bogenhanf
Der Bogenhanf stammt ursprünglich aus Afrika

Bogenhanf richtig pflegen

Bogenhanf (bot. Sansevieria), wegen seiner bis zu einen Meter hohen und spitzen Blätter auch als Schwiegermutterzunge bezeichnet, gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen in deutschen Wohnzimmern. Bereits seit Jahrzehnten auf den Fensterbänken etabliert, gewann das Gewächs aufgrund vieler positiver Eigenschaften erneut stark an Beliebtheit: Nicht nur, dass die verschiedenen Sorten äußerst pflegeleicht sind und wenig Ansprüche stellen, gilt Bogenhanf zudem als biologischer Luftreiniger. Tatsächlich wird empfohlen, die Pflanzen bevorzugt im Schlaf- oder Wohnzimmer aufzustellen, da sie giftige Stoffe aus der Umgebungsluft filtern und stattdessen vermehrt Sauerstoff abgeben.

Herkunft und Verbreitung

Der Bogenhanf ist bereits seit Jahrzehnten eine beliebte und pflegeleichte Zimmerpflanze in deutschen Wohnzimmern. Ihr botanischer Name, Sansevieria, ist eine Referenz an den berühmten italienischen Adligen und Förderer der Wissenschaften Pietro Antonio Sanseverino (1724-1772), der die exotischen Pflanzen bereits im 18. Jahrhundert in seinem Garten kultivierte. Heute noch ist der Bogenhanf im südlichen Europa sowie auf den mediterranen Inseln in vielen Gärten weit verbreitet, kommt aber auch in verwilderter Form vor.

Ursprünglich stammt die wegen ihrer spitzen Blätter scherzhaft auch als “Schwiegermutterzunge” bezeichnete Pflanze aus dem trockenen, warmen Klima der tropischen Regionen Mittel- und Ostafrikas, wo sie vor allem in den Wüsten Kenias und Tansanias in zahlreichen Arten zu Hause ist. Einige wenige der insgesamt 67 Arten kommen zudem im tropischen Asien, vor allem in Indien, Myanmar und Sri Lanka, vor. Viele Sansevieria-Arten haben faserreiche Blätter, die lange Zeit einen wichtigen Rohstoff für die Herstellung von Körben, Matten und anderem Flechtwerk sowie von Seilen, Bogensehnen und Kleidung darstellten. Der deutsche Name “Bogenhanf” verweist auf diesen Zweck, wobei die Bedeutung der Pflanze seit des Siegeszuges verschiedener Kunstfasern stark nachgelassen hat.

Heute wird die Gattung Sansevieria aus botanischer Sicht in die Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) eingeordnet und ist eng verwandt mit der Dracaena (Drachenbaum), gehört allerdings nicht zu dieser. Früher galt Bogenhanf wegen der oberflächlichen optischen Ähnlichkeit als Angehöriger der Gattung der Agavengewächse (Agavoideae), was sich jedoch wissenschaftlich nicht bestätigt hat.

Verwendung

Als tropische Wüstenpflanze ist Sansevieria hierzulande nicht frosthart und kann daher ausschließlich als Zimmerpflanze kultiviert werden. In klimatisch günstigeren Regionen jedoch, beispielsweise in den Mittelmeeranrainern sowie im Süden der USA, wird die Pflanze auch sehr gern in den Garten gepflanzt. Hier ist etwa eine Verwendung als eine Art Grundstücksbegrenzung weit verbreitet.

In Afrika dienen die faserigen Blätter einiger Bogenhanf-Arten zur Herstellung von Körben, Matten, Bogensehnen, Seilen und sogar Kleidung. Darauf verweist auch die alternative Bezeichnung “Afrikanischer Sisal”, mit der heute noch für bestimmte kunsthandwerkliche Produkte geworben wird. Andere Arten wie Sansevieria ehrenbergii wiederum fanden und finden wegen ihrer antiseptischen Inhaltsstoffe Anwendung in der Volksmedizin mancher Regionen und Länder Afrikas, beispielsweise zur Behandlung von Geschwüren und Hautausschlägen.

Aussehen und Wuchs

Die bei uns als Zimmerpflanzen kultivierten Sansevieria-Arten – Sansevieria trifasciata und Sansevieria cylindrica – bilden keinen Stamm aus. Stattdessen handelt es sich um ausdauernde, immergrüne Sukkulenten, deren fleischige Blätter direkt aus den unterirdischen Rhizomen entspringen. Die Pflanzen bilden mit der Zeit immer umfangreicher werdende Horste, die, wird nicht regelmäßig umgetopft, sogar das Pflanzgefäß sprengen können. Typisch sind auch die oberirdisch ausgebildeten Ausläufer, über die sich der Bogenhanf praktisch selbst vermehrt.

Blätter

Typisch für die Blätter der Art Sansevieria trifasciata sind die, je nach Art mehr oder weniger, breiten, spitz zulaufenden und dickfleischigen Blätter. Diese sind entweder wie eine Rosette angeordnet oder wachsen straff aufrecht. Die verschiedenen Sorten von Sansevieria cylindrica hingegen bilden runde und bis zu 150 Zentimeter lang werdende Blätter aus. Im Hinblick auf die zahlreichen Varianten bei der Blattzeichnung sind die rund 70 Sorten sehr vielgestaltig: Neben Sorten mit einfarbig dunkelgrünen Blättern gibt es zahlreiche Formen mit gelben, hell- oder dunkelgrünen Querbändern sowie solche mit einer in verschiedenen Grüntönen gehaltenen Sprenkelung.

Blüten und Früchte

Wird der Bogenhanf entsprechend seiner Bedürfnisse gut gepflegt, entwickelt er nach einigen Jahren manchmal eine Blüte. Die süßlich duftenden, grünlichweißen Blüten sind rispenartig an einem kurzen Schaft angeordnet und öffnen sich stets nur in der Nacht. In der Natur erfolgt die Bestäubung durch Motten, die natürlich hierzulande nicht verkommen. Aus diesem Grund entwickeln sich in der Regel keine Samen, die sich anderenfalls in den orangefarbenen bis roten Beeren der Sansevieria ausbilden. Nach der Blüte stirbt der blütentragende Trieb ab, nicht jedoch die Pflanze. Blüten am Bogenhanf sind in Zimmerkultur sehr selten und daher immer eine Besonderheit.

Giftigkeit

Insbesondere die in den letzten Jahren als Zimmerpflanze immer beliebter werdende Sansevieria cylindrica enthält giftige Saponine und sollte daher von kleinen Kindern und Haustieren – vor allem von Katzen, Hunden und Nagern wie Meerschweinchen und Kaninchen – ferngehalten werden. Eine Vergiftung, etwa ausgelöst durch einen Verzehr der dicken Blätter, äußert sich typischerweise durch Übelkeit, verbunden mit Krämpfen, Erbrechen und Durchfall. Geben Sie dem Betroffenen im Vergiftungsfall reichlich Wasser (ohne Kohlensäure und auf keinen Fall Milch!) zu trinken und suchen Sie umgehend einen Arzt bzw. Tierarzt auf.

Welcher Standort ist geeignet?

Am besten gedeiht der Bogenhanf an möglichst sonnigen und warmen Standorten, beispielsweise direkt an einem nach Süden ausgerichtetem Fenster. Nur bei ausreichend Licht bilden sich die aparten Blattmuster vieler Sorten aus, während sich die Blätter an dunklen Standorten schnell dunkelgrün färben. Achten Sie jedoch darauf, die Pflanze an direkte Sonne – insbesondere wenn es sich um Mittagssonne handelt – langsam zu gewöhnen, da ansonsten Blattverbrennungen drohen. Die genügsame Sansevieria gedeiht jedoch auch an schattigeren und kühleren Orten, wächst dann jedoch deutlich langsamer.

Als Wüstenbewohner toleriert der Bogenhaft Trockenheit und kühlere Temperaturen sehr gut, wobei diese jedoch nicht unter 12 °C fallen dürfen. Am wohlsten fühlt sich die Pflanze jedoch in einer warmen und Luftfeuchten Umgebung, weshalb viele Menschen den Bogenhanf gern ins Badezimmer oder in die Küche stellen. Während der warmen Sommermonate können Sie die Pflanze – natürlich mit einer entsprechenden, langsamen Gewöhnung an den neuen Standort – auf dem Balkon oder der Terrasse kultivieren, sollten sie jedoch im zeitigen Herbst sowie bei kalten und regnerischen Witterungsbedingungen rechtzeitig hereinholen.
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Substrat

Als Wüstenpflanze bevorzugt der Bogenhanf ein eher trockenes, gut durchlässiges und mineralisches Substrat. Kakteenerde ist sehr gut geeignet, ebenso ein selbst ungemischter Mix aus Komposterde und einem Drittel Sand bzw. Kies. Diesem Gemisch fügen Sie für die bessere Durchlässigkeit möglichst noch Perlite, Blähten oder ein anderes Tongranulat u. ä. hinzu. Weniger geeignet ist hingegen handelsübliche Blumen- bzw. Grünpflanzenerde, auch wenn der Bogenhanf – anpassungsfähig wie er ist – darin wachsen wird. Auch Gartenerde eignet sich nicht. Dafür jedoch sind Sansevierien dankbare Kandidaten für eine Hydrokultur, für die Sie eine kleine bis mittelgroße Körnung wählen sollten.

Bogenhanf richtig pflanzen

Da die Blätter der Sansevierien zwischen 100 und 150 Zentimeter hoch werden können, erreichen sie oft auch ein entsprechendes Gewicht. Diese hochwüchsigen Sorten werden mit den Jahren recht kopflastig, weshalb Sie sie als Schutz vor dem Umkippen in Pflanzgefäße aus schweren Materialien – beispielsweise Ton oder Keramik – setzen sollten. Außerdem sollten die Töpfe einen möglichst weiten Durchmesser aufweisen, da die dicken Rhizome der Sansevierien sich dicht unter der Substratoberfläche ausbreiten. Dafür kann das Gefäß auch eher flach sein.

Beim Pflanzen des Bogenhanfs ist unbedingt auf eine gute Drainage im Topf zu achten, da der Wüstenbewohner dauerhafte Feuchtigkeit und insbesondere Staunässe nur schwer verträgt. Das Pflanzgefäß muss ein ausreichend großes Abflussloch am Boden besitzen und sich zudem auf einem Untersetzer oder in einem Übertopf befinden. Hierein kann überschüssiges Gießwasser abfließen, woraus Sie es zügig nach dem Wässern wieder entfernen. Das Drainageloch wiederum bedecken Sie mit einigen Tonscherben, um ein Verstopfen durch Verschlämmen zu vermeiden und legen zudem eine dünne Kiesschicht bzw. eine Schicht aus Tongranulat ein. Erst darüber füllen Sie das Substrat ein.

Umtopfen

Den richtigen Zeitpunkt fürs Umtopfen erkennen Sie bei Sansevierien nicht nur an den aus dem Topf herauswachsenden Wurzeln, sondern auch ein vereinzelnd abknickenden Blättern – diese brechen, weil ihr Rhizom für einen festen Halt nicht mehr ausreichend im Substrat verankert ist. Braucht die Pflanze noch kein größeres Gefäß bzw. befindet sich bereits in einem großen Topf, tauschen Sie dennoch jährlich die oberste Substratschicht aus. Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr zwischen März und April.
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Bogenhanf gießen

Sansevierien haben dicke, fleischige Blätter, die sehr viel Wasser speichern und die sukkulente Pflanze so perfekt für längere Trockenperioden wappnen. Aus diesem Grund verträgt der Bogenhanf Trockenheit hervorragend, anhaltende Feuchtigkeit oder gar Staunässe dagegen nur schwer oder gar nicht. Daher sollten die Pflanzen nur wenig gegossen und zwischendurch gründlich durchgetrocknet werden. Wässern Sie während der Vegetationsperiode so, dass das Substrat gut durchfeuchtet wird. Anschließend kann der Wurzelballen ruhig einmal austrocknet, das schadet der Pflanze überhaupt nicht. In den Wintermonaten hingegen wird nur schluckweise gegossen. Zu jeder Jahreszeit messen Sie den passenden Zeitpunkt fürs Gießen mit Hilfe Ihres Zeigefingers: Stecken Sie diesen ins Substrat und fühlen Sie seine Feuchtigkeit. Ist die Erde in einigen Zentimetern Tiefe bereits gut abgetrocknet, kann erneut Wasser gegeben werden.

Achten Sie beim Gießen unbedingt darauf, nicht die Blätter zu befeuchten. Insbesondere, wenn sich das Wasser in den Blattrosetten sammelt, entsteht schnell Fäulnis. Eine Überwässerung zeigt sich übrigens schnell an weich werdenden Blättern und / oder fauligen Stellen. Ein schimmeliger Geruch aus dem Topf heraus verweist auf eine bereits eingetretene Wurzelfäulnis.
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Bogenhanf richtig düngen

Nicht nur beim Gießen, auch beim Düngen ist Zurückhaltung gefragt. Ein Zuviel an Dünger verursacht ebenfalls weiche Blätter, die dann schnell abknicken und / oder abbrechen. Auch gelbliche bis bräunliche Verfärbungen sind in diesem Fall nicht selten. Düngen Sie den Bogenhanf zwischen April und August höchstens einmal im Monat, wofür Sie bestenfalls einen niedrig dosierten Kakteendünger verwenden. Halbieren Sie die bei der Anwendungsbeschreibung des Herstellers angegebene Menge, denn Sansevierien haben keinen hohen Nährstoffbedarf und kommen mit deutlich weniger aus. Verwenden Sie einen flüssigen Dünger, den Sie zusammen mit dem Gießwasser verabreichen. Düngen Sie niemals auf trockenes Substrat, da dies Wurzelschäden verursachen kann. In den übrigen Monaten zwischen September und März wird hingegen nicht gedüngt, lediglich wenig gewässert.

Bogenhanf richtig schneiden

Manche Arten und Sorten des Bogenhanfs können mit 100 bis 150 Zentimetern recht hohe Blätter bekommen und somit zu groß für die Fensterbank werden. Allerdings wachsen die Pflanzen nur sehr langsam, so dass es einige Jahre dauern kann bis eine entsprechende Größe erreicht wird. Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen möchte, wählt eine niedrig bleibende Sorte wie beispielsweise Sansevieria trifasciata Hahnium.

Ein Zurückschneiden der Blätter ist beim Bogenhanf definitiv nicht zu empfehlen, denn die entsprechenden Triebe treiben nicht wieder aus. Stattdessen verbleibt eine unschöne Kante, die sich braun verfärbt. Auch stellt ein solcher Schnitt für Pilze und andere Krankheitserreger ein Einfallstor dar, so dass die Pflanze nicht nur optisch an Attraktivität verliert. Allerdings lassen sich anstatt von Blattstücken ganze Blätter dicht über dem Substratboden abschneiden, etwa, um braune und vertrocknete Blätter zu entfernen oder um Stecklinge zu gewinnen.

Bogenhanf vermehren

Sansevierien lassen sich recht einfach durch Blattstecklinge sowie, im Falle von großen Pflanzen, auch durch Teilung vermehren.

Vermehrung durch Stecklinge

Bei der Stecklingsvermehrung des Bogenhanfs brauchen Sie Geduld, denn durch das langsame Wachstum der Pflanze dauert es einige Jahre bis ein ansehnliches Gewächs entstanden ist. Allerdings macht es auch viel Freude, den Winzling von Anfang an selbst großzuziehen. Und so funktioniert es:

  • Schneiden Sie ein ganzes Blatt direkt über dem Boden ab.
  • Zerteilen Sie dieses gleichmäßig in ca. zehn Zentimeter große Teilstücke.
  • Bringen Sie mit einem Stift eine Markierung für “oben” oder “unten” an.
  • Tauchen Sie die untere Schnittkante in ein Bewurzelungspulver.
  • Setzen Sie die Stecklinge mit der unteren Kante mehrere Zentimeter tief in ein Anzuchtsubstrat.
  • Stellen Sie den Anzuchttopf an einen hellen und warmen, aber nicht direkt sonnigen Standort.
  • Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, aber nicht nass.
  • “Gespannte Luft”, d. h. eine Folienabdeckung o. ä. ist nicht notwendig.

Nach einigen Wochen entwickeln die Stecklinge die ersten Wurzeln, etwas später zeigen sich die ersten Ableger. Nun können Sie das Blattstück entfernen, da die eigentliche Pflanze aus dem entstandenem Rhizom heraus wächst. Buntlaubige Sorten sollten Sie übrigens immer über Teilung vermehren, da deren Stecklinge in der Regel einfarbig grüne Blätter entwickeln.

Vermehrung durch Teilung

Zu groß gewordene Exemplare können bedenkenlos geteilt werden, was Sie am besten im Zusammenhang mit einem ohnehin fälligen Umtopfen erledigen können. Halten Sie für jede neue Einzelpflanze einen eigenen Topf mit geeignetem Substrat bereit. So funktioniert das Teilen:

  • Heben Sie den Bogenhanf aus dem Pflanzgefäß heraus.
  • Entfernen Sie das Substrat vorsichtig von den Wurzeln.
  • Schauen Sie nach kleinen Seitentrieben bzw. Ablegern oder Nebenrosetten, die bevorzugt abgeteilt werden sollten.
  • Schneiden Sie diese notfalls mit Hilfe eines scharfen und desinfizierten Messers von der Mutterpflanze ab.
  • Ist die Pflanze immer noch zu groß, können Sie sie auch ganz teilen.
  • Dabei sollte jedes Rhizomstück mindestens einen Austrieb, besser mehr als zwei, aufweisen.
  • Pflanzen Sie die Teilstücke sofort nach dem Teilen separat ein.
  • Hierzu können Sie Kakteenerde oder ein Erde-Sand-Gemisch verwenden.

Ein Bewurzelungspulver ist in diesem Fall nicht notwendig, schließlich sind die Teilstücke schon bewurzelt. Ansonsten pflegen Sie die neuen Sansevieria wie den erwachsenen Bogenhanf auch.
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Überwintern

Da der Bogenhanf nicht winterhart ist, muss er frostfrei überwintern. Dies tut er möglichst bei etwa 13 bis 16 °C und sehr sparsamer Wässerung. Natürlich können Sie die Sukkulente auch weiterhin im warmen Wohnzimmer kultivieren, allerdings übersteht die Pflanze die lichtarme Zeit am besten in einem kühleren Raum. Während dieser Zeit stellt der Bogenhanf sein Wachstum ein. Sobald die Tage im Frühjahr wieder länger und die Sonnenstunden mehr werden, erhöhen Sie allmählich die Temperatur sowie die Wassergaben.

Krankheiten und Schädlinge

Sansevierien sind sehr robuste Gewächse, die lediglich durch gröbere Pflegefehler erkranken. Ein Schädlingsbefall ist hingegen selten, kann aber vorkommen. Vor allem Wollläuse und Spinnmilben treten gelegentlich auf, wobei Sie betroffene Pflanzen möglichst nicht abduschen sollten.

  • braun verfärbte / weiche Blätter: Wurzelfäule durch Staunässe, aber auch zu niedrige Temperaturen
  • gelb verfärbte / schlaffe Blätter: Überwässerung bzw. Überdüngung
  • braune Flecken an den Blättern: Trockenheit
  • feuchte, weiche Stellen an den Blättern: Pilzbefall

Sollte der Bogenhanf von einem Pilz befallen sein und seine Blätter dadurch weich werden, ist die Pflanze in der Regel nicht mehr zu retten. Sie können jedoch die Blattspitzen abschneiden und diese als Stecklinge für neue Pflanzen verwenden.

Tipps

Als Geschenk hat der Bogenhanf hierzulande einen eher schlechten Ruf, was nicht zuletzt seinem Beinamen “Schwiegermutterzunge” zu verdanken ist. Tatsächlich handelt es sich jedoch um ein pflegeleichtes Gewächs, welches obendrein noch die Raumluft verbessert und somit ein prima Mitbringsel darstellt. Weisen Sie in diesem Fall auf die zahlreichen Vorteile der Zimmerpflanze hin und erwähnen Sie insbesondere bei Ihrer Schwiegermutter, dass es sich keineswegs um eine fiese Anspielung handelt.

Arten und Sorten

Die Art Sansevieria trifasciata wird schon seit vielen Jahrzehnten als Zimmerpflanze kultiviert, von ihr gibt es zahlreiche Zierformen in unterschiedlichen Wuchshöhen, Wuchsarten und Blattfarben. Neben den grünlaubigen Formen besonders beliebt ist die Unterart laurentii, die mit breit hellgelb umrandeten Blättern aufwarten kann. Diese Art kann mit Wuchshöhen von mehr als einem Meter recht hoch werden, während die Sorten der Unterart Sansevieria trifasciata hahnii mit einer Höhe von durchschnittlich bis zu 20 Zentimetern vergleichsweise klein bleiben. Auch Hahnii-Formen gibt es in sehr unterschiedlichen Farben.

Noch relativ neu als Zimmerpflanze ist hingegen Sansevieria cylindrica mit ihren rundlichen, säulenartig aufrecht wachsenden Blättern. Auch diese Zuchtform bleibt recht kompakt und eignet sich daher prima für die heimische Fensterbank. Die Blätter dieser Art werden häufig in geflochtener Form angeboten, was jedoch nicht der natürlichen Wuchsform entspricht. Einige interessante Zierformen gibt es auch von der seltenen Sansevieria kirkii, die sehr schmale und eher kurze Blätter hat.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: ilushutter/Shutterstock

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