Minze

Winterharte Minze: Arten & Sorten, die frostfest sind

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Minze ist eine beliebte Gartenpflanze, die für ihr erfrischendes Aroma und ihre Winterhärte bekannt ist. Erfahren Sie mehr über die Gründe für die Widerstandsfähigkeit von Minze gegenüber Kälte und wie Sie Ihre Pflanzen optimal durch die kalte Jahreszeit bringen.

Minze winterhart

Winterhärte von Minze

Die meisten Minzarten und -sorten gelten als winterhart und können ohne spezielle Maßnahmen den Winter im Freien überstehen. Heimische Arten wie Rossminze und Wasserminze sowie Minzen aus wärmeren Regionen, wie die Marokkanische und Türkische Minze, sind hierfür bestens geeignet. Im Herbst ziehen die Pflanzen ein, das heißt, die oberirdischen Teile sterben ab, während die Rhizome im Boden verbleiben. Diese Rhizome sind oft durch eine schützende Laubschicht isoliert, was das Überleben erleichtert.

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Gründe für die Winterhärte

Die Winterhärte der Minze beruht auf mehreren Faktoren:

  • Einziehen im Herbst: Die oberirdischen Teile sterben ab, während die Rhizome sicher im Boden überdauern.
  • Schutz durch Laubschicht: Eine schützende Schicht aus Laub oder Reisig bewahrt die Rhizome vor Frost.
  • Anpassung an kalte Temperaturen: Viele Minzarten stammen aus Regionen mit temperiertem oder kaltem Klima und sind somit an solche Bedingungen angepasst.

Winterharte Minzsorten

Besonders robuste und winterharte Minzsorten umfassen:

  • Pfefferminze: Extrem winterhart und benötigt minimalen Schutz.
  • Rossminze: Sehr robust und kommt mit kalten Wintern gut zurecht.
  • Wasserminze: Übersteht die kalte Jahreszeit problemlos.
  • Weinminze: Bekannt für ihre Frostfestigkeit.
  • Türkische Minze: Sehr widerstandsfähig gegenüber kalten Temperaturen.
  • Marokkanische Minze: Trotz ihrer südlichen Herkunft ebenfalls winterhart.

Minzsorten mit geringer Winterhärte

Einige Minzsorten sind weniger winterhart und benötigen zusätzlichen Schutz im Winter:

  • Erdbeerminze: Weniger robust, kann im Frühjahr stärker zurückfrieren.
  • Griechische Minze: Benötigt zusätzlichen Winterschutz.
  • Spearmint: Diese Minzeart braucht mehr Schutz vor Kälte.
  • Marokkanische Minze: In extrem kalten Wintern ebenfalls schutzbedürftig.

Winterschutz für Minze

Für empfindliche Minzsorten oder in besonders kalten Regionen sind folgende Schutzmaßnahmen sinnvoll:

  • Abdeckung mit Laub oder Reisig: Eine dicke Schicht schützt die Rhizome vor Frost.
  • Vliesabdeckung: Ein Vlies über der Laubschicht bietet zusätzlichen Schutz vor Kälte und Wind.
  • Überwinterung im Kübel: Besonders empfindliche Sorten sollten in Kübeln frostfrei überwintert werden.

Überwinterung von Minze im Topf

Minzpflanzen in Töpfen können erfolgreich überwintert werden, sofern einige Punkte beachtet werden:

  • Schutz vor Frost: Töpfe sollten mit Jute, Vlies oder Noppenfolie eingepackt werden, um sie vor Frost zu schützen.
  • Abdeckung mit Reisig: Dies schützt zusätzlich vor Wind und Kälte.
  • Standortwahl: Ein geschützter Ort, wie an einer Hauswand oder unter einem Dachvorsprung, ist ideal.
  • Frostfreier Innenbereich: Besonders empfindliche Sorten sollten in einem frostfreien Innenbereich, wie einer Garage oder einem Keller, bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt überwintert werden.
  • Bewässerung: Regelmäßiges, sparsames Gießen ist notwendig, um das Austrocknen zu verhindern.

Minze im Haus überwintern

Die Überwinterung von Minze im Haus ist nur unter bestimmten Bedingungen ratsam:

  • Kühler und dunkler Ort: Ideal sind Keller, Garage oder Dachboden mit Temperaturen unter 10°C.
  • Sparsames Gießen: Wegen der Ruhephase der Pflanze ist nur wenig Wasser erforderlich. Staunässe vermeiden, um Schimmel oder Fäulnis zu verhindern.
  • Regelmäßige Kontrolle: Überprüfen Sie die Pflanze auf Schädlinge oder Krankheiten und schneiden Sie befallene oder abgestorbene Teile zurück.

Diese Maßnahmen unterstützen Ihre Minze dabei, den Winter gut zu überstehen und im nächsten Jahr wieder kräftig auszutreiben.

Bilder: elpy / iStockphoto