Gemüsegarten am Hang
Beim Anlegen eines Gemüsegartens am Hang sind ein paar Dinge zu beachten

Reizvoll, aber schwierig: Gemüsegarten in Hanglage

Üblicherweise wird das Gemüse in flachen Beeten kultiviert. Allerdings ist das nicht in allen Regionen möglich, vor allem in den etwas hügeligeren bzw. bergigeren Gegenden kann das Gefälle innerhalb des Gartengeländes beachtlich ausfallen. Dieser Artikel soll Ihnen einige Anregungen für die sinnvolle und ästhetische Gestaltung eines Gemüsegartens in Hanglage aufzeigen.

Vor- und Nachteile einer Hanglage

Wer ein Grundstück in Hanglage besitzt und vielleicht sein Haus auch noch oberhalb des Hanges baut, kann sich über einen herrlichen Ausblick freuen. Vor allem, wenn von der heimischen Terrasse ein besonders schöner Blick über die umgebende Landschaft möglich ist. Aber auch wer sein Haus mitten am Hang bzw. sogar unter der Böschung hat, freut sich über Vorteile: Hier haben Sie einen tollen Einblick in den eigenen Garten – andere allerdings nicht. Die Atmosphäre ist sehr geschützt und intim. Ein Nutzgarten lässt sich am besten dort anlegen, wo die Sonneneinstrahlung am höchsten ist. In der Regel ist dies an der Hangkuppe der Fall. Allerdings wollen wir nicht verschweigen, dass Hanggärten auch gravierende Nachteile haben:

  • Je nach Neigungswinkel ist das Grundstück ohne Treppen kaum zu bearbeiten.
  • Außerdem müssen oft umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt werden.
  • Dies betrifft beispielsweise Stützmauern, die ein Abrutschen des Hangs verhindern sollen.
  • Die Lichtverhältnisse sind in Hanggärten sehr unterschiedlich.
  • Es eignen sich nicht alle Bereiche für einen Gemüsegarten.
  • Manchmal sind bestimmte Bereiche sogar nur schwer zu pflegen: Hier muss der Bewuchs sich selbst überlassen werden.
  • Die Bewässerung eines Hanggartens ist schwierig.
  • Während die Hangkuppe oft trocken ist, sammelt sich das Wasser am Fuß des Hanges.
  • Ergo muss eine gute Drainage in den Boden eingegraben werden.

Gestaltungsmöglichkeiten eines Hanggartens

Ein gleichmäßig geformter Hang mit einer geringen Geländeneigung braucht nicht allzu stark bearbeitet werden. Hier genügt oft eine leichte Modellierung, bespielsweise durch den Bau einer einzigen Stützmauer. Diese verlagert den Garten dann auf zwei Ebenen, wofür die eine für den Gemüsegarten und die andere für Blumen, Stauden und Erholung genutzt werden kann. Bei stärkerer Geländeneigung können Sie mit Hilfe mehrerer niedriger Mauern den Hang auch stärker terrassieren, d. h. es entstehen flache Stufen. Treppen sorgen für eine Verbindung zwischen den einzelnen Terrassen.

Tipps

Übersteigt die zu überwindende Höhe jedoch einen Meter oder mehr, muss das Geländer stärker abgefangen werden. Trocken aufgesetzte Steine (wie z. B. bei einer Trockenmauer) reichen dann nicht mehr. Je nach Höhe benötigen Sie dann Betonfundamente.

Text: Ines Jachomowski Artikelbild: Somboon rungaree/Shutterstock

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  1. JoseeRizal64
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    JoseeRizal64
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