Kletterrosen – Gute Pflege sorgt für herrliche Blüte und gesundes Wachstum

Kletterrosen sind in vielen verschiedenen Sorten, Formen und Farben erhältlich und werden, je nach Art und Sorte, bis zu zehn Meter hoch und bis zu fünf Meter breit. Die Spreizklimmer benötigen Kletterhilfen zum Ranken und werden vor allem zur Belaubung von Zäunen, Pergolen, Lauben oder Spalieren verwendet. Für das üppige Wachstum und die schöne Blüte muss man jedoch etwas tun, denn Kletterrosen brauchen - wie eigentlich alle Rosen - eine sorgfältige Pflege.

Kletterrosen im Garten
Kletterrosen benötigen vor allem eins zum Glücklichsein: Eine Rankhilfe
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Wie oft sollte man Kletterrosen gießen?

Insbesondere in der Zeit kurz nach der Pflanzung sollten Kletterrosen kräftig gewässert werden, denn trockene Phasen wird Ihnen die Pflanze in dieser Zeit sehr übel nehmen. Ansonsten wird der tatsächliche Wasserbedarf meist eher überschätzt, denn eine gut eingewurzelte Kletterrose kann sich in der Regel selbst mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen. Lediglich an sehr heißen und trockenen Sommertagen sollten Sie Kletterrosen gießen, wobei Sie allerdings immer von unten wässern und niemals die Blätter benetzen sollten – das Laub ist sehr empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und wird oft durch Pilze besiedelt. Gegossen wird außerdem am besten abends oder morgens, jedoch nicht in der Mittagshitze.

Wann und womit erfolgt das Düngen der Kletterrosen?

Die kräftig wachsenden Kletterrosen mit ihren zahlreichen Blättern haben einen sehr hohen Nährstoffbedarf und sollten daher regelmäßig gedüngt werden. Dabei ist eine Düngung im Jahr der Pflanzung noch nicht notwendig (sofern Sie den Erdaushub beim Einpflanzen mit Kompost angereichert haben), sollte jedoch im Folgejahr ab Beginn der Vegetationsperiode erfolgen. Für eine Düngung eignen sich sowohl organische wie auch synthetische Düngemittel, wobei erfahrungsgemäß Kompost & Co. der Vorzug zu geben ist. Bei mineralischen Düngern besteht immer die Gefahr einer Überdosierung und somit einer Schwächung der Pflanzen, die wiederum anfälliger für einen Befall mit Pilzen und / oder Schädlingen werden.

Lassen sich Kletterrosen auch im Topf kultivieren?

Grundsätzlich können Sie Kletterrosen auch im Kübel kultivieren, wobei das Pflanzgefäß so groß und tief wie möglich gewählt werden sollte. Rosen gehören zu den Tiefwurzlern, deshalb sollte der Topf nicht nur mindestens 40 Zentimeter weit, sondern auch ebenso tief sein. Zudem benötigen im Topf gehaltene Kletterrosen regelmäßige Wasser- und Düngergaben.

Wie oft sollte man im Kübel gehaltene Kletterrosen umtopfen?

Kübelrosen werden optimalerweise alle drei bis vier Jahre in einen größeren Topf umgesetzt, wobei die ideale Zeit hierfür das Frühjahr ist.

Darf man Kletterrosen schneiden? Falls ja, wie erfolgt ein solcher Schnitt?

Wie alle Rosen müssen auch Kletterrosen für einen kräftigen Wuchs und eine schöne Blüte geschnitten werden. Dabei hängen Schnittzeitpunkt sowie -häufigkeit von Art und Sorte ab. So genannte Ramblerrosen werden nur einmal jährlich direkt nach der Blüte geschnitten, die mehrmals im Jahr blühenden Climber dagegen mehrfach.

Auf welche Schädlinge und Krankheiten sollte man bei Kletterrosen besonders achten?

Leider sind Rosen insbesondere bei falscher Pflege recht anfällige für diverse Pilzerkrankungen, vor allem für den Echten Mehltau, Grauschimmel (Botrytis), die Rosenblattfleckenkrankheit, Rosenrost sowie Sternrußtau. Bei mangelhafter oder fehlerhafter Düngung treten häufig Eisenchlorosen auf. Zudem gibt es verschiedene Schädlinge, die sich in dem saftigen Laub der Kletterrose besonders wohlfühlen.

Sind Kletterrosen winterhart?

Grundsätzlich sind die meisten Kletterrosen sehr gut winterhart, dennoch sollten Sie zum Überwintern einige Regeln beachten:

  • Rosen nicht vor dem oder im Winter schneiden.
  • Kübelrosen kühl, aber frostfrei überwintern.
  • Kübelrosen alternativ gut einpacken und so gegen Frost schützen.
  • Ausgepflanzte Exemplare im Wurzelbereich mulchen.

Tipps

Mangels passender Haftorgane sind Kletterrosen nicht in der Lage selbstständig zu klettern. Sie benötigen eine Kletterhilfe, zudem müssen ihre Triebe geführt werden.

Text: Ines Jachomowski
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