Weißer Belag auf Minze – Ursache und Bekämpfung

Die Minzeblätter scheinen, wie mit Mehl bestäubt. Im weiteren Verlauf färben sie sich braun, vertrocknen und fallen ab. Angesichts dieses Schadbildes haben Sie es mit der Pflanzenkrankheit Mehltau zu tun. Wie Sie dagegen vorgehen, erklären Ihnen die folgenden Zeilen.

Minze weißer Belag

Mehltau bekämpfen mit natürlichen Mitteln – so geht’s

Die Pilzinfektion Mehltau zählt zu den häufigsten Krankheiten im Kräutergarten. Die samtig-grünen Blätter der Minze werden ebenso gnadenlos befallen, wie andere krautige Gartenpflanzen. Sobald die Temperaturen an der 20-Grad-Marke kratzen, steigt die Gefahr. Da die meisten Minze-Arten für den Verzehr kultiviert werden, kommt der Griff zu chemischen Fungiziden nicht in Betracht. So bekämpfen Sie die Krankheit mit natürlichen Mitteln:

  • alle Blätter mit weißem Belag ausputzen
  • das infizierte Laub nicht auf dem Kompost entsorgen, sondern im Hausmüll
  • die restlichen Pflanzenteile besprühen mit einem Mix aus 100 ml Frischmilch und 900 ml Wasser

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Um den letzten Pilzsporen an einer Minze den Garaus zu bereiten, dient ein Tee aus Knoblauch als effektives Naturheilmittel. Hierzu drücken Sie eine Knoblauchzehe aus, übergießen sie mit siedendem Wasser und lassen das Ganze eine Stunde ziehen. Eingefüllt in eine Sprühflasche tragen Sie die Lösung alle 2 Tage auf.

So beugen Sie Mehltau wirksam vor

Im Kampf gegen Mehltau steht kundigen Hobbygärtnern ein ganzes Arsenal an effektiven Mitteln der Vorbeugung zur Verfügung. So halten Sie Pilzsporen auf Abstand von Minze:

  • junge Minze in einem Abstand von mindestens 50 Zentimetern pflanzen
  • ideal ist ein luftiger Standort, damit die Blätter rasch trocknen nach einem Regenguss
  • das Gießwasser stets unmittelbar auf den Wurzelbereich geben, ohne das Laub zu benetzen
  • konsequent die Erde lockern und Unkraut jäten
  • keinen Stickstoff-betonten Dünger verabreichen
  • in Mischkultur mit Knoblauch sinkt die Infektionsgefahr

Lassen Sie nach dem Rückschnitt vor dem Winter das Schnittgut nicht im Beet liegen. Derartige Orte nutzen die Pilzsporen gerne für die Überwinterung, um im nächsten Jahr erneut zuzuschlagen.

Tipps & Tricks

Wer das wiederholte Benetzen von Minzeblättern aufgrund der Fäulnisgefahr scheut, bedient sich dieses Heilmittels: Die Kieselsäure in reinem Urgesteinsmehl beseitigt Pilzsporen. Wiederholt mit der Puderspritze aufgetragen, zieht sich Mehltau zurück.

GTH

Text: Paula Jansen

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