Mit einer Kletterrose die kahle Hauswand begrünen – So schaffen Sie eine grüne Oase

Kahle Haus- oder Schuppenwände wirken oft langweilig oder sogar so trist, dass man sie am liebsten verstecken würde. Das gleiche gilt für unschöne Gartenecken wie beispielsweise den Komposthaufen oder den Unterstand, in dem die Mülltonnen abgestellt werden. Kein Wunder also, dass viele Hausbesitzer auf die Idee verfallen, solche optischen Schandflecke hinter einer üppig wachsenden Kletterpflanze zu verstecken. Und welche würde sich besser eignen als eine Kletterrose?

Kletterrosen Mauer
Kletterrosen schädigen im Gegenteil zu anderen Kletterpflanzen das Mauerwerk nicht

Weshalb Kletterrosen sich besonders gut für die Fassadenbegrünung eignen

Kletterrosen haben, obgleich es sich nicht um Kletterpflanzen im eigentlichen Wortsinn handelt, eine ganze Reihe an Vorteilen gegenüber Efeu und co. Das wichtigste Pluskriterium ist dabei – natürlich neben der wunderschönen Blüte – die Tatsache, dass Rosen keinerlei Schäden an Fassade und Bausubstanz hinterlassen. Den Pflanzen fehlen die für viele Kletter- und Rankpflanzen typischen Haftorgane, die nicht nur für den in die Höhe strebenden Wuchs, sondern auch für gravierende Beschädigungen des Mauerwerks u. ä. sorgen. Sie müssen sich auch keine Sorgen darüber machen, dass die Triebe der Kletterrose Ihnen die Dachziegel aushebeln oder Regenrinnen zerstören.

Welche Wände eignen sich für die Begrünung mit Kletterrosen?

Allerdings können Sie nicht jede Wand mit einer Kletterrose begrünen, da die empfindsame Pflanze sich nicht an jedem Standort gleichermaßen wohlfühlt. Wenig geeignet für ein solches Vorhaben sind beispielsweise sowohl nach Norden als auch nach Süden ausgerichtete Hauswände. Kletterrosen brauchen, wie jede Rose, zwar viel Sonne, allerdings schaden ihnen sowohl zu wenig Sonne als auch dauernde Sonnenbestrahlung sowie übermäßige Hitze. Ein gesunder Mittelwert muss gefunden werden, an dem die Rose reichlich Licht, aber auch ausreichend Luft bekommt.

Kletterrose an eine Hauswand pflanzen

Wenn Sie nun die neu gekaufte Kletterrose an die Hauswand setzen wollen, so sollten Sie vor allem auf einen ausreichenden Abstand achten – die Rose sollte auf keinen Fall direkt an die Wand gepflanzt, aber auch zwischen Stütze und Hauswand sollte ein Abstand zur Belüftung belassen werden. Anderenfalls bildet sich gerade an exponierten Standorten schnell ein Hitzestau, der Ihrer Pflanze schnell zu schaffen machen wird. Als Faustregel gilt, dass zwischen Hauswand und Pflanze mindestens 50 Zentimeter und zwischen Spalier und Hauswand mindestens 10 Zentimeter liegen müssen.

Tipps

Besonders problematisch bei der Pflanzung direkt an einer Hauswand ist die oftmals schlechtere Bodenqualität. Das Erdreich ist häufig mit Kalk angereichert und somit nicht nur alkalisch, sondern auch vergleichsweise nährstoffarm – eine Kombination, die Rosen gar nicht behagt. Achten Sie daher auf eine gute Bodenqualität und tauschen Sie das Erdreich gegebenenfalls aus.

Text: Ines Jachomowski

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.