Diese Minzen sind vollkommen winterhart

Nicht alle Minze-Arten und Sorten bieten frostigen Temperaturen bedingungslos die Stirn. Begleiten Sie uns hier auf einem Streifzug durch das facettenreiche Angebot winterharter Minzen. Diese Arten und Sorten kommen ohne Winterschutz aus.

Minze winterhart

Hier kann Gevatter Frost keinen Schaden anrichten

Als Lippenblütler sind Minzen klassische Vertreter ausdauernder, krautig wachsender Kräuterpflanzen. Diese Bezeichnung impliziert, dass nach dem ersten Frost die oberirdischen Triebe welken. Die unterirdischen Rhizome dagegen verharren im Erdreich, um im darauf folgenden Frühjahr erneut auszutreiben. Die folgenden Arten und Sorten bewältigen die Überwinterung ohne nennenswerte Schutzvorkehrungen:

  • Apfel-Minze (Mentha suaveolens): eine mächtige Sorte mit einer Höhe von bis zu 150 cm
  • Wasserminze (Mentha aquatica): die ideale Sorte für sumpfige Lagen, wie am Teich oder Bachlauf
  • Marokkanische Minze (Mentha spicata var. crispa ‚Nane‘): eine der populärsten Sorten, bestens geeignet zum Einfrieren
  • Erdbeer-Minze (Mentha species): zierlich im Wuchs, gedeiht wunderbar im Topf
  • Russische Minze (Mentha species): robust, frostresistent, widerstandsfähig gegenüber Minzenrost

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Auf dem Vormarsch im Ranking der besten winterharten Minzen ist die Zitronen-Minze (Mentha × gentilis var. citrata). Nicht zu verwechseln mit der beliebten Zitronenmelisse, die einer anderen Gattung zuzuordnen ist.

Im Kübel nicht auf Winterschutz verzichten

Die Frosthärte einer Minze mag noch so ausgeprägt sein; im Topf auf dem Balkon ist jede Pflanze während des Winters auf einen Schutz angewiesen. Da zwischen den bitterkalten Winden und dem Wurzelballen einzig die recht dünne Kübelwand steht, drohen die Rhizome durchzufrieren. Kommt es zu Temperaturschwankungen, zerreißt diese Belastung die Gewebezellen und die Minze stirbt ab. Treffen Sie daher diese Vorkehrungen:

  • Pflanzgefäße vor die schützende Südwand des Hauses auf Holz stellen
  • mit Noppenfolie oder Jute umhüllen
  • das Substrat bedecken mit Sägespänen, Nadelreisig oder Stroh

Kommt der Winter mit Kahlfrost daher, drohen die Pflanzen zu vertrocknen. Umsichtige Hobbygärtner gießen die winterharten Minzen daher an einem frostfreien Tag.

Tipps & Tricks

Die Rote Raripila-Minze (Mentha × smithiana ‚Rubra‘) setzt dezente Farbtupfer im Kräuter- und Duftgarten. Die winterharte Sorte besticht mit roten Stängeln, an denen sich dunkelgrüne Blätter tummeln. Ab Juli verstärkt eine purpurne Blüte den hohen Zierwert dieser Minze. Sowohl für Süßspeisen als auch für Duft-Potpourris ist ‚Rubra‘ eine Bereicherung.

GTH

Text: Paula Jansen

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