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Wollläuse hinterlassen weiße Flocken

Weiße Flocken am Buchsbaum oft Hinweis auf Schädlingsbefall

Der im Garten als Einfassung, Hecke oder Formgehölz immer noch beliebte Buchsbaum ist leider sehr anfällig für einen Befall durch Pilze oder tierische Schädlinge. Weiße Flocken auf den Blättern und Trieben etwa sind oft ein Hinweis auf saugende Schadinsekten wie den Buchsbaumblattsauger oder Wollläuse.

Buchsbaumblattsauger

Der Buchsbaumblattsauger, auch als Buchsbaumblattfloh bezeichnet, saugt vorzugsweise an den jungen Blättern, aber auch an frischen Trieben, wodurch verschiedene Deformationen entstehen. Ähnlich wie die ebenfalls Blattsaft saugenden Woll- und Schmierläuse scheiden die Schädlinge schützende Wachsfäden aus. Bei einem starkem Befall sind Blätter und Triebe zudem von einer klebrigen Honigtauschicht bedeckt, die wiederum mit dem schwärzlichen Rußtaupilz überzogen sein kann. Die erwachsenen Blattflöhe legen im Sommer ihre Eier auf dem Buchsbaum ab, aus denen anschließend die Larven schlüpfen. Diese überwintern schließlich im Larvenstadium direkt an der Pflanze.

Schadbild

Die Blätter an den jungen Trieben sind löffelartig bzw. blasig deformiert. Schauen Sie an den betroffenen Trieben genauer nach, sind dort weiße Flocken aus Wachswolle erkennbar. In diesen befinden sich die gelbbraunen, Blattläusen nicht unähnlichen Blattsauger. Bei einem starken Befall sind die Blätter zudem von klebrig-süßem Honigtau überzogen.

Bekämpfung

Bei einem starken Befall schneiden Sie im Sommer die Triebspitzen des Buchsbaums zurück. Gut für den Hobby- und Hausgarten geeignet sind Zudem Präparate auf der Basis von Neem oder Rapsöl, mit denen Sie die befallenen Pflanzen tropfnass einsprühen.

Woll- und Schmierläuse

Weiße, watteähnliche Gespinste an Blättern und Trieben sowie manchmal auch an den Wurzeln können aber auch von einem Befall durch Woll- und Schmierläusen herrühren. Die etwa drei bis sieben Millimeter langen Tiere laben sich ebenfalls am nährstoffreichen Blattsaft und können starke Schäden verursachen.

Schadbild

Bei den an Watte erinnernden Gebilden handelt es sich um Kokons, mit denen die Schädlinge sich vor Fressfeinden schützen. Ein Befall zeigt dich zunächst durch sich vergilbende und vertrocknende Blätter, die nach einiger Zeit oft abgeworfen werden. Triebe und Blätter verkümmern, zudem ist das Wachstum der Pflanze aufgrund des Nährstoffmangels gehemmt. Die weißen Bäusche mit den Tieren sitzen vor allem an den Blattunterseiten sowie in den Verzweigungen der Triebe und den Blattachseln.

Bekämpfung

Auch bei diesen Pflanzenläusen hilft ein kräftiges Abspritzen mit Neem- oder Rapsölpräparaten, wobei Sie derart behandelte Buchsbäume schattieren sollten. Die Kombination aus sonnigem Standort und einer Ölbehandlung kann sonst schnell zu unschönen Blattverbrennungen führen. Ist der Befall dagegen schon weit fortgeschritten, hilft oft nur noch die Gartenschere. Schneiden Sie betroffene Triebe und Blätter großzügig weg.

Tipps

Sind die weißen Flöckchen dagegen im Zuge des Frühjahrsaustriebs zu sehen und weitere Schäden am Buchsbaum nicht erkennbar, so handelt es sich keinesfalls um einen Schädlingsbefall. Stattdessen platzt nun die helle, schützende Wachsschicht von den neuen Trieb- und Blattknospen ab.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: Songkran Wannatat/Shutterstock

Beiträge aus dem Forum

  1. Maxi
    Geranien...
    Maxi
    Zierpflanzen
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