Eine Kalanchoe vermehren – so müssen Sie vorgehen

Kalanchoen durch Ableger zu vermehren gelingt relativ problemlos. Machen Sie sich die Mühe, die Pflanzen selbst mit dem Pinsel zu bestäuben, reifen manchmal sogar keimfähige Samen heran, die Sie ebenfalls für die Nachzucht verwenden können.

Kalanchoe Stecklinge
Die Kalanchoe lässt sich ganz einfach über Stecklinge vermehren

Ableger schneiden

Die Nachzucht erfolgt durch Trieb- oder Blattstecklinge. Dies ist jedoch abhängig davon, wie die Kalanchoe gewachsen ist. Manche Pflanzen bilden keine längeren Sprosse, sodass Sie in diesem Fall nur einzelne Blätter verwenden können.

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Triebstecklinge

Für diese benötigen Sie Triebe mit mindestens zwei Blätterpaaren. Trennen Sie diese ab und entfernen Sie das untere Blattpaar. Gehen Sie dann folgendermaßen vor:

  • Anzuchttöpfchen mit Anzuchterde füllen.
  • Schräg angeschnittenen Steckling in die Erde stecken.
  • Substrat mit einem Sprühgerät anfeuchten.
  • Um ein Gewächshausklima zu erzeugen, eine durchsichtige Plastiktüte oder eine Haube über die Töpfe stülpen.
  • An einen hellen aber absonnigen, warmen Platz stellen.
  • Täglich lüften und gleichmäßig feucht halten.

Blattstecklinge

Trennen Sie zunächst ein Blatt ab. Schneiden Sie die gezackten Ränder ab und wickeln Sie einen feinen Blumendraht um den Steckling, mit dem Sie diesen auf gleichmäßig feucht gehaltenem Anzuchtsubstrat (9,05€ bei Amazon*) befestigen. Die neuen Pflänzchen bilden sich innerhalb von etwa drei Wochen direkt an den beschnittenen Rändern.

Sobald die Pflänzchen etwa zwei bis drei Zentimeter groß sind, werden sie abgelöst und in ein Gemisch aus Torf und Sand umgesetzt.

Vermehrung durch Samen

Möchten Sie die Pflanze auf diese Weise vermehren, müssen Sie zunächst die Blüten mit einem Pinsel bestäuben. Schneiden Sie Verblühtes nicht aus, sondern warten Sie, bis sich Samen gebildet haben.

Ausgesät wird auf Sukkulenten-Erde, da diese die optimalen Keimbedingungen bietet. Streuen Sie die Samen auf das angefeuchtete Substrat, diese werden nicht mit Erde bedeckt. Stellen Sie die Gefäße an einen hellen Platz, an dem ganztägig Temperaturen von mindestens 21 Grad herrschen.

Bereits nach zehn Tagen beginnt die Saat zu keimen, nach etwa sechs Wochen können Sie die Pflänzchen vereinzeln und wie die Mutterpflanze weiterpflegen.

Tipps

Die Kalanchoe reagiert sehr empfindlich auf Ethylen, einem Gas, das Obst und Gemüse während der Reife abgibt, und das auch in Zigarettenrauch enthalten ist. Es bewirkt, dass die Blüten verblassen und verwelken und schädigt zudem das Laub. Stellen Sie die Kalanchoe deshalb nicht in die Küche oder in Räume, in denen geraucht wird.

Text: Michaela Kaiser

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