Die Kalanchoe: Giftig oder ungefährlich für Mensch und Tier?

Die verschiedenen Kalanchoe-Arten verschönern mit ihrem interessanten Laub und, abhängig von der Art, ihren leuchtend gefärbten Blüten Wohnräume und Terrassen. Ausgesprochen robust können ihr auch Trockenzeiten oder sommerliche Hitze wenig anhaben. Doch gerade in Haushalten, in denen Kinder oder Haustiere leben ist es wichtig, nur ungiftige Pflanzen aufzustellen.

Flammende Käthchen giftig
Das Flammende Käthchen gilt als ungiftig

Nicht alle Kalanchoe-Arten sind ungiftig

Die Indoor am häufigsten gepflegte Kalanchoe dürfte das Flammende Käthchen sein. Mit den leuchtend bunten Blüten und den attraktiven Blättern ist sie ein ebenso dankbarer wie einfach zu pflegender Raumschmuck, der auch auf der Terrasse gut gedeiht.

Das Flammende Käthchen gilt, trotzdem die Inhaltsstoffe der Zierpflanze weitgehend unerforscht sind, als ungiftig. Allerdings wurde auch schon darüber berichtet, dass ein Baby nach dem Genuss von oberirdischen Pflanzenteilen unter Erbrechen und Bauchschmerzen litt.

Andere Kalanchoe-Arten wie Kalanchoe Beharensis gelten hingegen als giftig, denn sie enthalten beispielsweise:

  • Herzglykoside
  • Hellebrigenin-Glykoside

die zu Symptomen wie

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Herz-Kreislauf-Problemen

führen können.

Diese Gewächse dürfen keinesfalls in der Reichweite von Kindern aufgestellt werden.

Katzenbesitzer aufgepasst

Auch wenn viele Kalanchoe-Arten für uns Menschen, selbst ein Baby, ungiftig sind, so trifft dies leider für Samtpfoten nicht zu. Auf die in den Blättern enthaltenen Säuren reagieren die Stubentiger recht empfindlich. Frisst das Tier von der Pflanze, können:

  • erschwerter Atem
  • Schüttelkrämpfe
  • Lähmungen

auftreten.

Aus diesem Grund ist es besser, in Katzenhaushalten auf Kalanchoen zu verzichten oder diese zumindest so aufzustellen, dass die vierbeinigen Mitbewohner nicht von ihnen naschen können.

Tipps

Wie bei allen Zimmerpflanzen gilt: Auch wenn ein Gewächs als ungiftig gilt, sollte es so positioniert werden, dass Babys und Kleinkinder nicht an die Pflanzen kommen. Für Erwachsene eher harmlose Wirkstoffe können bei Kindern viel stärkere Symptome auslösen.

Text: Michaela Kaiser

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