Kräuter-Steckbrief Minze – erfrischend – heilend – trendy

Sie dient den Menschen seit Tausenden von Jahren als erfrischende Genusspflanze und wirksames Heilkraut. Der Steckbrief von Minze offenbart die Vielgestaltigkeit dieser geschichtsträchtigen Kräuterpflanze, die heute angesagter ist denn je.

Minze Steckbrief

Charakteristische Merkmale im Überblick

Erst eine Minze rundet den Pflanzplan eines Kräutergartens sinnvoll ab. Allen voran die Pfefferminze und Marokkanische Minze als bekannteste Arten, wartet die Gattung auf mit einem breit gefächerten Spektrum an Variationen. Ungeachtet dessen weisen Minzen aus botanischer Sicht ähnliche Charakteristika auf, wie der folgende Steckbrief aufzeigt:

  • Pflanzenfamilie der Lippenblütler (Lamiaceae)
  • Gattung der Minzen (Mentha)
  • Beheimatet im gemäßigten Klima der Nordhalbkugel
  • Krautige, mehrjährige Pflanze
  • Wuchshöhen von 20 bis 100 Zentimeter
  • Überwiegend aufrechtes, selten niederliegendes Wachstum
  • Blütezeit von Juni bis September
  • Unterirdische Ausläufer und Rhizome mit invasivem Charakter
  • Braune Klausenfrüchte mit Samen im Herbst
  • Winterhart bis -24 Grad Celsius

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Typisch für alle Minzen ist die Eigenschaft, im Herbst die oberirdischen Pflanzenteile einzuziehen. Es überwintern die Wurzeln, aus denen die Kräuterpflanze im darauf folgenden Jahr neu austreibt. Am günstigen Standort besteht eine Lebenserwartung von bis zu 25 Jahren.

Inhaltsstoffe und Verwendung

Da Minze ausgesprochen kreuzungsfreudig beschaffen ist, gilt die exakte Bestimmung und Unterscheidung von Arten als schwierig. Botaniker gehen von etwa 30 Arten aus, die in einer unüberschaubaren Sortenvielfalt münden. So liefern sich heute moderne Züchtungen, wie Erdbeerminze, Ananasminze, Schokoladenminze oder Bananenminze ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Klassikern Pfefferminze und Grüne Minze. Diese Inhaltsstoffe legen die Basis für vielseitige Verwendungsmöglichkeiten:

  • ätherische Öle, wie Menthol, zu 50 bis 80 Prozent
  • stimmungsaufhellende Monoterpene zu 5 Prozent
  • antibakterielle Flavonoide zu 10 Prozent

Dank dieser und weiterer Inhaltsstoffe finden Minzen Verwendung als Tee, als Zutat zu Süßspeisen, als Würze an delikaten Fleisch- und Fischgerichten. Die ätherischen Öle tragen zur Linderung von Erkältungskrankheiten und anderen gesundheitlichen Beschwerden bei. Darüber hinaus vertreibt ihr Duft lästige Mücken, Fliegen und Ameisen.

Tipps & Tricks

Hobbygärtner sollten den invasiven Charakter von Minze nicht unterschätzen. Vom Tag der Pflanzung an begeben sich die Wurzeln auf einen Eroberungsfeldzug durch den Garten. Jungpflanzen sollten daher mit einer Rhizomsperre eingesetzt werden. Geeignet ist beispielsweise ein großer Topf ohne Boden oder ein stabiles Geotextil.

GTH

Text: Paula Jansen

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