Minze Pflege

Minze richtig pflegen – praktische Tipps für Beet und Balkon

Richtig gepflegt, sind alle Minze-Arten eine Offenbarung hinsichtlich Duft und Geschmack. Der Weg dorthin ist weder steinig noch lang. Einige wesentliche Aspekte sind freilich zu berücksichtigen. Im Folgenden erhalten Sie Antwort auf alle wichtigen Fragen.

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Wie ist Minze richtig zu gießen?

Minze legt Wert auf ein konstant feuchtes Substrat ohne Staunässe. Gießen Sie die Pflanze daher regelmäßig und reichlich. Geben Sie das Gießwasser unmittelbar an die Wurzeln, ohne das Laubwerk zu benetzen. Die beste Tageszeit für die Wasserversorgung sind der frühe Morgen oder späte Abend.

Wann und wie ist Minze zu düngen?

Wenn Sie Ihre Minze fachgerecht pflegen und zugleich unbeschwert verzehren möchten, rücken organische Dünger in den Fokus. So düngen Sie die Kräuterpflanze ausgewogen:

  • im Beet von Mai bis August alle 2 Wochen düngen mit Kompost, Rinderdung oder ähnlichen Mitteln
  • Minze im Topf wöchentlich düngen mit organischem Flüssigdünger in verdünnter Konzentration
  • frisch gepflanzt in vorgedüngter Erde keinen Dünger applizieren

Ist ein Rückschnitt sinnvoll?

Umsichtiges Pflegen setzt einen regelmäßigen Rückschnitt voraus. Das raumgreifende Wachstum einer Minze kann nicht durch eine wiederholte Ernte alleine kontrolliert werden. Schneiden Sie daher kurz vor der Blüte alle Triebe radikal zurück bis auf zwei Blattpaare. Das Schnittgut enthält besonders viel Aroma, sodass es ausgezeichnet zum Trocknen und Einfrieren geeignet ist.

Sollte Minze umgetopft werden?

Die kräftigen Rhizome von Minze haben spätestens im zweiten Jahr einen Kübel vollständig durchwurzelt. Daher ist ein Umtopfen alle 2 Jahre ratsam, um sie fachgerecht zu pflegen. So gehen Sie dabei vor:

  • der neue Kübel ist im Durchmesser mindestens 10 Zentimeter größer als bisher
  • über der Bodenöffnung mit Tonscherben oder Splitt eine Drainage anlegen
  • darüber ein wasser- und luftdurchlässiges Vlies ausbreiten
  • das untere Drittel des Topfes füllen mit einem Mix aus Kräutererde, Kompost und Sand

Nach diesen Vorbereitungsarbeiten topfen Sie die Minze aus und pflanzen sie mittig ein ins frische Substrat. Die Pflanze darf nicht tiefer stehen als zuvor. Zu guter Letzt noch angießen und an einen halbschattigen Standort stellen.

Ist Winterschutz erforderlich?

Minze zählt zu den winterharten Kräutern. Im Herbst zieht sie daher ihr Laub ein und überwintert mit den Rhizomen. Sachgemäßes Pflegen sieht gleichwohl im Beet einen leichten Winterschutz vor in Form einer Abdeckung mit Nadelreisig. Minze im Topf tragen Sie idealerweise in ein frostfreies Winterquartier. Alternativ hüllen Sie den Kübel ein mit Noppenfolie.

Tipps & Tricks

Sie können Ihre Minze noch so liebevoll pflegen, einige Krankheiten und Schädlinge lauern trotzdem. Die Pilzinfektionen ‘Pfefferminzrost’ und ‘Mehltau’ tun sich hier besonders hervor. Unter den häufigsten Schädlingen sind es die allgegenwärtigen Blattläuse sowie der Minzenblattkäfer, die Hobbygärtnern das Leben schwer machen.

GTH

Text: Paula Jansen

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