Säulenzypresse Frost
Säulenzypressen sind nur eingeschränkt winterhart

Säulenzypresse ist nur bedingt winterhart

Die auch als Toskana Zypresse bzw. Mittelmeer Zypresse bezeichnete Säulenzypresse gehört zu den häufigen Baumarten rund ums Mittelmeer. Der immergrüne, sehr schlank in die Höhe wachsende Baum ist zudem auch in heimischen Gärten recht beliebt, zaubert er doch ein wenig mediterranes Flair nördlich der Alpen. Leider ist das ansonsten sehr pflegeleichte Gehölz bei uns nicht wirklich winterhart - schon bei länger anhaltenden Temperaturen von mehr als minus zehn Grad Celsius erfriert die Säulenzypresse.

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Säulenzypresse nur bis wenige Minusgrade winterhart

Dabei gilt die Temperaturangabe jedoch nur für unter hiesige Bedingungen gezogene Baumschulware, nicht für aus dem Italien-Urlaub mitgebrachte oder anderweitig importierte Bäume. Diese vertragen nicht einmal wenige Minusgrade und diese auch nur über kurze Zeit! Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Säulenzypressen grundsätzlich nur in klimatisch milden Regionen (wie beispielsweise einer Weinbergregion) auszupflanzen bzw. den Baum in einem ausreichend großen Kübel zu halten. Dann jedoch ist ein regelmäßiger Rückschnitt unerlässlich, schließlich können Säulenzypressen Höhen von 20 Metern und mehr erreichen.

Säulenzypressen an geschützten Standort pflanzen

Wer sich fürs Auspflanzen der Säulenzypresse entscheidet, sollte diese an einen geschützten Platz setzen – ein sonniger und warmer Standort ohne Zugluft erhöht die Resistenz gegenüber Kälte noch einmal. Dabei bedeutet “geschützt” in diesem Fall, dass der Baum vor einer Hauswand oder Mauer stehen sollte und insbesondere vor kaltem Ostwind bewahrt werden muss. Außerdem sollten grundsätzlich nur ältere Säulenzypressen ausgepflanzt werden, da jüngere Exemplare deutlich empfindlicher sind – diese sind die ersten Jahre besser im Topf zu kultivieren und frostfrei, aber kühl und hell zu überwintern.

Das richtige Überwintern einer Säulenzypresse

Säulenzypressen im Topf überwintern möglichst hell bei maximal fünf Grad Celsius – der immergrüne Baum verträgt zwar keinen Frost, braucht aber dennoch eine Winterpause. Ausgepflanzte Exemplare werden am besten in ein spezielles Gärtnervlies oder in Jutesäcke verpackt – dabei sollte das Material nicht nur luft-, sondern auch lichtdurchlässig sein. Schließlich handelt es sich um ein immergrünes Gewächs, welches auch in der Winterpause Licht benötigt. Eine lichtlose bzw. lichtarme Verpackung sollte daher nur für eine sehr kurze Zeit – beispielsweise während einer starke Frostperiode – erfolgen, anschließend aber sofort wieder entfernt werden. Bitte verpacken Sie den Nadelbaum auch nicht in Plastikfolien o. ä., da darunter die Luftfeuchtigkeit zu stark ansteigt und Pilzerkrankungen gefördert werden.

Tipps

Anstatt das Risiko mit einer nicht ausreichend winterharten Säulenzypresse einzugehen, können Sie stattdessen auch optisch ähnliche, aber deutlich robustere Nadelgehölze pflanzen. Hierzu gehören u. a. Leyland-Zypressen, Säulen-Eibe, Thuja, Scheinzypressen oder andere Zypressen wie beispielsweise die sehr winterharte Arizonazypresse.

Text: Ines Jachomowski

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