Aprikose

Aprikosensorten: Was ist die richtige Wahl für Ihren Garten?

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Die Vielfalt der Aprikosensorten ermöglicht es Gartenliebhabern, die perfekte Wahl für ihre individuellen Bedürfnisse und Standortbedingungen zu treffen. Dieser Ratgeber stellt beliebte und empfehlenswerte Sorten vor und bietet wertvolle Tipps zur Auswahl der passenden Aprikose für Ihren Garten.

Aprikosensorten

Beliebte Aprikosensorten und ihre Eigenschaften

Entdecken Sie die unterschiedlichen Charakteristika beliebter Aprikosensorten, um die ideale Ergänzung für Ihren Garten zu finden:

  • ‚Bergeron‘: Diese französische Sorte besticht durch ihre späte Blütezeit, wodurch sie weniger anfällig für Spätfröste ist. Die Früchte präsentieren sich in beeindruckender Größe und leuchten in einem attraktiven Gelb-Orange. Sie überzeugen zudem mit ihrem herausragenden Aroma und reifen Anfang August. Als selbstfruchtende Sorte benötigt ‚Bergeron‘ keine weiteren Befruchter.
  • ‚Goldrich‘: Aus den USA stammend, begeistert ‚Goldrich‘ mit großen und optisch ansprechenden Früchten, die für ihre Frosthärte bekannt sind. Das gelb-orange Fruchtfleisch ist fest, saftig und lässt sich leicht vom Stein lösen. Diese Eigenschaften machen ‚Goldrich‘ zu einer idealen Wahl für den Hausgarten.
  • ‚Kioto‘: ‚Kioto‘ punktet mit einem späten Blütenansatz und guter Winterhärte, was sie zu einer robusten Sorte macht. Die mittelgroßen Früchte sind fest, gut gefärbt und reifen von Mitte bis Ende Juli. Auch ‚Kioto‘ ist selbstfruchtbar und somit für Einzelstandorte geeignet.
  • ‚Orangered‘: Mit sehr großen, ovalen Früchten, die in einem hellen Orange bis Gelb erstrahlen, zieht ‚Orangered‘ alle Blicke auf sich. Das Fruchtfleisch ist fest, saftig, süß und aromatisch. Als frühreifende Sorte können Sie bereits ab Anfang Juli die Ernte genießen.
  • ‚Kuresia‘: Als widerstandsfähige Sorte gegen die Scharkakrankheit präsentiert sich ‚Kuresia‘ mit kräftigem Wuchs und robuster Natur. Die relativ großen Früchte zeigen an der Sonnenseite oft eine rötliche Tönung und bestechen durch ihr süß-säuerliches, aromatisches Fruchtfleisch. ‚Kuresia‘ eignet sich auch für den Anbau in kühleren Regionen, beispielsweise in Norddeutschland.
  • ‚Compacta‘: ‚Compacta‘ zeichnet sich durch ihren kompakten Wuchs aus und erreicht eine Höhe von maximal 2-3 Metern. Dennoch liefert sie reichlich Ertrag an mittelgroßen, orange-roten Früchten, die saftig und gut steinlösend sind. Diese Eigenschaften prädestinieren ‚Compacta‘ für kleinere Gärten oder den Anbau im Kübel.
  • ‚Heidesheimer Frühe‘: Wenn Sie eine frühe Ernte bevorzugen, ist ‚Heidesheimer Frühe‘ die richtige Wahl. Die großen, gelben Früchte mit sonnenseitiger Rötung reifen bereits ab Anfang bis Mitte Juli und bieten ein süßes, gut steinlösendes Fruchtfleisch.

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Weitere empfehlenswerte Sorten

Neben den bereits vorgestellten Sorten gibt es zahlreiche weitere Aprikosen, die sich für den Anbau im Hausgarten eignen:

  • ‚Hargrand‘: Diese Sorte bringt mittelgroße bis große Früchte hervor, die sich durch ihren säuerlichen Geschmack auszeichnen.
  • ‚Harlayne‘: ‚Harlayne‘ ist bekannt für ihren hohen Ertrag an kleinen bis mittelgroßen, saftigen Früchten.
  • ‚Luizet‘: ‚Luizet‘ ist eine robuste Sorte, die auch mit raueren klimatischen Bedingungen zurechtkommt und mittelgroße, sehr süße und saftige Früchte liefert.
  • ‚Mombacher Frühe‘: Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich bei ‚Mombacher Frühe‘ um eine frühreifende Sorte. Die mittelgroßen bis großen Früchte reifen Mitte bis Ende Juli und bieten ein saftiges, aromatisches Fruchtfleisch.
  • ‚Nancy‘: ‚Nancy‘ ist eine zuverlässige Sorte für warme Lagen und bringt große, süß-säuerliche Früchte hervor, deren Steine sich leicht vom Fruchtfleisch lösen lassen.

Auswahl der richtigen Aprikosensorte

Bei der Wahl der passenden Aprikosensorte spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:

  • Klimatische Bedingungen: Aprikosenbäume bevorzugen warme und geschützte Standorte mit guter Sonneneinstrahlung, aber Schutz vor starkem Regen. In Regionen mit kalten Wintern sind spät blühende Sorten empfehlenswert, um Frostschäden zu minimieren.
  • Reifezeit und -dauer: Die Reifezeiten variieren je nach Sorte. Um eine kontinuierliche Ernte zu gewährleisten, können Sie verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Reifezeiten kombinieren.
  • Geschmacksprofile: Die Geschmacksrichtungen reichen von sehr süß bis süß-säuerlich. Wählen Sie die Sorte nach Ihren persönlichen Vorlieben und dem Verwendungszweck (z.B. Frischverzehr, Marmeladenherstellung) aus.
  • Selbstfruchtbarkeit: Achten Sie darauf, ob die Sorte selbstfruchtbar ist oder einen Befruchter benötigt. Selbstfruchtende Sorten sind ideal für kleinere Gärten oder Einzelstandorte.
Bilder: Jasmina007 / iStockphoto