Pflanze des Monats im Juni: Kletterrosen

Kletterrose ist der Überbegriff für die einmalblühenden Rambler-Rosen und die mehrfach blühenden, etwas kompakter wachsenden Climber-Rosen. Sie bieten eine Vielfalt an Farben und Formen und verzaubern selbst kleine Gärten mit ihrer wundervollen Blütenpracht.

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Kletterrosen bringen Farbe an langweilige Fassaden

Pflanzensteckbrief

  • Botanischer Name: Rosa spec.
  • Familie: Rosengewächse
  • Wuchs: Starke, steife Triebe mit ausgeprägtem Stachelbesatz, die in die Höhe streben.
  • Wuchshöhe: 3 bis 10 Meter
  • Hauptblütezeit: Sortenabhängig
  • Blatt: Herzförmig, gezahnt, gesägt, kräftig dunkelgrün.
  • Blüte: Ungefüllt oder gefüllt
  • Blütenfarbe: Gelb, orange, rosa, rot, weiß
  • Frucht: Nicht essbare Hagebutten

Besonderheiten

An der Kürze unseres Pflanzensteckbriefs erkennen Sie: Die eine Kletterrose gibt es nicht. Bereits seit über 150 Jahren werden diese Rosen gezüchtet, was zu einer enormen Vielfalt geführt hat.

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Es gibt Sorten mit prächtigen, bis zu zehn Zentimeter großen Blüten und romantisch wirkenden Varianten, bei denen die kleinen Blüten an Dolden sitzen, die sanft im Sommerwind schwingen.

Herkunft

Ursprünglich wuchsen wilde Rosen in China, dem Mittleren und Nahen Osten sowie in Europa. Die ersten mit Rosen angelegten Gärten entstanden in China bereits vor 5.00 Jahren. Sie wurden hier aber nicht wegen ihrer Schönheit und dem betörenden Duft kultiviert, sondern waren ein begehrtes Nahrungsmittel.

Standort und Pflege

Kletterrosen benötigen einen luftigen, zumindest den halben Tag von der Sonne beschienenen Standort, an dem die Luft frei zirkulieren kann. Dies beugt Blattkrankheiten wie dem Mehltau vor.

Substrat

Die Kletterkünstler bevorzugen humusreiche Gartenerde. Diese sollte zudem gut durchlässig, tiefgründig und nährstoffreich sein.

Pflege

Kletterrosen sind Spreizklimmer, die weder über Haftwurzeln verfügen noch Rankhilfen aus eigener Kraft umschlingen können. Sie wachsen straff aufrecht und würden ohne zusätzlichen Halt umfallen. Befestigen Sie diese deshalb am Rankgitter, indem Sie die Kletterkünstler mit Bast, Clips oder locker befestigten Kabelbindern sichern.

Lassen Sie dem Wuchs nicht einfach freien Lauf, sondern leiten Sie die Triebe gezielt waagerecht oder fächerförmig. Dadurch verkahlen die in die Höhe strebenden Schönheiten nicht im unteren Bereich.

Gießen und Düngen

Achten Sie während der Sommermonate auf ausreichend Feuchtigkeit. Wässern Sie stets so, dass das Blattwerk nicht benetzt wird.

Gedüngt wird zu Beginn des Austriebs im April und ein zweites Mal im Juni, nach der Hauptblüte. Verwenden Sie einen speziellen Rosendünger (11,75€ bei Amazon*) in der vom Hersteller angegebenen Dosierung. Dieser enthält alle Nährstoffe, welche Kletterrosen für ihr gesundes Wachstum benötigen.

Krankheiten und Schädlinge

Wie alle Rosen sind auch Kletterrosen diesbezüglich etwas empfindlich. Sie leiden gelegentlich unter:

Zudem gibt es eine Reihe von Schädlingen wie Blattläuse, Blattwespen oder die Rosengallwespe, die sich bevorzugt auf den kletternden Schönheiten niederlassen.

Bekämpfen können Sie Krankheiten und Schädlinge mit handelsüblichen Präparaten. Gegen Ungeziefer können Sie im ökologisch geprägten Garten natürliche Feinde wie Raubmilben oder Raubwanzen einsetzen.

Tipps

Durch den Rückschnitt der Kletterrosen fördern Sie die Bildung neuer Blüten und einen schönen Wuchs. Kürzen Sie die neu gebildeten Seitentriebe einmal im Jahr auf zwei bis fünf Augen ein. Schneiden Sie stets schräg etwa fünf Millimeter über einer nach außen wachsenden Knospe.

Text: Michaela Kaiser

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