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Läuse befallen Buchsbäume gern

Läuse am Buchsbaum: Arten, Schadbilder und Gegenmaßnahmen

Pflanzensaft saugende Läuse wie beispielsweise Blattläuse oder Schildläuse sind an fast allen Pflanzen zu finden, so natürlich auch am Buchsbaum. Um gravierende Schäden zu vermeiden, sollten Sie schon bei den ersten Anzeichen geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen. Dabei ist nicht in jedem Fall die chemische Keule das erste Mittel der Wahl.

Blattläuse

Grüne Blattläuse befallen bevorzugt die weichen Triebspitzen des Buchsbaums, auf denen sie sich extrem rasant vermehren und innerhalb kürzester Zeit auch benachbarte Pflanzen besiedeln. Die Tiere sind weit sprungfähig und wandern so von einem Buchsbaum zum nächsten, wechseln allerdings in aller Regel nicht die Pflanzenart. Typische Merkmale eines Befalls mit der Buchsbaumblattlaus sind:

  • Insbesondere die Blätter an den Triebspitzen verformen sich löffelartig.
  • Triebspitzen können sich kohlkopfartig einrollen.
  • Weiße, flusige Punkte sind auf den Blättern zu erkennen.
  • Dabei handelt es sich um leicht ablösbare Wachswolle, die die Larven schützen soll.

Blattlauslarven schlüpfen zwischen April bis Mai und entwickeln sich innerhalb weniger Wochen zu erwachsenen Tieren. Diese wiederum legen im August neue Eier, die dann die nächste Generation für das kommende Jahr über den Winter schützen. Typische Begleiterscheinungen eines Blattlausbefalls sind beispielsweise:

  • durch Honigtau klebrige Blätter
  • vermehrtes Auftreten von Ameisen, die die Blattläuse aufgrund des Honigtaus regelrecht melken
  • mitunter schwarzer Belag auf den Blättern, wobei es sich um einen Rußtaupilz handelt

Blattläuse bekämpfen

Befallene Triebspitzen sollten bereits während der Zeit der Larvenentwicklung zwischen April und Mai abgeschnitten und mit dem Hausmüll entsorgt werden. Zudem gibt es eine Reihe von bewährten Hausmitteln, die effektiv gegen Blattläuse wirken. Sprühkuren mit abgekühltem schwarzen Tee oder einer Mischung als Vollmilch und Wasser sind bei einem weniger massiven Befall sinnvoll.

Schildläuse

Verfärben sich Blätter und Triebe des Buchsbaums braun und vertrocknen scheinbar ohne Grund, so sollten Sie einmal die Blattunterseiten einer genauen Untersuchung unterziehen: Sind hier längliche, kleine und dunkel gefärbte Höcker zu erkennen, handelt es sich um die Kommaschildlaus. Auch hier überwintern die Tiere als Ei an der Pflanze, um dann im folgenden Frühjahr als Larve zu schlüpfen. Als Bekämpfungsmaßnahmen haben sich ölhaltige Präparate auf der Basis von Neem oder Rapsöl bewährt.

Tipps

Zeigen sich im Wonnemonat Mai zahlreiche weiß gefärbte Flocken am Buchsbaum, so handelt es sich keineswegs um einen Schädling. Stattdessen werden Sie Zeuge eines völlig natürlichen Phänomens, bei dem die weiße, wachsartige Schutzhülle der frischen Blättchen im Zuge des Austriebs abgeworfen wird. Gegenmaßnahmen sind keine erforderlich.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: schankz/Shutterstock

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