Kunstrasen im Garten – Tipps rund um Kauf und Verlegung

Wächst Ihnen die aufwändige Rasenpflege über den Kopf? Dann ist Kunstrasen im Garten eine sinnvolle Alternative. Mähen, düngen, vertikutieren und sprengen gehören der Vergangenheit an. Der Heilige Gral der Gartengestaltung ist Kunstrasen dennoch nicht. Dieser Ratgeber beleuchtet alle Vor- und Nachteile mit praktischen Tipps für die Verlegung.

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Kunstrasen im Garten hat Vor- und Nachteile

Kunstrasen auf dem Prüfstand – Vor- und Nachteile im Überblick

Top gepflegt, ist echter Rasen eine Augenweide. Allerdings machen Maulwürfe, Unkraut, Moos und Dauerregen dem fleißigen Gärtner häufig einen Strich durch die Rechnung. Ganz zu schweigen von dem zeitintensiven Pflegeprogramm. Kunstrasen setzt diesen Unannehmlichkeiten ein Ende. Das Nonplusultra ist das High-Tech-Grün trotzdem nicht, denn es gibt Nachteile. Die wichtigsten Pro- und Kontra-Argumente haben wir im Folgenden für Sie zusammengetragen:

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Vorteile:

  • imitiert echten Rasen perfekt
  • für alle sonnigen, halbschattigen und schattigen Standorte
  • nie mehr wässern, mähen, düngen, vertikutieren
  • ideal als Spielwiese für Groß und Klein
  • Schwimmbassin kann stehen bleiben
  • Lebensdauer bis zu 15 Jahre
  • hergestellt aus unbedenklichem Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE)
  • positive Umweltbilanz

Nachteile:

  • teuer in der Anschaffung
  • empfindlich gegen Verschmutzungen
  • entflammbar, daher nicht geeignet für Grillpartys
  • Billigprodukte nicht geeignet zum Barfußlaufen

Kunstrasen für den Garten – Preisbeispiele

Der finanzielle Aspekt gilt als größte Hemmschwelle, wenn die Entscheidung zwischen echtem Rasen und Kunstrasen zu treffen ist. Wer das künstliche Grün selbst verlegt und seine Ansprüche ein wenig herunter schraubt, kann die Kosten dennoch stemmen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Bandbreite im Kostengefüge:

KunstrasenHöhePreis je m²
für Camping und Balkon9 mm9,95 Euro
Spielrasen30 mm29,95 Euro
Zierrasen35 mm34,95 Euro
Premium-Qualität36 mm49,95 Euro

Neu auf dem Markt ist Kunstrasen aus C-Shape Garn. Der besondere Vorteil liegt in der Formbeständigkeit, sodass Sie auf diesen Flächen das Schwimmbassin Ihrer Kinder den ganzen Sommer hindurch stehen lassen können. Mit einer Produkthöhe von 32 mm, kostet C-Shape-Kunstrasen 32,95 Euro je Quadratmeter.

Kunstrasen selbst verlegen – eine Kurzanleitung

Zunächst wird die alte Grassode restlos entfernt und die Fläche mit Mutterboden begradigt. Aus Pflastersand legen Sie ein etwa 10 cm dickes Sandbett an, das Sie befeuchten, walzen und glätten. So verfahren Sie weiter:

  • Geovlies auf dem Sand ausbreiten und mit Ankern fixieren
  • Kunstrasen ausrollen und glatt ziehen
  • Die Fläche mit Kunstrasenankern im Abstand von 50 cm befestigen
  • Bei Verlegung mit Nähten: beide Seiten umschlagen und einen 3 cm breiten Rand abschneiden
  • Spezielles Kunstrasen-Tape verlegen, Rasen zurückschlagen und andrücken
  • Überstehende Ränder mit einem Teppichmesser abschneiden

Zum guten Schluss bürsten Sie den Rasen mit einem harten Besen gründlich ab.

Tipps

Als Außenbelag für die selbst gebaute Gartensauna ist Kunstrasen eine dekorative und pflegeleichte Option als Außenbelag. Gegenüber Naturstein-Pflaster ist das künstliche Grün überdies eine preisgünstige Alternative, um darauf Ruheliegen oder einen kleinen Pool aufzustellen.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: visualpower/Shutterstock

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