Hortensien verlieren ihre Blätter – wann, warum, was tun?

Blattverlust an Hortensien (Hydrangea) kann der Jahreszeit geschuldet sein oder auf ein ernsthaftes Problem hinweisen. Lesen Sie hier wissenswerte Tipps rund um häufige Ursachen für herabfallende Hortensienblätter. Das ist zu tun, wenn Hortensien vorzeitig ihre Blätter verlieren.

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Krankheit ist nur eine von vielen möglichen Ursachen, wenn die Hortensie Blätter verliert

Wann verlieren Hortensien ihre Blätter?

Hortensien (Hydrangea) gedeihen als laubabwerfende Sträucher. Im Herbst verlieren die Gehölze alle Blätter, denn es geht um Leben und Tod. Einzig im blattlosen Zustand können Hortensien den Winter überleben.

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Sinkende Temperaturen und kürzere Tage signalisieren Hortensien, dass der Winter vor der Türe steht. Die Sträucher verlagern Blattgrün (Chlorophyll) sowie Nährstoffe in ihre Wurzeln und kappen die Wasserversorgung der Blätter. Daraufhin wird das Laub welk und fällt zu Boden. Im nächsten Frühling treiben neue Blätter munter aus.

Was sind häufige Ursachen für vorzeitigen Blattverlust?

Blattabwurf im Frühling oder Sommer ist ein wichtiger Hinweis, dass es Ihrer Hortensie nicht gut geht. Das sind die häufigsten Ursachen, wenn Hortensien vorzeitig ihre Blätter verlieren:

  • Falscher Standort: pralle Sonneneinstrahlung.
  • Pflegefehler: Trockenstress, Staunässe, Nährstoffmangel, Frostschaden.
  • Krankheiten und Schädlinge: Chlorose, Eisenmangel, Pilzinfektion, Blattläuse, Spinnmilben.

Falscher Standort verursacht Blattabwurf – was tun?

Für ein optimales, gesundes Wachstum bevorzugen Hortensien einen halbschattigen Standort und saures Substrat. Abrupte Sonneneinstrahlung nach dem Ausräumen von Topf-Hortensien verursacht Sonnenbrand und Blattverlust. Sind Hortensien im Beet dauerhaft praller Sonne ausgesetzt, werfen die Sträucher zum Selbstschutz die Blätter ab. Das ist zu tun:

  • Topf-Hortensien nach dem Ausräumen im Frühling 14 Tage draußen am schattigen Standort akklimatisieren.
  • Beet-Hortensien umpflanzen an einen halbschattigen Standort mit einem pH-Wert von 4,0 bis 6,0.

Hortensien verlieren Blätter durch Pflegefehler – was tun?

Die Pflege von Hortensien ist geprägt von einem hohen Wasser- und Nährstoffverbrauch sowie einer bedingten Winterhärte. Kommt es hier zu Defiziten, werfen die Blütensträucher empört ihre Blätter ab. Mit diesen Gegenmaßnahmen stoppen Sie den verfrühten Laubfall:

  • Ursache Trockenheit: Beet-Hortensien durchdringend gießen, Topf-Hortensien in Regenwasser tauchen.
  • Ursache Staunässe: Beet-Hortensien sparsamer gießen oder umpflanzen, Topf-Hortensien umtopfen.
  • Ursache Nährstoffmangel: von März bis Anfang August wöchentlich düngen mit flüssigen Hortensiendünger.
  • Ursache Frostschaden: Beet-Hortensien mit Stroh mulchen als Winterschutz, Topf-Hortensien frostfrei überwintern, gegen Spätfrost-Schäden mit Vlieshaube schützen.

Blattverlust durch Krankheiten und Schädlinge – was tun?

Sind Hortensien geschwächt durch Standortprobleme oder Pflegefehler, haben Krankheiten und Schädlinge leichtes Spiel. Je nach Ursache sind die ersten Symptome hellgrüne Blätter (Chlorose, Eisenmangel, Stickstoffmangel), pilzlicher Blattbelag (Pilzinfektion) oder gesprenkelte Blattflecken mit eingerollten Blatträndern (Schädlinge). Das hilft:

  • Ursache Chlorose infolge von Eisenmangel: Bittersalz oder Aluminiumsulfat (Alaun) gießen, alternativ umpflanzen in saure Erde.
  • Ursache Stickstoffmangel: Blatt-Düngung mit Stickstoff-Dünger, z. B. Harnstoff-Dünger oder Brennnesseljauche.
  • Ursache Pilzinfektion: Hortensie behandeln mit Bio-Fungizid, alljährlich schneiden und auslichten.
  • Ursache Blattläuse oder Spinnmilben: Schädlinge bekämpfen mit Seifen-Spiritus-Lösung.

Tipp

Immergrüne Pflanzpartner kompensieren winterlichen Blattverlust

Unansehnliche Lücken im winterlichen Hortensienbeet müssen nicht sein. Den saisonalen Blattverlust können Sie dekorativ kompensieren, indem Sie Hortensien mit immergrünen Pflanzpartnern kombinieren. Empfehlenswerte Hydrangea-Nachbarn sind Alpenrosen (Rhododendron), Buchsbäume (Buxus), Bambus (Fargesia) sowie wintergrüne Ziergräser, wie Pampasgras (Cortaderia selloan), Seggen (Carex) oder Rutenhirsen (Panicum virgatum).

Text: Paula Jansen
Artikelbild: PoupaeP/Shutterstock

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