Kann man Blumenerde für Kräuter benutzen?

Frische Kräuter sind in der Küche immer willkommen. Schön, wenn man sie im eigenen Garten oder im Blumenkasten bzw. Blumentopf auf dem Balkon anbauen kann. Bei der Kultivierung stellt sich die Frage, ob Blumenerde geeignet ist oder ob man auf eine spezielle Kräutererde ausweicht.

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Reine Blumenerde ist nichts für Kräuter

Bodenansprüche der Kräuter

Je nachdem, um welche Kräuter es sich handelt, variieren auch die Ansprüche an Nährstoffen, Wasser und Bodenbeschaffenheit.
Während mediterrane Kräuter, wie zum Beispiel Rosmarin und Thymian, eher einen trockenen und sandigen Boden bevorzugen, mögen Petersilie, Schnittlauch und Pfefferminze gern einen nährstoffreichen, mit Kompost gemischten Boden.
Im Allgemeinen sollte der Boden für alle Kräuter locker und durchlässig sein, Staunässe vertragen die zarten Kräuter nicht. Der Bedarf an Dünger und an Licht variiert ebenfalls. Hier sollte man sich genau informieren, welche Bedürfnisse die verschiedenen Kräuter haben.

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Gründe für das Vermeiden von reiner Blumenerde

Blumenerde ist speziell für Zimmer-, Topf-, Balkon- und Terrassenpflanzen zusammen gestellt. Sie enthält Stickstoff, Phosphate und Schwefel in höherer Konzentration, dafür aber weniger Kalium als normale Gartenerde. Wichtige Bestandteile sind Torf oder Humus, Faserstoffe und Tongranulat. Kräuter gedeihen nicht gut in reiner Blumenerde weil

  • sie zu dicht und zu humusreich ist
  • sie weniger Wasser durchlässt als Gartenboden
  • es schnell zu Staunässe kommen kann
  • sich durch die höhere Feuchtigkeit schnell Schimmel bilden kann
  • durch Düngerdepots der Nährstoffgehalt zu hoch ist
  • es durch zu viele Nährstoffe zu Wachstumsstörungen bei den Kräutern kommen kann, beispielsweise gelbe Blätter bei Kalziumüberschuss

Die richtige Erde für die Kultivierung von Kräutern

Die einfachste Art, die passende Kräutererde zu finden, ist der Weg in den Gartenfachmarkt. Hier werden die unterschiedlichsten Spezialerden angeboten.

Man kann seine Kräutererde jedoch selber mischen. Die Grundlage bildet tatsächlich Blumenerde, die, je nach Kräuterart, mit Sand oder Splitt (12,80€ bei Amazon*) gemischt wird. Dies ergibt eine lockerere Erde mit einem passendem Nährstoffgehalt und einer geeigneten Durchlässigkeit.

Das Mischungsverhältnis der Zutaten richtet sich nach den Ansprüchen der Kräuter.
Auch normale Gartenerde kann verwendet werden, wenn sie mit Kompost, Sand und Granulaten zur Bodenverbesserung aufgebessert wird.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Raimunda-losantos/Shutterstock

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