Minze

Minze überwintern: So schützen Sie Ihre Pflanze vor Frost

Artikel zitieren

Minze ist mehrjährig und winterhart. Im Freiland benötigt sie kaum Pflege, um den Winter zu überstehen. Dieser Artikel erklärt, wie Sie Minze im Beet und im Topf erfolgreich überwintern.

Minze überwintern

Winterhärte von Minze

Die meisten Minzsorten sind winterhart und können Temperaturen bis zu -15 °C problemlos überstehen. Arten wie Rossminze und Wasserminze sind besonders robust und benötigen kaum Winterschutz. Auch Minzen aus wärmeren Regionen wie Marokko und der Türkei kommen gut mit unseren Winterbedingungen zurecht. Im Herbst sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab, während die Rhizome im Boden überwintern und im Frühjahr wieder austreiben. In besonders kalten Wintern kann eine Mulchschicht aus Laub oder Reisig zusätzlichen Schutz bieten.

Lesen Sie auch

Überwinterung im Beet

Im Oktober zieht sich die Minze zurück. Die oberirdischen Pflanzenteile sterben ab und können abgeschnitten werden. Die Rhizome überdauern den Winter unter der Erde.

Schutz vor Frost

Ein zusätzlicher Schutz in besonders kalten Wintern oder für empfindlichere Sorten kann sinnvoll sein. Eine dicke Schicht aus Laub oder Stroh schützt die Rhizome vor Frost und hält den Boden feucht. Tannen- oder Fichtenzweige eignen sich ebenfalls als Abdeckung.

Gießen im Winter

Minze sollte in frostfreien Perioden gelegentlich gegossen werden, um das Austrocknen der Rhizome zu verhindern. In trockenen Wintern ist dies besonders wichtig, da die unterirdischen Pflanzenteile zwar Wasser speichern können, aber nicht über mehrere Wochen auskommen.

Überwinterung im Topf

Minze im Topf ist empfindlicher als im Beet und benötigt daher zusätzlichen Schutz. Wickeln Sie den Topf mit Jute, Noppenfolie oder Sackleinen ein, um ein Durchfrieren zu verhindern. Eine Abdeckung mit Reisig oder Laub bietet zusätzlichen Frostschutz.

Standortwahl

Der Topf sollte an einem geschützten Ort wie einer Hauswand oder unter einem Dachvorsprung stehen. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und schützen Sie den Topf vor starkem Wind.

Gießen und Düngen

Auch im Winter benötigt Minze im Topf gelegentliches Gießen, um ein Austrocknen zu verhindern, jedoch ohne Staunässe. Düngen ist im Winter nicht erforderlich.

Empfindliche Minzsorten

Einige Minzsorten wie Erdbeerminze, Spearmint und Griechische Minze sind empfindlicher und benötigen besonderen Schutz.

Winterschutz

Zusätzlich zu einer Laubschicht legen Sie bei diesen Sorten ein Vlies über die Pflanzen. In sehr kalten Regionen oder Höhenlagen ist es ratsam, die Pflanzen in einem Kübel zu kultivieren und frostfrei zu überwintern.

Überwinterung im Haus

Empfindliche Minzsorten können im Haus überwintert werden. Geeignet sind kühle, frostfreie Räume mit Temperaturen um 1 bis 3 °C, wie Keller oder Garagen. Wichtig ist, dass die Pflanzen nicht zu warm stehen, um ein Austreiben zu vermeiden.

Ungeeignete Überwinterungsorte

Warme Innenräume mit Temperaturen über 10 °C sind ungeeignet. Die Pflanzen treiben bei Wärme aus, haben aber in Räumen nur sehr schlechte Wachstumsbedingungen.

Lichtmangel und trockene Luft

Im Winter ist die Lichtintensität in Innenräumen deutlich geringer als im Freien. Zudem ist die Luft durch Heizungsluft oft sehr trocken. Dies führt zu Problemen wie Kümmerwuchs, Schädlingsbefall, gelben Blättern und dem Absterben der Zweige.