Eignet sich die Säulenzypresse für eine Hecke?

Mit ihrem sehr schlanken, aber hohen Wuchs gehört die Säulen- oder auch Mittelmeerzypresse zum typischen Erscheinungsbild insbesondere der Toskana. Hier ist der immergrüne Baum vor allem als Park- oder Alleebaum häufig anzutreffen. Das auch als Toskana-Zypresse bekannte Gehölz wird zudem gern für schmale Hecken verwendet, ist allerdings in unseren Breitengraden nicht überall zuverlässig winterhart. Wer in einer sehr kalten Region wohnt, sollte daher besser auf robustere Heckenpflanzen zurückgreifen.

Säulenzypresse Sichtschutz
Säulenzypressen bieten einen attraktiven Sichtschutz
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Viele Gestaltungsmöglichkeiten im mediterranen Garten

Die schnellwüchsige Mittelmeerzypresse ist ein Blickfang in jedem Garten, schließlich fällt das säulenförmige Äußere stark auf – diese Wuchsform ist ganz natürlich und muss nicht durch besondere Schnittmaßnahmen gestaltet werden. In ihrer mediterranen Heimat wird der Baum gern in Alleen und Parks gepflanzt, zumal er auch als sehr pflegeleicht gilt und in nahezu jedem Boden wächst – so ist die Pflanze beispielsweise salzresistent und daher auch in normalerweise eher problematischen Küstenböden zu finden. Säulenzypressen gehören zu den Pioniergehölzen, die Brachflächen sehr schnell besiedeln. Der Baum eignet sich sowohl für eine solitäre als auch für eine Gruppenpflanzung, beispielsweise als Hecke. In diesem Fall sollten Sie die einzelnen Bäumchen in regelmäßigen Abständen zwischen 60 und 80 Zentimeter setzen.

Hecke aus Säulenzypressen nicht winterhart

So eine Hecke aus Säulenzypressen dürfte ein wunderschöner Anblick sein – allerdings sollte der Baum nur in klimatisch milden Regionen (wie beispielsweise die deutschen Weinbaugebiete) gepflanzt werden. Mittelmeerzypressen sind nur bis wenige Minusgrade winterhart und erfrieren in sehr kalten Wintern schnell. Das gilt insbesondere für junge Exemplare, die ohnehin die ersten Jahre in einem Kübel besser aufgehoben sind – je älter die Säulenzypresse ist, desto abgehärteter wird sie. Wirklich frosthart wird der Baum jedoch auch mit zunehmendem Alter nicht werden.

Ähnliche Alternativen zur Säulenzypressen-Hecke

Wenn Sie also Ihre Säulenzypressen-Hecke nicht jeden Winter mühevoll einpacken und gegen den Frost schützen wollen bzw. jedes Jahr aufs neue hoffen, dass die Temperaturen auch diesmal nicht allzu tief fallen, so sollten Sie auf eine Anpflanzung der Säulenzypresse verzichten. Es gibt jedoch eine ganze Reihe von äußerlich recht ähnlichen Gehölzen, die auch in unseren Regionen frosthart und daher für eine Heckenpflanzung besser geeignet sind. Dazu gehören u. a. Thuja (Lebensbaum), Blaue Scheinzypresse (Chamaecyparis laws), Säulen-Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) oder Leyland-Zypresse (Cupressocyparis leylandii).

Tipps

Bei einer Pflanzung von Säulenzypressen als Hecke sollten Sie die schnellwüchsigen Bäume alljährlich schneiden, sonst können Sie bei entsprechenden Bedingungen schnell 20 Meter und höher werden.

Text: Ines Jachomowski

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