Kletterrose Wissenswertes
Mit Kletterrosen lassen sich Mauern und Wände schön verzieren

Die herrliche Welt der Kletterrosen – Geschichte, Sorten, Pflege

In der Natur gibt es rund 100 verschiedene Wildrosenarten und noch viel mehr Hybriden. Von Menschen werden Rosen bereits seit über 2000 Jahren gezüchtet, so dass es heute tausende von Kulturvarietäten - von winzigen Bodendeckern bis hin zu großen Sträuchern und meterhohen Kletterrosen - gibt.

Rosen werden seit über 2000 Jahren gezüchtet

Die ersten Gartenrosen wurden vermutlich im Nahen Osten gezüchtet und gelangten über das antike Griechenland und Rom in das übrige Europa. Die ersten Arten waren die Französische Rose (Rosa gallica), die Damaszener-Rose (Rosa damascena) und Rosa alba. Dies sind robuste und intensiv duftende Sorten, die allerdings nur einmal im Jahr blühen. Im siebzehnten Jahrhundert kreuzten niederländische und französische Züchter Alba- und Damaszener-Rosen zu den großblütigen Varianten mit über 100 Blütenblättern. Ab etwa 1780 gelangten chinesische Rosen (Rosa chinensis) nach Europa und wurden seit jener Zeit mit den europäischen Arten gekreuzt. Auf diese Weise entstanden zahlreiche neue Rosentypen.

Es gibt viele tausend Wild- und Kulturrosen

Es können verschiedene Rosengruppen unterschieden werden. Wildrosen und ihre Hybriden sind große, bogig überhängende Sträucher. Diese tragen nur einmal, zumeist im Frühjahr, einfache, stark duftende Blüten. Im Herbst entwickeln sich daraus dekorative Hagebutten. Daneben werden alte und moderne Gartenrosen unterschieden, wobei die auch als historische Rosen bezeichneten Varietäten allesamt aus der Zeit vor 1867 stammen. Zu den modernen Arten zählen die so genannten Teehybriden (großblühende Strauchrosen), Floribundarosen (büschelblühende Strauchrosen) sowie diverse Zwergstrauchrosen.

Auch die Gruppe der Kletterrosen ist sehr variantenreich

Kletterrosen sind dabei keine Kletterpflanzen im eigentlichen Sinne, sondern lediglich Strauchrosen mit besonders langen Trieben. Sie haben lange, sehr kräftige Triebe und große Blüten, die – je nach Sorte – einzeln oder in kleinen Trauben stehen. Einige blühen nur im Sommer (einmalblühende Kletterrosen), viele sind aber mehrfach blühende Arten, die ihre Blütenpracht bis in den Herbst hinein zeigen (öfterblühende Kletterrosen). So genannte Ramblerrosen sind kräftige Spreizklimmer, die meist zum Sommeranfang kleine Blüten in großen Büscheln entwickeln.

Welche Kletterrosensorte eignet sich für meinen Garten?

Wie alle Rosen sind auch Kletterrosen recht empfindlich und benötigen neben einem guten Standort sorgfältige Pflege. Insbesondere die historischen Sorten sind unter den heutigen Bedingungen recht anfällig für Krankheiten, schließlich wurden sie unter völlig anderen Luft- und Bodenbedingungen kultiviert. Sie brauchen also besonders intensive Pflege. Stattdessen können Sie sich aber auch für robustere Rosensorten entscheiden. Ein guter Anhaltspunkt hierfür ist das ADR-Siegel, der so genannte „Rosen-TÜV“, bei dem neu gezüchtete Rosen einer strengen Prüfung unterzogen werden.

Worin unterscheiden sich Ramblerrosen und Kletterrosen?

Die große Gruppe der Kletterrosen kann grob in Rambler und Climber unterschieden werden. Ramblerrosen haben besonders lange und weiche Triebe, weshalb sie unbedingt eine zusätzliche Stütze benötigen. Die Triebe der Climber dagegen sind kräftig sowie meist stachelig und können auch ohne Hilfe bis zu einem gewissen Grad aufrecht wachsen. Ramblerrosen bilden dabei grundsätzlich wesentlich längere Triebe aus als Climber.

Kletterrosen benötigen Rankhilfen

Rambler sind ideal, um ganze Bäume zu begrünen, eignen sich aber auch wunderbar für die Bepflanzung von Pergolen, Lauben o. ä. Climber dagegen werden nicht so hoch wie Ramblerrosen und sollten daher am besten an Spalieren oder Rundbögen gezogen werden. Welcher Rankhilfe Sie auch den Vorzug geben, ohne eine solche wird Ihre Kletterrose eher als Strauch wachsen – die sie ja im Grunde auch ist. Dabei werden die Triebe stets mit Bast oder einem anderen weichen Material an der Rankhilfe festgebunden, denn sie können sich allein nicht sicher festhalten – ein kräftiger Windstoß und die nicht befestigte Kletterrose wird von ihrer Kletterhilfe heruntergerissen.

Gestaltungsmöglichkeiten mit Kletterrosen

Denken Sie daran, dass nicht alle Rosen zur gleichen Zeit blühen. Wählen Sie daher Kletterrosensorten mit unterschiedlichen Blütezeiten, damit sie den ganzen Sommer hindurch ihre Blütenpracht genießen dürfen. Außerdem erreichen Kulturvarietäten unterschiedliche Höhen, was ebenfalls bei der Gartenplanung berücksichtigt werden sollte. So können Sie etwa eine Hauswand mit verschiedenen Kletter- und Ramblerrosen begrünen, aber auch Kletter- mit Gartenrosen kombinieren. Dafür begrünen die Kletterrosen eine Wand oder Hecke, während die kleineren Strauchrosen im Vordergrund arrangiert werden.

Kletterrosen in Verbindung mit anderen Pflanzen

Wenn Rosen für sich stehen oder ein Teil des Gartens nur einem Pflanzentyp gewidmet ist, kann dies schnell langweilig wirken. Rosen sind gesellig und wirken neben kleineren Pflanzen prima, solange diese nicht mit ihnen um Licht oder Nährstoffe konkurrieren. Viele kleinere Geranienarten sind eine sehr hübsche Ergänzung für Rosen, aber auch die Clematis ist eine gute Begleitpflanze. Die auch als Waldrebe bezeichnete Kletterpflanze sorgt im Sommer, wenn die Blütenpracht der Kletterrose weniger intensiv ist, für mehr Farbe.

Empfindliche Kletterrosen im Kübel kultivieren – die besten Sorten

Kletterrosen lassen sich sogar in großen Kübeln oder halben Fässern an einer Wand ziehen. ‚New Dawn‘ ist eine der besten und kräftigsten modernen Kletterrosen mit silbrig-rosafarbenen Blütenbüscheln; ‚White Cockade‘ wächst eher langsam, was in einem Pflanzgefäß sicher von Vorteil ist. ‚Danse de Feu‘ besitzt mehrfach blühende, halb doppelte leuchtend orange-scharlachfarbene Blüten und eignet sich sogar für eine Wand mit Nordlage.

Tipps

Rosen und Lavendel werden zwar oft zusammen gepflanzt, ergänzen sich als Pflanzpartner eher wenig. Beide Pflanzen haben hinsichtlich ihrer Standort- und Pflegebedürfnisse völlig unterschiedliche Ansprüche: Lavendel liebt eher trockene und nährstoffarme Böden, Rosen brauchen dagegen einen humosen und leicht feuchten Untergrund.

Beiträge aus dem Forum

  1. Wer kennt diese Pflanze?

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  3. Was ist das für eine Pflanze ?

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  4. Passiflora

    Passiflora treibt nach Rückschnitt aus. Leider ist es überall zu warm. Soll ich die neuen Triebe wachsen lassen oder ist es besser, einen zweiten Rückschnitt zu machen (Herbst oder Frühjahr)?

  5. Agapanthus, Schmucklilie von der Terrasse ins Winterquartier

    Bald wird es Zeit die Agapanthus reinzuholen - die Immergrünen - die meistens im Kübel gehalten werden. Der Agapanthus verträgt leichten Frost :) wenn der Kübel etwas abgetrocknet ist - je feuchter das Substrat, desto eher friert der Wurzelballen durch. Und das wäre schädlich :( Der Agapanthus mag 0°- 7° Überwinterungs-Temperatur, an einem unbedingt hellen trockenen Platz. Hat man den nicht, so geht es zur Not im Keller auch. Aber dann deutlich unter 10° und auf keinen Fall gießen. Die Pflanze verliert im dunklen Keller zum Teil die Blätter und startet im Frühjahr entsprechend später. Stehen die Pflanzen am hellen []

  6. Fremde Katzen im eigenen Garten...

    Seit drei Jahren streunen Katzen durch meinen Garten und mein bis dahin funktionierendes "Vogel-Paradies" mit adäquarem Vogel-Futter, Trink -und Badeplätze (mit 2-tägig erneuertem Wasser) wurde leerer und leerer... Die heimischen Büsche waren und sind Brutplätze bis die Katzen vor 3 Jahren anfingen die Nester zu plündern !!! Besitzer ausfindig gemacht - angesprochen - uneinsichtig ! Auf dem Land wäre das wohl kein Problem, da gehn die Katzen eher auf Mäuse und die zur Verfügung stehenden Flächen sind nicht vergleichbar. Doch ich wohne in der Stadt. Welcher Meinung seid Ihr?