Flammendes Käthchen

Flammendes Käthchen verblüht? Kein Grund zum Entsorgen!

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Das Flammende Käthchen begeistert mit seinen leuchtenden Blüten, benötigt nach der Blüte jedoch die richtige Pflege. Dieser Artikel gibt wertvolle Tipps für den Rückschnitt, die Überwinterung und die Vermehrung dieser beliebten Pflanze.

Flammendes Käthchen nach der Blüte
Wird das Flammende Käthchen nach der Blüte richtig gepflegt, blüht es erneut

Maßnahmen nach dem Verblühen

Das Flammende Käthchen (Kalanchoe blossfeldiana) begeistert mit farbenfrohen Blüten in Rot, Rosa, Orange, Gelb und Weiß. Die Blütezeit erstreckt sich meist von Februar bis Juni. Nach dem Verblühen sollten Sie einige Maßnahmen ergreifen, um die Pflanze optimal auf die nächste Blütephase vorzubereiten.

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Verwelkte Blüten entfernen

Um die Pflanze zu entlasten und die Bildung neuer Knospen zu fördern, entfernen Sie die verwelkten Blütenstände. Schneiden Sie die verblühten Blüten einzeln ab, ohne den gesamten Blütenstiel zu entfernen. Aus den verbliebenen Rispen können sich neue Blüten entwickeln.

Rückschnitt der Pflanze

Nach der Blütephase hilft ein Rückschnitt dem Flammenden Käthchen, kompakt und buschig zu bleiben. Schneiden Sie oberhalb eines Blattpaares mit einer scharfen Schere. Entfernen Sie zusätzlich verwelkte oder beschädigte Pflanzenteile.

Lichtregulierung zur Knospenbildung

Als Kurztagspflanze benötigt das Flammende Käthchen eine lange Dunkelphase zur Knospenbildung. Ab Herbst sollte die Pflanze für etwa sechs Wochen täglich maximal neun Stunden Licht erhalten. Stellen Sie die Pflanze hierzu an einen dunklen Ort oder decken Sie sie mit einem lichtundurchlässigen Material ab.

Standort und Temperatur

Das Flammende Käthchen bevorzugt einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung, da zu starkes Licht zu Verbrennungen und Blattverfärbungen führen kann. Ideale Temperaturen liegen zwischen 18 und 20 Grad Celsius. Im Winter ist ein kühlerer Standort besser, wobei die Temperatur nicht unter 15 Grad Celsius fallen sollte. Ein unbeheizter Hausflur mit Fenster oder ein helles Schlafzimmer sind gute Optionen für die Überwinterung.

Gießen und Düngen

Als sukkulente Pflanze speichert das Flammende Käthchen Wasser in seinen Blättern. Daher sollte es nur mäßig gegossen werden, und die Erde sollte zwischen den Gießvorgängen vollständig trocknen. Staunässe kann zu Wurzelfäule führen. Während der Wachstumsphase von April bis August benötigt die Pflanze alle 14 Tage Nährstoffgaben. Verwenden Sie Kakteendünger oder Kaffeesatz. Ab Herbst wird die Düngung eingestellt, damit die Pflanze in die Ruhephase übergehen kann.

Vermehrung durch Stecklinge

Das Flammende Käthchen lässt sich leicht durch Stecklinge vermehren. Schneiden Sie etwa 10 bis 15 cm lange Triebspitzen ab und lassen Sie diese kurz an­trocknen. Entfernen Sie die unteren Blätter und stecken Sie die Stecklinge in eine Mischung aus Erde und Sand. Halten Sie die Erde mäßig feucht oder besprühen Sie sie. Stellen Sie die Stecklinge bei Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius auf. Nach einigen Tagen bis Wochen beginnen die Stecklinge zu wurzeln und neue Blätter zu treiben. Der Frühling ist die ideale Jahreszeit für die Vermehrung.

Krankheiten und Schädlinge

Das Flammende Käthchen ist eine robuste Pflanze und wird nur selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen. Probleme können jedoch durch übermäßige Feuchtigkeit entstehen. Staunässe führt häufig zu Wurzelfäule, die das Absterben der Pflanze verursachen kann. Mehltau kann bei zu hoher Luftfeuchtigkeit auftreten, lässt sich aber gut mit geeigneten Maßnahmen bekämpfen. Eine gute Pflege und das Vermeiden von zu viel Nässe tragen wesentlich zur Gesunderhaltung der Pflanze bei.