Klee bekämpfen
Klee im Beet wird am besten per Hand gejätet

Lästigen Klee aus dem Garten entfernen

In vielen Gärten siedeln sich Bestände von Weiß- und Rotklee ganz von selbst an. Allerdings können die Kleepflanzen im Rasen nicht nur aus optischen Gründen stören: Immerhin locken die Blüten Bienen und Hummeln an, durch die das Barfuß-Gehen im Garten für Kinder wie Erwachsene zur Gefahr werden kann.

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Der Klee als Zeigerpflanze

Während manche Gärtner den Klee im Garten ganz gezielt als Ersatz für den Rasen anbauen, ärgern sich andere maßlos über Überhand nehmende Kleebestände in der Rasenfläche. Werden die Gräser im Rasen nach und nach von relativ dunklen und rötlichen Kleeblättern verdrängt, so handelt es sich in der Regel um den roten Sauerklee. Dieser sollte im Idealfall schon bald nach dem Auftreten ausgestochen werden, da er sich nach der Blütenbildung über Selbstaussaat stark selbst vermehren kann. Bleiben kleine Wurzeln des Sauerklees zurück im Boden, können aber auch diese weitere Pflanzen hervorbringen. Nach der mechanischen Entfernung sorgt eine Kalkgabe dafür, das Graswachstum gegenüber dem Sauerklee zu fördern.

Dem Klee mit dem Vertikutierer zu Leibe rücken

Auch Kleesorten wie der Weiß- und der Rot-Klee können im Rasen zu einer Art Plage werden. Diesen können Sie gut mit einem Vertikutierer zu Leibe rücken. Entfernen Sie die Kleepflanzen mit dem Vertikutierer möglichst gründlich aus der Grasnarbe und füllen Sie die kahlen Stellen anschließend mit feiner Erde und frischen Grassamen auf. Auch hierbei kann die Zufuhr von Kalk sinnvoll sein, um das Wachstum der Grashalme zu fördern und gleichzeitig den Klee in seinem Wachstum zu bremsen. Wenn Sie selbst über keinen eigenen Vertikutierer verfügen, dann können Sie ein solches Gerät meist entweder von einem Nachbarn oder tageweise in einem Gartencenter ausleihen.

Die richtige Düngerwahl hilft gegen Klee im Rasen

Wenn Ihre Rasenfläche unter einem Befall mit Unkraut wie dem Rotklee leidet, dann kann Ihnen die Auswahl des richtigen Düngers beim dauerhaften Vernichten der unerwünschten Kleepflanzen helfen. Insbesondere bei einer Vorgangsweise ohne Chemie sollten Sie auf Hornspäne als biologischen Langzeit-Dünger setzen. Dieser Dünger enthält wenig Phosphat und lässt die Grashalme stärker gegen die Ausbreitung des Klees „anwachsen“.

Das Graswachstum kann auch gestärkt werden durch:

  • regelmäßiges Wässern
  • Gaben von Stickstoff
  • eine höhere Einstellung beim Rasenmäher

Den Klee mit Folie abdecken

Wenn Sie den Klee in Ihrer Rasenfläche natürlich und ohne Chemie bekämpfen möchten, dann können Sie die Fläche mit einer lichtundurchlässigen Folie abdecken. Nach wenigen Wochen geht der lichthungrige Klee unter der Plane ein, sodass Sie diesen dauerhaft loswerden können. Das Gras leidet unter dieser Behandlung zwar auch, kann sich im Vergleich zum Klee aber in der Regel besser von der „Schattenkur“ erholen. Wenn allerdings die Rasenfläche fast nur noch aus Klee besteht, können Sie sich auch überlegen, den Klee eventuell gleich ganz als Rasenersatz zu akzeptieren.

Tipps

Damit Sie den Klee im Rasen ohne Chemie beseitigen können, dürfen Sie den Rasen nicht zu kurz und zu häufig mähen. Kurz gemähte Rasenflächen trocknen in der Sommerhitze leichter aus, wobei der Klee die Trockenheit oft noch besser verträgt als das Gras. Auch die vermehrte Lichtzufuhr lässt in einem kurz geschnittenen Rasen den Klee noch stärker wachsen, sodass das Vernichten aufgrund der stärkeren Ausbreitung noch schwieriger wird.

Text: Alexander Hallsteiner

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