So schneiden Sie Ihren Rosenstock

Damit der Rosenstrauch im Sommer üppig blüht und ein gesundes Wachstum aufweist, ist der richtige Schnitt von großer Bedeutung. Wie genau und wann die Gehölze geschnitten werden, hängt von der jeweiligen Rosenklasse ab.

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Rosen sind speziell - so auch ihr Rückschnitt

Zeitpunkt

Der Schnittzeitpunkt richtet sich nach der Zuchtform. Dabei wird unterschieden zwischen einmal und mehrfach blühenden Züchtungen.

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Frühjahr

Für die meisten Rosen ist die Zeit zum Schnitt gekommen, wenn die Forsythien in voller Blüte stehen. Das ist je nach Region ab Mitte März der Fall. Rosensträucher, die frische Triebe mit jungen Blättern gebildet haben, vertragen einen Rückschnitt ohne Probleme.

Sommer

Dieser Schnittzeitpunkt empfiehlt sich für blühfreudige oder einmal blühende Sorten wie Strauch- und Klettterrosen. Letztere blühen an ein- und mehrjährigen Trieben, sodass sie einen Sommerschnitt problemlos verkraften. Moderne Züchtungen werden durch einen späteren Schnitt zur Ausbildung weiterer Blüten angeregt.

Herbst

Idealerweise schneiden Sie Ihre Rosen nach dem Frühjahrsschnitt ein zweites Mal zwischen Oktober und Dezember. Wichtig ist, dass die Gehölze ausreichend Regenerationszeit haben, bevor der Winter einbricht.

Schnitte durchführen

Die Gartenschere wird beim Rosenschnitt fünf Millimeter über einer Knospe oder einem Trieb angesetzt, sodass die Schnittfläche leicht schräg abfällt. Der oberste Vegetationspunkt unterhalb des Schnitts sollte nach außen zeigen. Entfernen Sie zuerst alle schwachen, kranken und alten Triebe an der Basis.

Grundsatzregeln:

  • Edel- und Beetrosen: Rückschnitt auf 15 bis 20 Zentimeter
  • Strauchrosen: etwas weniger intensiv zurückschneiden als öfter blühende Edelrosen
  • Kletterrosen: auf maximal ein Drittel ihrer Höhe kürzen

Beet- und Edelrosen schneiden

Damit die Triebe nicht zu lang werden und die Beetrose ihre buschige Wuchsform verliert, schneiden Sie schwach wachsende Sorten auf drei bis fünf Vorjahrestriebe zurück. Diese sollten jeweils über drei Augen verfügen. Bei Edelrosen sind lange und gerade Blütentriebe erwünscht, wobei sich der Busch nicht zu sehr verzweigen soll.

Alle stärkeren Zweige werden bis auf fünf Knospen zurückgeschnitten. Schwächere Triebe kürzen Sie so stark ein, dass drei Vegetationsknospen übrig bleiben. Lassen Sie bei schwachwüchsigen Sorten drei bis vier Haupttriebe und bei Rosen mit einem kräftigen Wachstum fünf bis sechs Äste stehen.

Strauchrosen schneiden

Der überhängende Charakter dieser Formen basiert auf einem starken Triebgerüst. Langtriebe des Vorjahres werden um ein Drittel ihrer Länge gekürzt. Schneiden Sie die übrigen Äste so ab, dass sie drei bis fünf Vegetationspunkte aufweisen. Im Anschluss fokussieren Sie drei bis fünf kräftige Haupttriebe, welche die Krone bilden.

Kletterrosen schneiden

Bei einmal blühenden Sorten entfernen Sie die Vorjahrestriebe. Zwei- bis dreijährige Zweige können auf drei Augen zurückgeschnitten werden. Alle Zuchtformen, die öfter blühen, müssen durch Entfernen von falsch wachsenden Jungtrieben in Form gebracht werden. Ältere Exemplare werden auf drei bis fünf Knospen eingekürzt.

Tipps

Mehrfach blühende Kletterrosen sollten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen ein- und mehrjährigem Holz aufweisen.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Floki/Shutterstock

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