Klee düngen
Klee bringt nicht nur Glück, er kann auch zu Dünger verarbeitet werden

Der richtige Dünger für oder gegen Klee im Garten

Das Thema Dünger kann beim Klee gleich aus drei verschiedenen Perspektiven interessant sein: Immerhin lässt sich mit gezielten Düngergaben nicht nur das Wachstum von Klee positiv oder negativ beeinflussen, sondern der Klee selbst kann auch als wertvoller Gründünger genutzt werden.

Der Klee als Gründünger

In der Landwirtschaft wird der Klee als Futterpflanze angebaut, die gleichzeitig auch den Boden verbessert. Rot- und Weißklee graben sich mit relativ fein verzweigten Wurzeln in den Boden hinein, sodass stark verdichtete Böden gut aufgelockert werden. Die an den Wurzeln des Klees sitzenden Knöllchenbakterien sorgen für eine Anreicherung von Stickstoff im Boden, sodass auf die zusätzliche Zufuhr von künstlich hergestelltem Stickstoffdünger verzichtet werden kann. Wird das Schnittmaterial der mehrjährigen Kleepflanzen nicht als Futter für Tiere angebaut, dann kann es in den Boden eingearbeitet werden.

Den Klee im Rasen mit Dünger bekämpfen

Da sich der Klee seinen Stickstoff wie oben schon angeführt über Knöllchenbakterien aus der Luft holen kann, überlebt er auf stickstoffarmen Böden deutlich besser als das Gras. Sollte in Ihrem Rasen also in weiten Teilen der Klee bereits das Gras verdrängt haben, so können Sie mit einer gezielten Zufuhr von stickstoffhaltigem Dünger das Wachstum des Rasens nach dem Vertikutieren des Kleeanteils verbessern. Verwenden Sie bei einem unerwünschten Kleebefall im Rasen keinesfalls stark phosphathaltige Düngermischungen, da dies das Wachstum des Klees noch verstärken würde. Hornspäne leisten in der Regel gute Dienste, wenn es um eine Stärkung der Gräser auf Kosten des Kleebefalls geht.

Im Garten angebauten Klee richtig düngen

Für den gezielten Anbau von Klee im Garten sind besonders die folgenden Nährstoffanteile und Bodenfaktoren sehr wichtig:

  • Phosphat
  • Kali
  • Bodenfeuchtigkeit
  • pH-Wert

Der Boden sollte für den Klee zwar möglichst nicht staunass, aber doch ausreichend feucht sein. Neben einer guten Versorgung mit phosphat- und kalihaltigem Dünger ist auch der pH-Wert des Bodens für ein gesundes Kleewachstum entscheidend: So sollte der pH-Wert beispielsweise für den Anbau von Rot- und Weißklee zwischen 6,0 und 6,7 liegen. Treten Mangelerscheinungen am eigentlich sehr genügsamen Klee auf, so handelt es sich meist eher um Schäden durch Trockenperioden oder nach Kahlfrösten.

Tipps

Eine Düngung mit Stickstoff kommt bei den Kleearten nur als Anschubhilfe bei neu angesäten Beständen in Betracht.

Text: Alexander Hallsteiner

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