen Sie die oberste Bodenschicht aus, da Pilzsporen hier mehrere Jahre überstehen können.
  • Roden Sie den befallenen Buchsbaum gegebenenfalls.
  • Wählen Sie in diesem Fall wegen erneuter Infektionsgefahr eine andere Pflanzenart.

Tipps

Manche Buchsbaumsorten sind gegenüber Welkeerregern weniger anfällig als andere. Auch ähnlich aussehende, aber weniger krankheitsanfällige Arten sind eine gute Alternative.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: Radovan1/Shutterstock

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