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Je nach Sorte variiert die Blüte des Ahorns

Wie blüht ein Ahorn? – Infos rund um die Blütezeit

Die hohe Wertschätzung von Ahorn-Arten als Haus- und Alleenbäume oder Heckensträucher basiert vornehmlich auf der furiosen Herbstfärbung ihrer formschönen Blätter. Weniger bekannt ist, was sich in den Baumkronen zur Blütezeit ereignet. Diese Infos machen Sie mit interessanten Details zur Ahorn-Blüte vertraut.

Ahorn-Blüte – dezente Schönheit im Frühling

Wer als naturverbundener Gärtner die Schönheit im Detail sucht, wird beim Ahorn-Baum fündig. Längst bevor das herbstliche Farbspektakel der Blätter beginnt, erscheinen duftende Blüten. Ihr dezentes Erscheinungsbild täuscht darüber hinweg, dass Ahornblüten zu den wertvollen Nektar- und Pollenquellen im Garten zählen. So blühen die beliebtesten Ahorn-Arten:

  • Spitzahorn (Acer platanoides): im April mit gelblich-grünen, endständigen Rispen vor den Blättern
  • Bergahorn (Acer pseudoplatanus): im April und Mai mit gelb-grünen Blütentrauben, zeitgleich oder nach dem Laubaustrieb
  • Feldahorn (Acer campestre): im Mai mit 10-20-blütigen gelblichen Rispen gleichzeitig im den Blättern

In Europa eingewanderte Ahorn-Arten legen ein auffälligeres Blütenkleid an. Feuerahorn (Acer ginnala) punktet im Mai mit weiß-gelben, 4 bis 6 cm breiten Schirmtrauben, die verführerisch duften. Asiatischer Schlitzahorn (Acer palmatum) und seine prächtigen Sorten begeistern im Mai und Juni mit 6-8 mm breiten Blüten in Trugdolden. Schön anzusehen sind die Kontraste zwischen cremefarbenen Kronblättern und den rötlichen Kelchblättern.

Rot- und Silberahorn läuten die Blütezeit ein

Wenn heimische Ahorn-Arten noch im Winterschlaf verharren, sprießen am nordamerikanischen Silberahorn (Acer saccharinum) bereits die ersten gelblich-grünen bis leicht rötlichen Blüten. Kurze Zeit später legt Rotahorn (Acer rubrum) sein dunkelrotes Blütengewand an. Die Blüten versammeln sich in dichten Büscheln seitenständig an den Ästen, sehr zur Freude der ersten Insekten.

Tipps

Sind die hübschen, duftenden Blüten von Bergahorn (Acer pseudoplatanus) bestäubt und verwelkt, wird es gefährlich für Pferde und Esel. Die geflügelten Früchte enthalten das tödliche Nervengift Hypoglycin A. Wissenschaftler der Universität Utrecht konnten nachweisen, dass die gefürchtete Weidenmyopathie auf den Verzehr von Bergahorn-Samen zurückzuführen ist.

Text: Paula Jansen Artikelbild: Kat Dove/Shutterstock

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