Klee im Rasen 5 besten Tipps

Die 5 besten Tipps gegen Klee im Rasen

Die Glücksgefühle halten sich in Grenzen, wenn der Hobbygärtner mit Rasen vierblättrigen Klee entdeckt. Ungeachtet der hübschen Blüten, will niemand diese Unkraut-Invasion in seinem grünen Teppich haben. Wir haben die besten 5 Tipps, wie Sie Klee sicher entfernen.

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Tipp 1: Manuell bekämpfen mit Beharrlichkeit

Um den weit verbreiteten Weißklee aus dem Rasen zu entfernen, entscheiden sich Hobbygärtner mit einem naturnah kultivierten Garten für die manuelle Bekämpfung. Da Weißklee weniger hartnäckig auftritt, als seine Artgenossen, bestehen gute Chancen auf einen Erfolg. Im frühen Befallsstadium durch Sauer- oder Hornklee kommen die folgenden Methoden ebenfalls im Betracht, um das Unkraut zuverlässig zu entfernen:

  • Mit dem Unkrautstecher den Klee mitsamt der Pfahlwurzel erfassen, leicht rütteln und aus dem Rasen entfernen
  • Größere Befallsstellen mit dem Spaten tiefgründig aus der Erde heben
  • Die entstehenden Lücken mittels Nachsaat oder Rollrasen-Stücken reparieren

Den Klee mit der Hand aus dem Rasen zu zupfen, wirkt nur sporadisch. Alle Kleearten verfügen über eine tiefreichende Pfahlwurzel, mit deren Hilfe sie sich im Boden verankern. Solange nur ein winziger Rest dieser Wurzel im Erdreich verbleibt, sprießt die Geißel des Hobbygärtnern munter weiter.

Klee im Rasen richtig erkennen

Die wichtigsten Kleearten, die Ihren Rasen besiedeln können, unterscheiden sich sowohl optisch als auch in ihrer ökologischen Systematik teils erheblich. Da die wirksamsten Methoden der Bekämpfung resultieren auf der Kenntnis der jeweiligen Kleeart, nennt die folgende Tabelle herausragende Merkmale für eine sichere Identifizierung:

Die 3 wichtigsten Kleesorten erkennen Weißklee Sauerklee Hornklee
Wuchshöhe 5-20 cm 5-15 cm 10-30 cm
Blütezeit Mai bis Oktober April bis Juni Juni bis August
Blütenfarbe weiß weiß mit violetten Adern gelb
Blütenform kugelig Kelchform doldig
Zeigerpflanze für Bodenqualität nährstoffarm, kalkhaltig kalkarm, sauer stickstoffarm

Tipp 2: Klee mit Folie die Luft abschnüren

Um Klee aus dem Rasen manuell zu entfernen, ist ein nicht unbeträchtlicher Kraftaufwand erforderlich, verbunden mit einer guten Portion Beharrlichkeit. Weniger schweißtreibend nehmen Sie Klee in die Mangel, indem Sie bei dem Unkraut die Photosynthese unterbinden. Das gelingt mit einer schwarzen Folie, die keinen einzigen Lichtstrahl durchlässt. So gehen Sie vor:

  • Den mit Klee besiedelten Rasenbereich mit Unkrautfolie abdecken
  • Die Folienränder mit Sand und Steinen beschweren oder mittels Kunststoffanker im Erdreich fixieren
  • Über 4 bis 6 Wochen die lichtundurchlässige Bespannung an Ort und Stelle belassen

Wenn Sie die Folie entfernen, haben sich sowohl der Klee als auch der Rasen zurückgezogen. Im Gegensatz zum Unkraut erholen sich die Grashalme jedoch wieder, wenn sie mit einer Sonderration Dünger versorgt werden. Um Klee zu entfernen, ist diese Methode indes nur für kleine Rasenstücke zu empfehlen.

Tipp 3: Klee im Rasen mechanisch zu Leibe rücken

Hat sich Klee invasiv über die gesamte Rasenfläche ausgebreitet, stehen Hobbygärtner mit manuellen Methoden auf verlorenem Posten. Um das Unkraut effektiv zu entfernen, bedarf es mechanischer Unterstützung durch den Vertikutierer. Im April und September sind die besten Termine für diese Art der Unkrautbekämpfung. So machen Sie es richtig:

  • Den Rasen an einem trockenen, bedeckten Tag möglichst kurz mähen
  • Mit dem Vertikutierer die Grasfläche im Schachbrettmuster bearbeiten
  • Innerhalb der folgenden 7-14 Tage das Grün düngen und wiederholt wässern

Vertikutierer sind spezielle Geräte, die 3-5 Millimeter tief den Boden aufkratzen und dabei den Klee sowie Moos auskämmen. Übrig bleiben die Halme des Rasens, die dank der anschließenden Nährstoffversorgung die entstandenen Lücken rasch schließen. Wenn Sie beim Vertikutieren eine große Menge an Klee entfernen, fördert an besonders kahlen Stelle eine Nachsaat das Wachstum des Rasens.

Tipps

Wer mit besonders hartnäckigem Klee im Rasen hadert, zieht den Mondkalender zu Rate. Vielleicht ist ja etwas daran, wenn die Experten die Zeit von Vollmond und abnehmendem Mond als ideale Zeit für die Unkrautbekämpfung empfehlen. Ab Neumond sammeln die Unkräuter dann frische Kräfte für einen Neuanfang. Bis dahin sollte dem Klee der Garaus bereitet sein.

Tipp 4: Mit Chemie das Übel an der Klee-Wurzel packen

Lässt sich Klee weder mit manuellen noch mit mechanischen Methoden entfernen, stehen drei Alternativen zur Wahl für das weitere Vorgehen. Entweder verwandeln Sie den Rasen in eine Wiese, legen einen neuen Rasen an oder schwingen die chemische Keule. Die folgenden Präparate erhalten durchweg gute Bewertungen, um gezielt Klee aus dem Rasen zu entfernen:

  • Rasen-Unkrautfrei Anicon Ultra von Celaflor
  • Rasen-Unkrautvernichter Banvel M von Compo
  • Rasen-Unkrautvernichter Perfekt von Compo

Zwei Aspekte spielen bei der Wahl des Präparates eine wichtige Rolle. Das Mittel muss speziell für die Anwendung auf Rasen geeignet sein und gegen zweikeimblättriges Unkraut wirken. Vielgepriesene Allheilmittel, wie Roundup oder Glyphosat, machen dagegen mit allem Grün kurzen Prozess – auch mit Ihrem Rasen.

Herbizide gegen Klee richtig anwenden

Damit ein Unkrautvernichter Klee aus dem Rasen für lange Zeit entfernen kann, rücken wichtige Vorbereitungsarbeiten und die optimalen Witterungsbedingungen in den Fokus. Ideal ist ein mildes, frostfreies Wetter. Der Boden sollte warm und trocken beschaffen sein. So erhöhen Sie die Effizienz von Herbiziden gegen Klee im Rasen:

  • Etwa 2 Wochen vorher den Rasen düngen (je stärker das Wachstum, desto besser die Wirkung)
  • Vor der Anwendung des Unkrautvernichters den Rasen nicht mähen
  • Für die ersten 8 Stunden nach der Applizierung darf kein Regen angekündigt sein
  • Nicht unter direkter Sonneneinstrahlung ausbringen, da das Präparat dann zu schnell trocknet

Legen Sie schützende Arbeitskleidung an, bestehend aus Hose und langärmeligem Oberteil. Umsichtige Hobbygärtner legen überdies einen Atemschutz an. Da es sich um Flüssigpräparate handelt, empfehlen wir die Anwendung mittels Gießkanne. Der feine Sprühnebel eines Drucksprühers könnte abdriften zu den umliegenden Beeten. Versäumen Sie nicht, die Gießkanne anschließend gründlich von allen Resten des Herbizids zu säubern.

Tipp 5: Klee im Rasen wirksam vorbeugen – so geht’s

Unabhängig von der Kleeart, deutet das Wachstum im Rasen stets auf einem Mangel hin. Damit Sie sich erst gar nicht mit dem Entfernen von Unkraut herumschlagen müssen, dient eine fachgerechte Rasenpflege als wirksame Prophylaxe. Schenken Sie den folgenden Pflegefaktoren Ihre Beachtung, entziehen Sie Klee im Rasen die Lebensgrundlage:

  • Einen pH-Wert-Test oder eine Bodenanalyse erstellen im Abstand von 2-3 Jahren
  • Entsprechend des Ergebnisses im Frühjahr den Rasen kalken und düngen mit Hornmehl
  • Im Herbst den Rasen stärken mit Kalium-betontem Dünger
  • Nicht tiefer mähen als 4-5 Zentimeter, damit kein Sonnenlicht an die Unkrautsamen gelangt und diese keimen
  • Bei Trockenheit die Grasfläche regelmäßig wässern
  • Klee im Garten niemals blühen lassen, da sich die Samen vom Wind bis zum Rasen tragen lassen

Kalken des Rasens zur Vorbeugung gegen Klee ist ein zweischneidiges Schwert. Um gegen Weißklee und Sauerklee vorzugehen, wirkt Rasenkalk effektiv, da das Präparat den pH-Wert anhebt. Haben Sie es indes mit kalkliebendem Hornklee zu tun, greifen Sie dem Unkraut mit dem Mittel sogar noch unter die Arme.

Tipps & Tricks

Keine Lust auf wöchentliches Rasenmähen im Sommer? Dann legen Sie einen Blumenrasen an, als den goldenen Mittelweg zwischen einem uniformen Zierrasen und einer kniehohen Wildblumenwiese. Dieser Geniestreich gelingt dank einer Kombination aus langsam gedeihenden Rasensorten und kleinwüchsigen, trittfesten Blumenarten. Gemäht wird hier lediglich 2 bis 3 Mal pro Saison.

Text: Paula Jansen

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