Bogenhanf alle drei bis vier Jahre umtopfen

Sansevieria, auch als Bogenhanf oder Bajonettpflanze bekannt, ist die perfekte Zimmerpflanze für Menschen ohne "grünen Daumen". Das attraktive Gewächs verschönert nicht nur jedes Wohnzimmer, es sorgt auch noch für saubere Luft und ist dabei zudem leicht zu pflegen. Längere Trockenperioden übersteht die Pflanze dank ihrer fleischigen, Wasser speichernden Blätter problemlos, auch braucht sie nicht allzu viel Dünger und keinen großen Topf.

Bogenhanf neuer Topf
Bogenhanf muss nur selten umgetopft werden
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Nicht zu großes Pflanzgefäß wählen

Der Bogenhanf fühlt sich nämlich in eher engen Pflanzgefäßen wohler, weshalb die Pflanze trotz einer mitunter beachtlichen Höhe von bis zu 150 Zentimetern – je nach Art und Sorte – dennoch nur vergleichsweise kleine Töpfe braucht. Ein Umtopfen ist daher erst dann notwendig, wenn Wurzeln und Rhizome den Topf zu sprengen drohen. Ist dies der Fall, wählen Sie lediglich die nächstgrößte Kübelgröße aus – diese ist im Regelfall vollkommen ausreichend.

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Welches Substrat eignet sich für Bogenhanf?

Als sukkulente, d. h. Wasser speichernde, Pflanze braucht Bogenhanf ein eher durchlässiges und nährstoffarmes Substrat. Sehr gut geeignet ist handelsübliche Kakteenerde, Sie können aber auch Perlit verwenden oder eine Mischung aus Blumenerde und Sand. Ebenfalls empfehlenswert ist eine Hydrokultur.

Sehr große Pflanzen beim Umtopfen teilen

Ältere Sansevierien werden nicht nur sehr hoch, sie bilden auch Ableger aus. Diese können Sie beim Umtopfen mit einem scharfen Messer von der Mutterpflanze abtrennen und anschließend separat einpflanzen. Neben dieser Form der Vermehrung funktioniert auch das Teilen großer Pflanzen sehr gut.

Bogenhanf umtopfen – so gehen Sie vor

Bogenhanf sollte nach Möglichkeit im Frühjahr umgepflanzt werden. Sollte es jedoch dringend sein (beispielsweise weil die Pflanze ihren Kübel zu sprengen droht), dann kann diese Maßnahme während der Wachstumsperiode grundsätzlich jederzeit durchgeführt werden. Wählen Sie außerdem ein Pflanzgefäß aus einem möglichst schweren Material wie Ton, da Bogenhanf recht kopflastig ist und in leichten Plastikgefäßen schnell umzukippen droht.

  • Nehmen Sie ein scharfes und sauberes Messer.
  • Fahren Sie damit einmal entlang des Topfrandes und lösen Sie Erde sowie Wurzeln vom Topf.
  • Heben Sie nun die Pflanze vorsichtig aus dem Topf
  • und nehmen Sie die Wurzeln genau auf eventuelle Beschädigungen in Augenschein.
  • Bedecken Sie im neuen Topf die Abflusslöcher mit einem dichtmaschigen Netz
  • oder mit großen Tonscherben.
  • Füllen Sie eine Drainageschicht ein, beispielsweise aus Tonscherben.
  • Füllen Sie nun eine Schicht Substrat hinein und halten Sie die Pflanze in den Topf.
  • Nun werden sorgfältig alle Löcher vorsichtig mit Substrat geschlossen
  • und das Ganze sanft angedrückt.
  • Gießen Sie die Pflanze leicht an.

Tipps

Da die Wurzeln sehr fein sind, sollte die Pflanzerde der Pflanze einen guten Halt geben. Daher wählen Sie möglichst keine grobkörnigen Substrate.

Text: Ines Jachomowski

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