Was ist besser für das Gemüse: Blumenerde oder Pflanzerde?

Im Gartenfachhandel, aber auch beim Discounter, werden Blumenerde und Pflanzerde angeboten. Die Produkte sind meist ausreichend mit einem Nährstoffdepot versehen und qualitativ akzeptabel. Für die optimale Verwendung beider Erden, muss man wissen, was drin ist.

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Pflanzerde wird sowohl für Jungpflanzen als auch für größere Gemüsepflanzen verwendet

Die Blumenerde

Blumenerde enthält wertvolle Inhaltsstoffe und ist für die Topfpflanzen im Zimmer, auf Balkon und Terrasse geeignet. Neben Torf enthält Blumenerde

  • Kalk
  • Kompost
  • Holz- oder Kokosfasern
  • NPK-Dünger (Stickstoff N, Phosphat P und Kalium K

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möglich ist auch

  • Perlite (9,00€ bei Amazon*) (vulkanisches Glas) zur Wasserspeicherung
  • Tongranulat zur Wasserspeicherung

Die Pflanzerde

Hier handelt es sich um ein humusreiches Substrat, welches industriell hergestellt wird. Man nutzt es allgemein für den Garten, aber auch für Treibhäuser, Hochbeete und Kübelpflanzungen.
Es werden Jungpflanzen und ausgewachsene Pflanzen darin kultiviert. Daher muss die Zusammensetzung der Pflanzerde genug Nährstoffe bieten, zum Beispiel:

  • Humus, in der Regel Rindenhumus
  • Kompost
  • Kokosfasern oder
  • Holzfasern
  • Algen
  • Guano (13,00€ bei Amazon*) als Dünger
  • Torf
  • Langzeitdünger

Unterschiede zwischen Blumenerde und Pflanzerde

Zum größten Teil ist die Zusammensetzung der beiden Erden identisch. Allerdings gibt es kleine Unterschiede, die, je nach kultivierter Pflanze, relevant werden.

Dünger

Die Pflanzerde weist weniger Stickstoff, Phosphat und Schwefel auf, dafür mehr Kalium. Bei der Blumenerde ist weniger Kalium enthalten, dafür mehr Stickstoff, Phosphat und Schwefel. Der Anteil an Magnesium ist in beiden Erden gleich.

Ton

Dieser ist nur in der Blumenerde in Form von Granulat enthalten. Dadurch ist eine optimale Wasserspeicherung gegeben. Dies ist gerade bei Topfpflanzen wichtig.

Der pH-Wert

Die Blumenerde weist einen pH-Wert von 6,1 auf, bei der Pflanzerde liegt er zwischen 6,4 und 6,5

Weitere Eigenschaften

Die Blumenerde muss strukturstabil sein, da sie den Topfpflanzen einen Halt geben muss. In ihr können sich gut Mikroorganismen entwickeln, die die Topfpflanzen zum guten Gedeihen benötigen. Blumenerde speichert Wasser und Sauerstoff.
Die Pflanzerde lockert den Gartenboden, sie profitiert von der natürlichen Struktur des Gartenbodens.

Blumenerde oder doch Pflanzerde für den Gemüseanbau?

Beide Erden sind hochwertig und lassen die in ihnen kultivierten Blumen- oder Gemüsepflanzen gut gedeihen. Aufgrund der Unterschiede kann Blumenerde individuell aufgebessert werden, wenn der genaue Nährstoffbedarf einer Pflanze bekannt ist.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Alexander Raths/Shutterstock
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