Bodendeckerrosen

Wann und wie Bodendeckerrosen schneiden: Tipps und Tricks

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Bodendeckerrosen schmücken den Garten mit farbenfrohen Blüten und dichtem Wuchs. Dieser Artikel erklärt, wie Sie durch gezielte Schnittmaßnahmen die Gesundheit, Blühfreudigkeit und Form Ihrer Bodendeckerrosen erhalten.

Bodendeckerrosen Rückschnitt
Bodendeckerrosen können auch für die Vase geschnitten werden

Die richtige Zeit zum Schneiden von Bodendeckerrosen

Der optimale Zeitpunkt zum Schneiden von Bodendeckerrosen liegt im zeitigen Frühjahr, vorzugsweise zwischen März und April. In dieser Phase sind die stärksten Winterfröste überwunden und die Rosen beginnen auszutreiben. Der Blühbeginn der Forsythien dient hierbei als guter Indikator. In milden Regionen kann auch ein Rückschnitt im Herbst erfolgen, allerdings besteht dann das Risiko, dass die Triebe bei starkem Frost Schaden nehmen. Ein jährlicher Schnitt ist nicht zwingend erforderlich; ein Schnitt alle drei bis vier Jahre ist zumeist ausreichend. Wer jedoch eine kompakte Höhe wünscht, sollte die Pflanzen jährlich schneiden.

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Warum Bodendeckerrosen schneiden?

Das Schneiden von Bodendeckerrosen bietet mehrere Vorteile:

  • Förderung des Wachstums und der Blüte: Durch das Entfernen alter und abgestorbener Triebe wird Platz für neues Wachstum geschaffen. Dies stimuliert kräftige neue Triebe, die mehr Blüten tragen und die Vitalität der Pflanze erhöhen.
  • Verbesserung der Luftzirkulation: Ein zu dichter Wuchs kann die Luftzirkulation einschränken und die Feuchtigkeit erhöhen, was Pilzkrankheiten begünstigt. Das Ausdünnen der Pflanze optimiert die Luftzirkulation und reduziert das Krankheitsrisiko.
  • Erhaltung der Form und Größe: Ohne Schnitt können Bodendeckerrosen ausladend und unförmig werden. Regelmäßiges Schneiden hilft, die gewünschte Form und Größe zu bewahren.
  • Verjüngung alter Pflanzen: Ältere Pflanzen können vergreisen und weniger blühen. Ein starker Rückschnitt alle drei bis vier Jahre verjüngt die Pflanze und fördert neues Wachstum.

Werkzeuge für den Rosenschnitt

Für den Schnitt Ihrer Bodendeckerrosen benötigen Sie folgende Werkzeuge:

  • Gartenschere: Eine scharfe Gartenschere sorgt für saubere Schnitte, die die Pflanze nicht quetschen. Bypass-Modelle sind besonders geeignet.
  • Astschere: Dieses Werkzeug ist für dickere und verholzte Triebe notwendig, um stärkere Äste mühelos zu schneiden.
  • Heckenschere: Bei großflächigen Pflanzungen oder starken Rückschnitten kann eine Heckenschere hilfreich sein.
  • Handschuhe: Robuste Gartenhandschuhe schützen Ihre Hände vor den Dornen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Schneiden von Bodendeckerrosen

  1. Abgestorbene, kranke oder beschädigte Triebe entfernen: Entfernen Sie alle Triebe, die abgestorben, krank oder beschädigt sind, vollständig.
  2. Lange Triebe kürzen: Kürzen Sie lange Triebe um etwa zwei Drittel, um die Verzweigung und einen buschigeren Wuchs zu fördern.
  3. Alte Haupttriebe entfernen: Schneiden Sie ein oder zwei der ältesten Haupttriebe bodennah ab, um das Wachstum neuer Triebe zu fördern.
  4. Wildtriebe schneiden: Schneiden Sie Wildtriebe, die aus der Unterlage der Rose wachsen, an der Basis ab.
  5. Düngen: Geben Sie nach dem Schnitt Dünger, um das neue Wachstum zu unterstützen.

Besondere Hinweise

  • Wurzellechte Rosen: Einige Bodendeckerrosen sind wurzelecht und erfordern selteneren Rückschnitt. Schneiden Sie diese Exemplare alle vier bis fünf Jahre auf etwa 20 cm zurück.
  • Heckenschnitt: Wenn Bodendeckerrosen als niedrige Hecke genutzt werden, können sie jährlich auf 30 cm Höhe zurückgeschnitten werden. Alle drei bis vier Jahre ist ein stärkerer Rückschnitt auf 15 cm empfehlenswert.
Bilder: Andris Tkacenko / iStockphoto