Der Unterschied zwischen Blumen- und Pflanzerde

Im Gartenfachmarkt oder auch beim Discounter werden Blumenerde und Pflanzerde als gesonderte Produkte angeboten. Beide sollen für die Balkonbepflanzung, aber auch für das Gartenbeet geeignet sein. Um die Erde richtig einsetzen zu können, muss man die Unterschiede zwischen beiden Erden kennen.

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Pflanzerde und Blumenerde sind beinahe identisch

Die Blumenerde

Da die Inhaltsstoffe in der Blumenerde meist hochwertiger sind als in der Pflanzerde, sind die Preise für Blumenerde etwas höher. Dazu kommt es immer darauf an, ob es sich um einen Markenartikel oder um ein No-name Produkt handelt.
Die Blumenerde ist auf den Bedarf von Topfblumen, Kübel- oder Balkonbepflanzungen angepasst.
Sie enthält unter anderem:

  • Torf, bei torffreier Erde ist es Rindenhumus oder Faserstoffe aus Holz bzw. Kokos
  • Kompost
  • Tongranulat, dient der Wasserspeicherung
  • Perlite (31,71€ bei Amazon*) (aus vulkanischem Glas), ebenfalls für die Wasserspeicherung
  • Quarzsand (15,15€ bei Amazon*) macht die Erde durchlässig, sodass überschüssiges Wasser abfließen kann
  • Kalk zur Regelung des pH-Werts
  • NPK-Dünger, ein anfängliches Düngerdepot aus Stickstoff N, Phosphor P, Kalium K

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Die Pflanzerde

Diese Erde ist beinahe ebenso aufgebaut, wie die Blumenerde. Sie besteht aus

  • organischen Bestandteilen, wie Torf oder Humus
  • Kompost
  • mineralischen Zusätzen wie Sand oder Ton
  • Kalk für den pH-Wert
  • wenig Düngestoffen
  • Faserstoffen

Pflanzerde kann im Garten überall eingesetzt werden. Soll sie für spezielle Pflanzen verwendet werden, können noch besondere Zusätze hinzu gegeben werden.

Die wichtigsten Unterschiede

Auf den ersten Blick gibt es zwischen beiden Erden nur wenige Unterschiede. Ihre Zusammensetzung variiert jedoch. Pflanzerde enthält weniger Schwefel, Phosphat und Stickstoff als Blumenerde, dafür aber mehr Kalium.

In Blumenerde kultivierte Blumen haben nur einen begrenzten Raum für ihre Wurzeln. Damit immer ausreichend Wasser vorhanden ist, muss die Blumenerde Wasser über längere Zeit speichern und enthält daher Tongranulat oder Perlite. Pflanzerde lockert die normale Gartenerde auf. Die in ihr kultivierten Pflanzen nutzen die Struktur des Gartenbodens, um fest anzuwurzeln.
Blumenerde muss strukturstabil sein, damit die Blumen ausreichend Halt finden und nicht beim leisesten Windstoß umfallen.

Pflanzerde enthält nur wenig Düngestoffe und wird bei Neupflanzungen genutzt. Sie verbessert die Bodenbeschaffenheit. Die kultivierten Pflanzen holen sich ihre Nährstoffe aus dem umliegenden Boden.
Blumenerde ist mit einen Düngedepot versehen, welches die Pflanzen für die ersten Wochen versorgt. Später muss dann nachgedüngt werden.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: TD Dolci/Shutterstock

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