Pflanzerde für Gemüse – Was gehört hinein?

Im Gemüsegarten bringt die richtige Pflanzerde Schwung ins Wachstum und garantiert für eine reiche Ernte. Reine Komposterde ist für diesen Zweck ebenso wenig geeignet, wie kostspielige Blumenerde. Wie sich gute Pflanzerde für Gemüse zusammensetzt, bringt dieser Ratgeber auf den Punkt.

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Die Nährstoffansprüche variieren von Gemüse zu Gemüse

Die richtige Mischung macht den Unterschied

Fragen Sie einen erfahrenen Gemüsegärtner nach seinem Erfolgsgeheimnis, nennt er zuerst die Qualität seiner Pflanzerde. Gemüsepflanzen benötigen eine nährstoffreiche, gut durchlässige Erde, prall gefüllt mit emsigen Mikroorganismen. Folgende Mischung hat sich im privaten Gemüsegarten ausgezeichnet bewährt:

  • Gartenerde, auch bekannt unter der Bezeichnung Mutterboden
  • Reifer Kompost aus eigener Herstellung
  • Zuschlagstoffe, abgestimmt auf die lokalen Rahmenbedingungen

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Wertvoller Mutterboden bildet das Fundament für jeden Zier- und Gemüsegarten. Zumeist wird die Gartenerde nach einem Neubau oder im Rahmen der Gartengestaltung aufgefüllt. Mit reifer Komposterde reichern Sie vorhandene Gartenerde an mit allen wichtigen Nährstoffen, die sich Gemüsepflanzen wünschen. Stark lehm- oder tonhaltigem Mutterboden verleihen Sie mit Sand oder feinkörnigem Splitt (16,99€ bei Amazon*) als Zuschlagstoffe die nötige Durchlässigkeit.

Kokoserde als Torfersatz

Auf dem Vormarsch als ökologisch sinnvolle Zugabe für Gemüseerde ist Kokoserde als Torfersatz. Gute Pflanzerde für Gemüse sollte sich mit Gieß- oder Regenwasser vollsaugen, wie ein Schwamm. Anschließend wird die Feuchtigkeit sukzessive an die Wurzeln abgegeben, ohne dass Staunässe entsteht. Viele Jahrzehnte lang erfüllte Torf diese Aufgabe als Hauptbestandteil von Blumen- und Pflanzenerden.

Naturnahe, umweltbewusste Hobbygärtner haben Torf aus ihrem Gemüsegarten verbannt, weil für den Abbau lebende Moorflächen vernichtet werden. Längst hat sich herausgestellt, dass die Schalenfasern von Kokosnüssen die Funktionen von Torf ebenso gut erfüllen.

Kokoserde erhalten Sie im Handel in gepresster Ziegelform. Einen Humusziegel lösen Sie in handwarmem Wasser auf. Da die Kokosfasern keine Nährstoffe enthalten, düngen Sie das Wasser auf mit einem flüssigen Gemüsedünger.(32,40€ bei Amazon*) Die Kokoserde vermischen Sie zu gleichen Teilen mit Gartenerde und Kompost – fertig ist die perfekte Pflanzerde für Ihr Gemüse.

Tipps

Wenn Sie für Ihre wertvollen Erdbeerpflanzen das Beet bereiten, lassen Sie selbst hergestellten Gartenkompost bitte links liegen. Im Rahmen der Rotte haben sich reichlich Salz und Kalk angesammelt, was Ihren Erdbeeren so gar nicht behagt. Gute Pflanzerde für Erdbeeren setzt zusammen aus Gartenerde, Laubkompost oder Rindenhumus sowie einigen Handvoll Hornmehl.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: sanddebeautheil/Shutterstock

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