Staudenbeet anlegen – Anleitung und Ideen für ein Blütenmärchen

Stimmungsvolles Kolorit im Staudenbeet ist das Resultat sorgfältiger Planung und Vorbereitung. Lesen Sie in diesem Ratgeber, wie Sie ein prachtvoll blühendes Beet mit Stauden gekonnt planen und richtig anlegen. Praxiserprobte Pflanzpläne laden zum Nachpflanzen ein mit vielen Tipps & Tricks für ein Staudenbeet im Sonntagsgewand.

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Farben, Größe, Blütezeit und anderes sollte beim Anlegen eines Staudenbeetes bedacht werden

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein ganzjährig schönes Staudenbeet vereint im Pflanzplan 10-15 % Leitstauden, 30-40 % Begleitstauden und 50-60 % Füllstauden.
  • Die 4 wichtigsten Schritte für ein malerisches Staudenbeet sind Vorbereitung, Bodenverbesserung, Stauden-Pflanzung und erste Pflege.
  • Im Herbst ist der beste Zeitpunkt, wenn Hobbygärtner ein Staudenbeet anlegen wollen mit Gelinggarantie.

Staudenbeet planen und gestalten – Vorschläge für den Pflanzplan

Virtuose Stauden-Komposition und nüchterne Zahlen-Akrobatik stellen die Weichen für ein verschwenderisch blühendes Beet. Statt wahllos Lieblingsstauden zu platzieren, gibt eine durchdachte Zusammenstellung aus Leitstauden, Begleitstauden und Füllstauden die gestalterische Richtung vor. Die Wuchshöhe ist maßgebliches Kriterium für die Funktion. Leitstauden thronen erhobenen Blütenhauptes über dem Beet. In der mittleren Ebene erstrahlen Begleitstauden. Blühende Bodendecker sorgen für Fülle, kaschieren Lücken und kleine Mängel. So planen Sie das perfekte Staudenbeet:

  1. Beetfläche ausmessen
  2. Abmessungen in einen Plan einzeichnen
  3. 10-15 % Leitstauden als Kulisse und zentrale Blickfänger einplanen
  4. 30-40 % Begleitstauden in kleinen Tuffs und gleichmäßig verteilt platzieren
  5. 50-60 % Füllstauden am Beetrand und als Lückenfüller im Plan disponieren

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Die Kombination von verschiedenen großen Stauden ist wichtig für ein schönes Ergebnis

Beziehen Sie in Ihre Überlegungen die lokalen Standortbedingungen sowie die Farbauswahl mit ein. Darf es ein buntes Blütenfeuerwerk sein? Liebäugeln Sie mit einer edlen blau-weiß-grünen Beetgestaltung oder einem romantischen rosa-roten Blütentraum? Die schönsten Stauden-Arten sind als prächtige Sorten in mannigfaltigen Farbvariationen erhältlich. Idealerweise begeben Sie sich mit Ihrem Plan in die Mitte der Beetfläche und lassen Ihre Ideen einfach sprudeln. Zu Ihrer Inspiration nennt folgende Tabelle empfehlenswerte Leit-, Begleit- und Füllstauden für alle Lichtverhältnisse beim Namen:

SonnigPflanzennamehalbschattigPflanzennameschattigPflanzenname
Leitstaude+ Rittersporn (Delphinium)Leitstaude+ Riesen-Lilie (Cardiocrinum giganteum)Leitstaude+ Salomonsiegel (Polygonatum biflorum)
 + Stockrose (Alcea) + Pracht-Spiere (Astilbe) + Wald-Geißbart (Aruncus dioicus)
 + Steppenkerze (Eremurus) + Freiland-Fuchsie (Fuchsia) + Eisenhut (Aconitum napellus)
 + Sonnenbraut (Helenium) + Purpur-Greiskraut (Ligularia dentata + Silberkerze (Cimicifuga simplex)
 + Sonnenhut (Rudbeckia) + Lanzen-Silberkerze (Cimicifuga racemosa) + Großblättrige Funkie (Hosta)
Begleitstaude+ Storchschnabel (Geranium)Begleitstaude+ Japan-Anemone (Anemone japonica)Begleitstaude+ Turiner Meister (Asperula taurina)
 + Kokardenblume (Gaillardia) + Schlüsselblume (Primula) + Farn-Lerchensporn (Corydalis cheilanthifolia)
 + Glockenblume (Campanula glomerata) + Becherglocke (Adenophora + Bergwald-Storchschnabel (Geranium nodosum)
 + Flammenblume (Phlox) + Begonie (Begonia) + Waldmohn (Hylomecon)
 + Spornblume (Centranthus ruber) + Tränendes Herz (Dicentra spectabilis) + Johanniskraut (Hypericum androsaemum)
Füllstaude+ Steppen-Salbei (Salvia)Füllstaude+ Lerchensporn (Corydalis)Füllstaude+ Wald-Schlüsselblume (Primula elatior)
 + Lavendel (Lavandula) + Zwerg-Herzblume (Dicentra formosa) + Gold-Erdbeere (Waldsteinia ternata)
 + Feld-Thymian (Thymus serpyllum + Elfenblume (Epimedium diphyllum) + Immergrün (Vinca major)
 + Blaukissen (Aubrieta) + Busch-Windröschen (Anemone nemorosa) + Schaumblüte (Tiarella cordifolia)
 + Skabiose (Scabiosa) + Gedenkemein (Omphalodes verna) + Teppichbeere (Gaultheria procumbens)

Ein Garten ohne Staudenbeet ist ein Irrtum. (Karl Foerster, 1874-1970, begnadeter Staudengärtner)

Bester Zeitpunkt ist im Herbst

Beste Pflanzzeit für ein Staudenbeet ist im Herbst. Die Monate September und Oktober drängen sich förmlich auf für Bodenvorbereitung und Pflanzung, weil zu dieser Jahreszeit die Erde tiefgründig erwärmt und voller Leben ist. Stauden erhalten vortreffliche Rahmenbedingungen im humosen Gartenboden und starten in die nächste Frühjahrssaison mit einem vitalen Wachstumsvorsprung.

Wer den idealen Zeitpunkt versäumt, muss sich nicht grämen. Im Frühling öffnet sich ein zweites Zeitfenster während der Monate März und April. Um den Wachstumsvorsprung im Herbst gepflanzter Stauden auszugleichen, ziehen Sie Ihre Lieblingsstauden ab Februar auf der hellen Fensterbank einfach vor.

Staudenbeet anlegen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

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Ein guter Plan ist das A und O beim Anlegen vom Staudenbeet

Einmal angelegt, müssen Sie ein Staudenbeet nicht jedes Jahr erneut bepflanzen. Stauden sind winterhart und wiederholen ihr Blütenfestival alljährlich wie von Zauberhand. Schlüssel zum gärtnerischen Erfolg ist eine sachkundige Bodenbearbeitung und Pflanztechnik. Folgende Anleitung erklärt, wie Sie in 4 einfachen Schritten ein Staudenbeet richtig anlegen und den floralen Protagonisten den Standort schmackhaft machen:

Vorbereitung

Im ersten Schritt auf dem Weg zum neuen Staudenbeet entfernen Sie bitte sämtliches Unkraut, graben den Boden um und markieren die Pflanzfläche. So machen Sie es richtig:

  1. Unkraut jäten
  2. Äste und Steine entfernen
  3. Beeterde spatentief umgraben
  4. idealerweise ausgehobene Gartenerde sieben
  5. Erde glattziehen mit einem Rechen
  6. Beetfläche gemäß Plan mit Kreide oder Sand markieren

Am Ende der Vorbereitungsarbeiten ist ein guter Zeitpunkt, um eine geplante Einfassung zu setzen aus Randsteinen oder in Form eines niedrigen Flechtzaunes. Modern gelingt es als Beetumrandung aus Cortenstahl oder Edelstahl.

Bodenverbesserung

Ausgelaugter Gartenerde hauchen Sie neues Leben ein mit einer natürlichen, organischen Bodenverbesserung. Klar im Vorteil sind naturnahe Hobbygärtner mit eigenem Kompost. Pro Quadratmeter Beetfläche arbeiten Sie 20 bis 30 Liter reife, feinkrümelige Komposterde ein. Alternativ kommt der Oscorna Bodenaktivator zum Einsatz in einer sparsamen Dosierung von 100 bis 150 Gramm je Quadratmeter. Im Anschluss an die Frischekur wird die Staudenbeetfläche mit feiner Brause gewässert.

Stauden pflanzen

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Die Pflanzen kommen direkt vom Topf ins Beet

Im dritten Schritt der Staudenbeet-Anlage stellen Sie alle Pflanzen (noch im Topf) griffbereit auf und nehmen Ihren Plan zur Hand. Positionieren Sie jede Staude am vorgesehenen Standort im Beet. Treten Sie nunmehr zurück und lassen das Bild auf sich wirken. Jonglieren Sie mit den Aufstellpositionen unter Beachtung des jeweiligen Pflanzabstandes, bis Sie vollkommen zufrieden sind mit dem Arrangement. So pflanzen Sie Stauden mit gärtnerischem Sachverstand:

  1. eingetopften Wurzelballen in Wasser stellen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen
  2. derweil das Pflanzloch ausheben mit dem doppelten Volumen des Wurzelballens
  3. wassergetränkten Wurzelballen austopfen und mittig in der Grube aufstellen
  4. Staude mit einer Hand senkrecht ausrichten und stabilisieren
  5. mit der anderen Hand Erde auffüllen (wichtig: bisherige Pflanztiefe beibehalten)

Mit beiden Händen drücken Sie die Beeterde fest an für einen guten Bodenschluss des eingepflanzten Wurzelballens. Gießen Sie jede Staude großzügig bemessen an, vorzugsweise mit gesammeltem Regenwasser.

Erste Pflege

Kritischste Phase im neu angelegten Staudenbeet sind die ersten Tage und Wochen. Je trockener die Witterung, desto größer die Gefahr von Trockenstress. Wassermangel ist die häufigste Ursache, wenn neue Stauden im Beet nicht verwurzeln und eingehen. Zum Schutz vor unangekündigtem Kälteeinbruch im Herbst oder Frühling hilft eine wärmende Mulchdecke auf der Wurzelscheibe. Folgende Tipps fassen zusammen, mit welcher Pflege Sie jungen Stauden den Weg ins Leben ebnen:

  • bei ausbleibendem Regen neu angelegtes Staudenbeet alle 1 bis 2 Tage gießen
  • bitte beachten: im Winter ohne Schnee und Regen weiterhin gießen an milden Tagen
  • regelmäßig harken und Unkraut jäten (mindestens zweimal pro Woche)
  • mulchen mit Laub, getrocknetem Grasschnitt oder Rindenmulch

Heimische Stauden sind zwar winterhart. Allerdings müssen sich die Pflanzen diese Winterhärte zunächst erarbeiten. Eine schützende Mulchschicht ist den Pflanzen im ersten Jahr herzlich willkommen, bis sich ein stabiles, frostfestes Wurzelsystem entwickelt hat.

Exkurs

Staudenbeet als Bienenweide planen

Im Naturgarten ist das blütenreiche Staudenbeet ein beliebtes Ausflugsziel für emsige Bienen, brummende Hummeln und flatternde Schmetterlinge. Mit dem richtigen Pflanzplan als Bienenweide erwartet die fleißigen Insekten hier ein reich gedeckter Tisch. Aus diesem Grunde geben naturnahe Hobbygärtner grundsätzlich Stauden mit einfachen Blüten den Vorrang. Die Aufgabe als Füllstauden übernehmen mehrjährige Saatmischungen, wie die bewährte Kiepenkerl Bienenweide für Sonne bis Halbschatten. Dem spricht nicht entgegen, auf die viel gelobte, einjährige Veitshöchheimer Bienenweide-Saatmischung zurückzugreifen, die es wahlweise für sonnige, halbschattige und schattige Lagen zu kaufen gibt und einfach jedes Jahr neu ausgesät wird zwischen den mehrjährigen Stauden.

Staudenbeet Pflanzplan für Anfänger – einfach und ganzjährig schön

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Phlox ist eine schöne Wahl für das Staudenbeet

Nur Mut, liebe Anfänger unter den Hobbygärtnern. Mit dem richtigen Pflanzplan gelingt Ihnen ein Staudenbeet, das ganzjährig mit immer neuem Blütenschmuck überrascht. Die gärtnerische Kunst besteht in einer klugen Pflanzenkomposition aus Stauden, die den floralen Staffelstab nahtlos weiter reichen. Kurz gesagt, wenn Frühlingsblüher verwelken, öffnen Sommerblüher ihre Knospen. Neigt sich die Sommerblüte dem Ende zu, stehen Herbst- und Winterblüher in den floralen Startlöchern. Folgende Tabelle hat Vorschläge für ein ganzjährig schönes und repräsentatives Staudenbeet:

Frühlingbotanischer NameSommerbotanischer NameHerbst/Winterbotanischer Name
Frühlings-AnemoneAnemone blandaGroßblumiges MädchenaugeCoreopsis grandifloraKissen-AsterAster dumosus
SchneeglöckchenGalanthus elwesiiFlammenblumePhloxHerbst-EisenhutAconitum carmichaelii
Elfen-KrokusCrocus tommasinianusStorchschnabelGeraniumWinter-AsterChrysanthemum x hortorum
LerchenspornCorydalis solidaStockroseAlceaHerbst-AlpenveilchenCyclamen hederifolium
BlausternchenScilla sibericaRitterspornDelphiniumStiefmütterchenViola cornuta
KaiserkroneFritillaria imperialisSchleierkrautGypsophilaChristroseHelleborus niger

Die genannten Stauden sind allesamt winterhart und pflegeleicht. Indem Sie verwelkte Blüten regelmäßig ausputzen, verlängern Sie die Blütezeit oder entlocken den Pflanzen eine malerische Nachblüte. Majestätische Kaiserkronen oder mannshoher Rittersporn fungieren als Leitstauden. Halbhohe Stauden übernehmen die Aufgabe als Begleitpflanzen, denen kleinwüchsige Pflanzen malerisch zu Füßen liegen. Für opulente Fülle sorgt Schleierkraut, wahlweise die Premium-Sorte ‘Rosenschleier’ von Mai bis August oder die Pracht-Sorte ‘Bristol Fairy’ von Juli bis Oktober.

Tipps

Anfänger können Pflanzen als fertiges Set kaufen für ein wunderschönes Staudenbeet mit Gelinggarantie. Über die ideale Pflanzenkombination für eine Sinfonie aus Blütenpracht und Duft haben sich erfahrene Garten-Experten im Vorfeld Gedanken gemacht. Paradebeispiel ist das Baldur-Staudenbeet ‘Bienen-Paradies’, damit es im Garten summt und brummt. Vorbildlich sind die facettenreichen, anfängertauglichen Angebote der Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin. Folgendes Video informiert im Detail, wie es geht:

Youtube

Staudenbeet-Vorschläge mit Rosen

Rosen sind die Idealbesetzung für ein ganzjährig schönes Staudenbeet. Erfolgsrezept ist eine Bepflanzung, die nicht alles auf einmal preisgibt. Bis Rosenblüten in der Sommersonne funkeln, setzen sich Frühlingsstauden in Szene. Neigt sich im Spätsommer die Rosenblüte dem Ende zu, spielen sich Herbst-Stauden in den Vordergrund. Lassen Sie sich von folgenden Pflanzvorschlägen inspirieren:

Staudenbeet mit Rosen ‘Liebeszauber’

Rote Rosen mit weißen, blauen und silbernen Begleitpflanzen verleihen dem Staudenbeet zeitlos schöne Eleganz. Hauptdarstellerin ist die öfterblühende Strauchrose ‘Tornella’, deren samtrote Blüten von Juni bis November erstrahlen. Der Leitstaude zur Seite stehen Stauden mit frischen, kühlen Farbtönen, ergänzt durch immergrüne Blattschmuckpflanzen. Folgender Pflanzvorschlag ist geeignet für ein Beet mit den Abmessungen 3 m x 1,5 m:

  • Beetmitte: Strauchrose ‘Tornella’ als Leitstaude
  • Kulisse: hellblauer Rittersporn (Delphinium) im Wechsel mit Silberkerze ‘Brunette’ (Cimicifuga simplex) und Wasserdost ‘Chocolate’ (Eupatorium rugosum)
  • Begleitstauden: Blaurauten (Perovskia atriplicifolia) an einer Flanke, rote Riesen-Montbretie (Crocosmia crocosmiiflora) an der anderen Flanke
  • Übergang zur Umrandung: rote Taglilien (Hemerocallis) weiße Spornblumen (Centranthus ruber) und violetter Ziersalbei (Salvia nemorosa)

Die Farben Blau-Weiß regieren in der Umrahmung. Hier wechseln sich ab: blauer Storchschnabel (Geranium magnificum), bronzeblättriges, weißblühendes Purpurglöckchen (Heuchera), weiße Astern (Aster), blauer Lavendel (Lavandula angustifolia) und weißes Sonnenröschen (Helianthemum cultorum).

Kleines Staudenbeet mit Rosen ‘Süßer Traum’

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Iris sibirica eignet sich hervorragend für die Beetumrandung

Ein verschwenderisches Staudenbeet mit Rosen ist nicht dem großen Garten vorbehalten. Wo Platz Mangelware ist, kommt ein kleines Staudenbeet mit der Königin der Blumen als Leitfigur gerade recht. Die Hauptdarstellerin im folgenden Pflanzvorschlag ist die öfterblühende Beetrose ‘Diadem’ mit regenfesten, rosafarbenen Blüten und ausgezeichneter Blattgesundheit. Sparsame 2,5 Quadratmeter reichen dem Schmuckstück aus für eine repräsentative Performance mit drei Begleitstauden:

  • Kulisse: Beetrose ‘Diadem’ als Hintergrund
  • Flanken: blaue Wiesen-Iris (Iris sibirica) rechts und links
  • Übergang zur Umrandung: pink blühender Sonnenhut (Echinacea purpurea) als kleine Gruppe

Die Aufgabe als Füllstaude meistert blau-lila blühender Storchschnabel (Geranium pratense) in Gestalt der Premium-Sorte ‘Johnsons Blue’.

Wechseln sich im Staudenbeet Sonne und Halbschatten ab? Dann tauschen Sie in lichtarmen Nischen Rosen gegen Hortensien aus. Mit Hortensien gestalten Sie ein halbschattiges Staudenbeet auf Augenhöhe mit der Blütenschönheit sonnenverwöhnter Rosen. Hoch im Kurs stehen Ball-Hortensien (Hydrangea macrophylla), deren opulente Blütenbälle mit jedem Gartenstil geschmackvoll harmonieren. Als blütenreiche Fassadenbegrünung im Halbschatten mit furiosem Kulisseneffekt für das Staudenbeet macht sich die pflegeleichte Kletterhortensie (Hydrangea anomala) nützlich.

Sonniges Staudenbeet zum Nachpflanzen – Pflanzplan und Einkaufsliste|

Auf der Südseite schlägt die Stunde der Sonnenanbeter im Reich der Stauden. Geben Sie denjenigen Arten den Vorzug, die unter heißer Sonne nicht verschmachten, sondern zur floralen Hochform auflaufen. Folgender Pflanzplan ist für ein 2 Quadratmeter großes Staudenbeet gedacht, das sonnig und trocken angelegt ist.

Einkaufsliste

  • 1 Stück Buschmalve ‘Barnsley’ (Lavatera olbia)
  • 1 Stück Eisenkraut ‘Lollipop’ (Verbena bonariensis)
  • 1 Stück Mädchenauge (Coreopsis verticillata)
  • 1 Stück Ziersalbei (Salvia nemorosa)
  • 1 Stück Lavendel (Lavandula angustifolia)
  • 1 Stück Prachtkerze (Gaura lindheimeri)
  • 1 Stück Schleifenblume (Iberis sempervirens)
  • 1 Stück Kissenaster (Aster dumosus)
  • 1 Stück Federborstengras (Pennisetum)

Pflanzplan

Als Hintergrund dienen Buschmalve und Verbene. Das Mädchenauge nimmt das Beetzentrum in Beschlag, flankiert von Ziersalbei. Vor dem Mädchenauge setzt sich Lavendel als Kontrastgeber in Szene. Der Platz zwischen Salbei und Lavendel ist für die Prachtkerze reserviert. Im Übergang zur vorderen Beetreihe begeistert das filigrane Federborstengras. Schleifenblume und Kissenaster agieren als blütenreiches Fußvolk für die Leit- und Begleitstauden.

Schmales Staudenbeet gestalten – Pflanzvorschlag und Einkaufsliste

Königsdisziplin in der kreativen Gartengestaltung ist das lange, schmale Staudenbeet entlang der Hausfassade. Genialer Kunstgriff ist die Einbeziehung der Hauswand in den Pflanzplan als malerisch blühende Kulisse. Vorgartenidylle auf kleinstem Raum mit Pflege auf Sparflamme zaubern Sie mit folgendem Pflanzvorschlag für ein 80 cm breites und 600 cm langes Staudenbeet:

Einkaufsliste

  • 4×4 Steppensalbei ‘Tänzerin’ (Salvia nemorosa)
  • 4×3 Katzenminze ‘Walkers Low (Echinacea purpurea)
  • 3 Stück Mannstreu ‘Blaukappe’ (Eryngium planum)
  • 3 Stück Schafgarbe ‘Moonshine’ (Achillea clypeolata)
  • 3 Stück Kugeldistel (Echinops ritro)
  • 3 Stück Färberkamille ‘Wargrave’ (Anthemis tinctoria)
  • 3 Stück Buchsbaum (Buxus sempervirens) 1 x als Kegel, 2 x in Kugelform
  • 1 Stück Kletterrose ‘Schneewitchen’
  • 1 Stück Waldrebe (Clematis)

Pflanzvorschlag

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Steppensalbei wirkt elegant und lässt sich gut mit anderen lila und rosa blühenden Stauden kombinieren

Steppensalbei unterteilt das Beetband mit jeweils 4 Exemplaren in 3 gleich große Segmente. In diesen Segmenten pflanzen Sie im Vordergrund je 3 Stück Katzenminze. Hinter jedem Tuff Katzenminze gedeihen in 3-er-Gruppe vor der Hauswand Mannstreu, Schafgarbe, Kugeldisteln und Färberkamille. Die Zwischenräume füllt Buchsbaum im Zentrum als Kegel und je eine Kugelform seitlich. Sofern in Ihrer Region der Buchsbaumzünsler grassiert, empfehlen wir eine authentische Alternative, wie Zwerg-Eibe ‘Renkes Kleiner Grüner’ oder Japanische Stechpalme (Illex crenata). Für einen Hintergrund mit Dornröschen-Effekt garantiert die Kletterrose ‘Schneewittchen’ an einer stabilen Rankhilfe auf der Hauswand. Verführerischen Duft verströmt die Waldrebe (Clematis montana) ‘Tetra Rose’.

Mehrjähriges Staudenbeet mit Gräsern – Ideen und Vorschläge

Immergrüne Gräser sind das Erfolgsgeheimnis für ein mehrjähriges Staudenbeet ohne saisonale Lücken. Majestätische Gräser, wie Chinaschilf verleihen dem winterlichen Staudenbeet Struktur. Weißer Marmor-Kies als Bodenbelag vertreibt winterliche Tristesse und kontrastiert eindrucksvoll mit grünen Grashalmen. Folgender Pflanzplan inklusive Einkaufsliste möge Ihre Fantasie beflügeln für die kreative Gestaltung:

Einkaufsliste

  • 2 Stück Fingerhut (Digitalis purpurea) der Sorte ‘Alba’ (alternativ Himalaya-Steppenkerze Eremurus himalaicus)
  • 2 Stück Chinaschilf (Miscanthus sinensis) der Sorte ‘Hermann Müssel’
  • 6 Stück Segge (Carex oshimensis) der Sorte ‘Evergold’
  • 6 Stück Purpurglöckchen (Heuchera) der cremeweiß blühenden Sorte ‘Mint frost’
  • 34 Säcke à 15 kg Marmor-Kies, 40-60 mm Körnung der Sorte ‘Carrara’

Pflanzplan

Fingerhut dominiert im Hintergrund auf beiden Seiten des Staudenbeetes. Die hintere Hälfte der Fläche ist im ausreichenden Abstand jeweils einem Chinaschilf vorbehalten. Dazwischen platzieren Sie die Seggen als Begleitstauden. Auflockerung im Erscheinungsbild gelingt mit drei kleinen Tuffs aus Purpurglöckchen.

Häufig gestellte Fragen

Moos im Staudenbeet – Was tun?

In verdichteter, feuchter Erde am kühlen schattigen Standort findet Moos ideale Wachstumsbedingungen. Indem Sie das Beet regelmäßig harken, lüften und jäten, werden Sie lästiges Moos wieder los. Idealerweise arbeiten Sie an der Erdoberfläche ein wenig Quarzsand (14,90€ bei Amazon*) sein, was dem Moos nicht behagt.

Wo kann man ein Staudenbeet online planen?

Der Online-Beetplaner von Obi leistet sehr gute Hilfestellung bei den Planungsarbeiten. Hobbygärtner wählen aus einem abwechslungsreichen Spektrum schöner Gestaltungsvarianten den persönlichen Favoriten. Auf Wunsch sendet Obi gratis per E-Mail Ihnen den Pflanzplan zu, einschließlich einer Einkaufsliste und Pflanz-Anleitung.

Gibt es einen gestalterischen Trick für den Pflanzplan, um ein kleines Staudenbeet größer erscheinen zu lassen?

Mit einer klugen Farbauswahl erzeugen Sie räumliche Tiefe im Staudenbeet. Wählen Sie als Hintergrundbepflanzung und Gerüstbildner große Stauden mit dunkelfarbigen Blättern und Blüten. Im Vordergrund platzieren Sie Begleit- und Füllstauden mit kleinen Blättern und hellen, pastellfarbigen Blüten.

Tipps

Lästiges Unkraut-Jäten reduziert sich auf ein erträgliches Maß, wenn Sie Ihr Staudenbeet sachkundig mulchen mit einer 5 bis 8 Zentimeter dicken Schicht aus Rindenmulch. Effektiver gelingt die Unterdrückung von Löwenzahn, Giersch und Konsorten mit einem Unkrautvlies.(28,90€ bei Amazon*) Empfehlenswert ist ein Vlies mit einer Stärke von 150 g/m², das Sie im spatentief ausgehobenen Staudenbeet verlegen unter einer Schicht aus gesiebter, humoser Gartenerde.

Text: Paula Jansen

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